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Nachspielzeit: Blicke in die Zukunft

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Rainer Henkel, Sportredakteur
Rainer Henkel © Thomas Walger

Der Handball hat sich in die Winterpause verabschiedet. Einzig die Frauen des TV Hersfeld sind heute noch einmal im Einsatz. Um den Zweiten der Landesliga müssen wir uns allerdings wirklich keine Sorgen machen. Sorgenkinder sind eher die Männer - neben denen des TV Hersfeld übrigens auch die des Nachbarn TG Rotenburg, der in der Tabelle sogar noch hinter dem Team von Trainer Christian Weiß liegt.

Beim 25:35 vor Wochenfrist gegen Hünfeld fand Weiß klare Worte: Man müsse wissen, wo man hinwolle. Das bedeutet nichts anderes, als dass zu allererst die Spieler sich hinterfragen müssen: Wollen wir eine Landesliga-Mannschaft sein, die zumindest die Klasse hält? Und wenn ja, welche Voraussetzungen brauchen wir dafür? Aber auch im ganzen Verein muss nachgedacht werden: Wie steht es um die Jugendarbeit? Brauchen wir Neuzugänge von außen? Oder wollen wir Bezirksoberliga? Zeit für solche Überlegungen ist jetzt.

Zu Beginn des Jahres, als Corona den regionalen und lokalen Sport noch fest im Griff hatte, trafen die Verantwortlichen der Schützengilde Mengshausen eine Entscheidung, die ihnen sehr schwer gefallen sein muss. Sie zogen ihre Mannschaft aus der Luftgewehr-Bundesliga zurück. Für einen kleinen Klub sei der Aufwand nicht mehr zu stemmen, hieß es.

Beim Hessenligafinale am vergangenen Wochenende, das die Mengshäuser in Niederaula ausrichteten, dürften sich viele an die Bundesligazeiten erinnert haben: Spannender Sport im Finale zwischen Gastgeber Mengshausen und Sieger Stärklos, aber auch eine tolle Organisation. Stärklos hat nun die Chance zum Aufstieg in die 2. Bundesliga. Starke Schützinnen und Schützen hat die Region schon immer hervorgebracht, es wäre ihnen zu wünschen, für einen starken Verein aus der Region starten zu können ...

Ein Spiel noch, dann ist sie vorbei, die Fußball-Winter-Weltmeisterschaft. Argentinien gegen Frankreich - einer von beiden wird jubeln, einer trauern am Sonntagabend. Wie Sie, liebe Leserinnen und Leser, auch immer diese vier Wochen erlebt haben - begeistert mitfiebernd, halbwegs interessiert, emotionslos, genervt oder von allem etwas -, wir wollen an dieser Stelle nicht alle Argumente und Standpunkte aufwärmen, sondern einzig drei sportliche Schlüsse ziehen, die allerdings so neu nicht sind.

Erstens: Offensive gewinnt Gruppenspiele, Defensive gewinnt K.o.-Spiele. Zweitens: England kann keine Elfmeter schießen. Drittens: Eine falsche Neun ist eine falsche Neun ist eine falsche Neun.

Einen schönen 4. Advent wünscht

die Sportredaktion

Von Rainer Henkel

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