Handball-Landesliga: Wesertals Torwart zeigt tolle Paraden beim 29:23 gegen Wanfried

Bode einfach bärenstark

Sicherer Rückhalt: Torwart Martin Bode war bester Spieler der HSG Wesertal beim Heimsieg gegen Aufsteiger VfL Wanfried. Foto: Nolte

Lippoldsberg. In Heimspielen läuft es einfach besser als auswärts für die Landesliga-Handballer der HSG Wesertal. So war es auch Samstagabend in der Lippoldsberger Sporthalle, wo das Team von Weser und Schwülme den VfL Wanfried mit 29:23 (15:13) besiegte. Die Partie gestaltete sich allerdings als eine zähe Angelegenheit. Man hatte bis auf die Schlussphase jederzeit den Eindruck, als könne Aufsteiger Wanfried die Wende schaffen, sobald Wesertal ein Stück nachließe.

„Wichtig sind die beiden Punkte“, freute sich HSG-Trainer Andrew Houseman, der auf Adrian Schwinge (Knieverletzung) und André Regenthal (Grippe) verzichten musste. Dafür spielten Jannik Niemeyer und Jörn Bachmann aus der Reserve. Houseman weiter: „Es war ein Arbeitssieg. Alle haben malocht wie die Tiere. Kämpferisch sehr gut. Und auch spielerisch war es nicht schlecht. Wir haben uns die Chancen gut herausgespielt, nur mit dem Abschluss hat es nicht immer geklappt.“

Kämpferisch konnten sich auch die Wanfrieder nichts vorwerfen lassen. Sie hatten alles versucht. Am Ende siegte Wesertal, das die bessere Rückraumachse aufbot und einen bärenstarken Torsteher Martin Bode als großen Rückhalt hatte, verdient gegen den Aufsteiger, der sich von den Außenpositionen als treffsicherer erwies.

15 Zeitstrafen

Die Fans beider Seiten waren sich einig, dass die schwächste Leistung aller Beteiligten das Schiedsrichtergespann Kowalski/Kremser bot. Die Unparteiischen hatten nicht ihren besten Tag erwischt, lagen einige Male krass daneben und verteilten in einer zwar kämpferisch geführten, aber recht fairen Begegnung 15 Zeitstrafen und zwei fragwürdige Rote Karten. Benachteiligt musste sich dadurch allerdings keines der beiden Teams fühlen.

Von Beginn an dominierten die Wesertaler, die die angeschlagenen Christopher Nickel und Simon Herwig weitgehend schonten, die Partie. Sie gingen in der Anfangsphase mit drei Treffern in Front, bevor der Vorsprung leicht schmolz, später auf vier Tore Differenz ausgebaut werden konnte und die Wanfrieder bis zur Pause wieder herankamen. Schwächen offenbarten die Wesertaler in Durchgang eins bei der Chancenverwertung - vor allem von den Außenpostionen, sodass eine höhere Pausenführung möglich gewesen wäre.

Nach dem Seitenwechsel schlug die große Zeit von Wesertal-Keeper Martin Bode, der mit seinen Reflexen in der zweiten Halbzeit zehn klare Chancen entschärfte. Wesertal gelang es, sich weiter abzusetzen. Spätestens als Jannik Niemeyer nach einer kleinen HSG-Schwächephase zum 25:20 (49.) einnetzte, war das Spiel vorentschieden.

HSG Wesertal: Bode (Tor), Westermann (Tor, n.e.) - J. Bachmann (n.e.), K. Bachmann (1), Lindner (3), Hartmann (2), Stucke (6/1), Helling (6/3), Lange (1), Niemeyer (2), Herwig, T. Nickel (3), C. Nickel, Pfeiffer (5).

VfL Wanfried: Swoboda (Tor, bis 34., ab 47.), Zindler (Tor, 34. bis 47.) - Schroth (3), Räbiger (1), Grein (1), Siegel (3), Mayer, Ebel (2/1), Umlauf (2), Achtert (1), Stingel (5), Schäfer (1), Bley (4).

Schiedsrichter: Kowalski/Kremser (Petersberg/Hainzell).

Zuschauer: 170.

Torfolge: 6:3 (12.), 7:6 (18.), 11:8 (22.), 14:10 (18.), 15:13 (Halbzeit) - 20:15 (39.), 22:19 (45.), 25:20 (49.), 28:20 (56.), 29:23 (Endstand).

Rote Karten: 28. Hartmann (Wesertal) - 36. Schäfer (Wanfried).

Von Jörg Nolte

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