Boxer Eugen Schülbe wird 70 Jahre alt

Einst war Schülbe sogar Deutscher Box-Meister

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Ein Traum wurde wahr: Eugen Schülbe traf 2013 in Kassel mit George Foreman einen Box-Weltstar

Er war so etwas wie der Kasseler Vorzeige-Boxer. Am Mittwoch, 13. Februar, feiert Eugen Schülbe seinen 70. Geburtstag.

Am 7. August 2013 hat sich sein Wunsch erfüllt. „Ich wollte schon immer mal mit einem Box-Weltstar in Kontakt kommen“, sagt der ehemalige Kasseler Vorzeige-Boxer Eugen Schülbe.

„Als 2013 im Auestadion eine Schäferhunde-Ausstellung stattfand und der Ex-Weltmeister im Schwergewicht, George Foreman teilnahm, ließ ich mir die Gelegenheit nicht nehmen, mit meinem Idol ins Gespräch zu kommen. Glücklicherweise hatte ein Sportkamerad, der sich mit Foreman unterhielt, einen Fotoapparat. Und nachdem der berühmte Gast ‘Come on my friend‘ zu mir sagte und den Arm um mich legte, war der Schnappschuss perfekt“, erinnert sich Eugen Schülbe an den Moment.

Am Mittwoch, 13. Februar, wird der gebürtige Kasseler, der 1967 mit der deutschen Juniorenmeisterschaft im Leichtgewicht seinen größten Erfolg feierte, 70 Jahre alt. Noch immer denkt er gern an die Anfänge im Ringgeviert zurück. „Ich war zehn, als mein Vater, der damals im KSV Hessen boxte und Gaumeister war, mir vorschlug, mal im Ring die Fäuste zu schwingen. Ich traf an jenem Tag auf einen Gleichaltrigen, den ich ganz schön verprügelte“, beschreibt Schülbe den Beginn seiner großen Karriere.

Er wurde achtmal Hessen- und dreimal südwestdeutscher Meister, stand elfmal in der Hessenauswahl und zweimal in der deutschen Nationalmannschaft (1970 gegen England und Frankreich).

Nachdem er die Boxhandschuhe an den Nagel gehängt und die Boxer des KSV Hessen trainiert hatte, widmete er sich seinem größten Hobby, dem Reisen. „Ich habe alle Kontinente besucht. Leider ist mein Traum, den Kilimandscharo zu besteigen, nicht in Erfüllung gegangen. Auf 4000 Metern hat mich die Höhenkrankheit gepackt, und ich musste mit einem Betreuer wieder absteigen“, bedauert Schülbe noch heute.

Für dieses Jahr plant er einen Trip in die Südsee. „Mein Vater hat in den Siebzigerjahren oft seinen Lieblingsschlager ‘Bora Bora, hey‘ von Tony Marshall gesungen. Da habe ich zu ihm gesagt: Du singst Bora Bora, eines Tages werde ich dorthin fahren. Nun wird mein Wunsch hoffentlich in Erfüllung gehen.“

Zur Person: Eugen Schülbe, am 13.Februar 1949 in Kassel geboren, war verheiratet mit Monika, die 2003 starb. Kürzlich trennte er sich von seiner zwischenzeitlichen Lebensgefährtin. Schülbe, der sich seit 15 Jahren mit Kieser Training fit hält, war drei Jahrzehnte lang Hallensportwart. Er hat eine Tochter (Steffi, 33, spielt Tennis bei der TSG Baunatal). Seinen Geburtstag feiert Schülbe im Espenauer Eigenheim im engsten Freundeskreis.

Von Günter Grabs

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