HSG Zwehren/Kassel gewinnt Landesliga-Derby bei HSG WVC/Südstadt mit 31:23

Böttcher-Team bleibt dran

Freie Bahn für Christian Damm: Der Zwehrener (Nummer 7) kommt zum Wurf, die Südstädter Nico Röhn (rechts) und der von Sascha Konietzka geblockte Dominik Geibel (links) kommen zu spät. Foto: Schölzchen

Kassel. Eine Halbzeit lang blieb verborgen, wer gegen den Abstieg und wer um den Aufstieg kämpft. Erst ein zehnminütiger Zwischenspurt nach dem Wechsel brachte die HSG Zwehren/Kassel im Derby der Handball-Landesliga bei der HSG WVC/Südstadt Kassel auf die Siegerstraße. Am Ende gewann der Tabellendritte mit 31:23 (13:10) und bleibt im Titelrennen.

Äußerst zäh und behäbig verlief der erste Durchgang. Die Hausherren gingen mit ein wenig mehr Begeisterung zur Sache, als die nach ihrer Heimniederlage gegen Landwehrhagen sichtlich verunsicherten Gäste. Erst in den letzten Szenen vor der Pause konnten sich die Zwehrener ein wenig absetzen, wohl auch begünstigt durch die Rote Karte gegen Sebastian Stiegel. Der Südstädter hatte zuvor seinen Gegenspieler Christian Damm bei dessen Wurfversuch in der Luft angegriffen und war ausgeschlossen worden (20.).

Stiegels Trainer Mario Schumacher bezeichnete die Szene später als spielentscheidend: „Danach kam aus dem Rückraum keine Gefahr mehr.“ Als ebenso wesentlich allerdings erachtete er die nachlassende Bereitschaft seines Teams. „Spielerisch konnten wir nicht gewinnen, da mussten wir zumindest Leidenschaft zeigen“, sagte „Schumi“.

Den nötigen Willen bewiesen die Zwehrener. Ab der 31. Minute schlossen sie die Löcher in ihrer Deckung, vorn dirigierte Moritz Kauffmann zielstrebiger und fanden Jannik Steiners Würfe immer wieder den Weg ins Ziel. „Wir haben uns in einer schwierigen Phase durchgebissen und auf unsere Stärken besonnen“, freute sich Zwehrens Trainer Günter Böttcher. Nach den guten zehn Minuten hatte sein Team fortan leichtes Spiel. Kurz vor dem Ende sah auch Stiegels Mannschaftskamerad Christian Kapischke wegen des gleichen Vergehens die Rote Karte.

• WVC/Südstadt: Schengel (1.-40.), Werner (40.-60.), Hofmeister 1, Heine 3, Geibel 2, Winterhoff 2, Kapischke 3/1, Röhn 4, Siebert 6/4, Keitel 1, Stiegel, Böcking 1, Röhl. Zwehren/Kassel: Diederich, Conrads (für einen Siebenmeter), Konietzka 2, Heinisch 2, M. Kauffmann 8/4, Hess 1, Damm, Volland 5, Derx 2, König 1, Nordmann, Rieder 2, Steiner 8.

Von Wolfgang Bauscher

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