40 Reiter qualifizierten sich – Deutscher Kutscher auf Rang drei

Spangenberger Finale Mittlere Tour: Brasilianer Ribas siegt

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Das Siegerduo der Mittleren Tour: Der Brasilianer Carlos Eduardo Motta Ribas kam mit seinem Pferd Ronaldo am schnellsten durch den Parcours. Foto: Kasiewicz

Spangenberg. Wenn es nach dem Reitsport ginge, wäre Brasilien rehabilitiert. Und Holland deklassiert! Im Finale der Mittleren Tour beim CSI-Reitturnier in Spangenberg war es nämlich der Brasilianer Carlos Eduardo Motta Ribas, der seinem für die Niederlande startenden Konkurrenten Albert Zoer und anderen davonritt. 

40 Reiter hatten sich für das Finale des mit 30 000 Euro zweithöchst dotierten Springens qualifiziert. Schnell war nach dem Beginn der Prüfung klar, dass es Parcoursbauer Marco Hesse den Teilnehmern und ihren Pferden nicht einfach gemacht hatte. In der zunächst vorgegebenen Höchstzeit schafften die Reiter es nicht, durch den Parcours zu kommen. Die Deutsche Meisterin Eva Bitter galt als Favoritin für den ersten Null-Fehler-Ritt. Nachdem ihr Pferd, der im Besitz des Niedersächsischen Landgestüts Celle stehende Hengst Perigueux, einen Fehler machte, gab sie jedoch sofort zur Schonung des Tieres auf.

Erst der 13. Reiter, der Däne Sören Pedersen, kam ohne Fehler mit Tailormade Chaloubet über die Stangen. Vier Pferde später ritt der spätere Sieger auf Ronaldo ein und zeigte einen wilden Ritt, kam aber fehlerfrei durch. Der nächste Starter, der Holländer Albert Zoer, ritt ebenfalls effektiv und fehlerfrei mit Gigolo. Noch drei weitere Null-Fehler-Ritte gab es. Unter den Teilnehmern, die sich fürs Stechen qualifizierten, war auch die aus Thüringen stammende Karina Körber. Dass sie sogar Weltcup-Punkte einfahren würde, daran hatte die junge Amazone laut Turnierleiter Thomas Pfanzelt niemals gedacht. Sie hatte sich die Teilnahme durch eine Wildcard gesichert. Im Stechen verlangte der Parcourschef dann Pferd und Reiter alles ab.

Über acht Hindernisse ging es, vom zweiten auf den dritten Sprung hatte Hesse gar eine Kehrtwende eingebaut. Hier zeigte sich die Klasse des bereits 16-jährigen Ahorn-Sohnes Ronaldo. „Auf dem Teller wenden“ nennen Reiter es, wenn Pferde aus dem Schwung sich quasi halb um sich selbst drehen. Seinen Kampfgeist und sein Geschick zeigte das Pferd in der Kehrtwende. Ohne Zeit- und Platzverlust wendete er quasi vor dem Sprung, drückte ab und übersprang den Steilsprung ohne Probleme. Damit hatte er so viel Zeit herausgeholt, dass kein anderer ihm gefährlich wurde. Zoer kassierte mit Gigolo einen Fehlerpunkt und landete auf Platz vier. Platz zwei sicherte sich der Australier Jamie Kermond auf Killeter Park Caracas vor dem Paar Marco Kutscher/Van Gogh. Karina Körber ging als Sechste aus dem Stechen hervor.

Von Susanne Seidenfaden

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