Fußball-Gruppenliga Fulda

Hönebach braucht „den perfekten Tag“

Fußball, ESV Hönebach, Kilian Krüger am Ball
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Wieder dabei: Auf Kilian Krüger, hier am Ball im Spiel gegen Horas, kann der ESV Hönebach im Spitzenspiel gegen Bronnzell wieder bauen.

Hönebach – Au weia, das tat weh: Mit 1:5 unterlag der ESV Hönebach im Derby der Fußball-Gruppenliga am vergangenen Wochenende der SG Aulatal. Damit bleibt der ESV zwar Tabellendritter, doch die Schlappe war so nicht eingeplant – vor allem nicht vor dem Spitzenspiel gegen die SG Bronnzell, das am Sonntag ab 15.30 Uhr steigt.

Um sieben Punkte ist der Tabellenführer, dem ein kampfloses 3:0 gegen Petersberg zu einem Dreier verhalf, nun enteilt. Auch die vier Partien davor gewann Bronnzell.

„Das war eine große Enttäuschung, denn so etwas hatte sich nicht abgezeichnet“, resümiert ESV-Trainer Tino Jäger. Nach 53 Minuten hatte das Unheil für den ESV begonnen. Weder das frühe 1:0 durch Kleinschmid (3.) noch der Ausgleich durch Hennighausen (16.) hatten vermuten lassen, dass der ESV gegen Aulatal binnen 27 Minuten vier Gegentreffer kassieren und untergehen sollte.

„Wir haben nach der frühen Führung einfach aufgehört Fußball zu spielen“, urteilt Jäger. Und präzisiert: „Die mannschaftliche Geschlossenheit hat gefehlt, die Laufbereitschaft war nicht mehr voll da, das Zweikampfverhalten hat nicht mehr gestimmt.“ Mit halber Kraft aber, oder auch nur ein paar Prozenten weniger, „läuft es nicht“, sagt der Trainer.

„Vielleicht haben die Jungs auch nach der Führung gedacht, dass es schon so wie in den Wochen vorher laufen würde.“ Denn die, betont Jäger, seien sehr gut gewesen. Mittlerweile aber gingen einige Spieler kräftemäßig auf dem Zahnfleisch. Besondere Sorge bereitete die Defensive. Moritz Herbig musste zeitig ausgewechselt werden, Kilian Krüger und Marvin Ehmer fehlten. Krüger kehrt zurück, Ehmer nicht; ob Herbig spielen kann, weiß der Trainer noch nicht. Dazu fehlt der langzeitverletzte Tim Schwarz.

Dennoch: „Unser Ziel bleibt Platz fünf“, betont Tino Jäger – und verweist darauf, dass wohl kaum jemand der Mannschaft die 26 Punkte zugetraut habe, die sie derzeit schon auf dem Konto haben.

Gegner Bronnzell hält Jäger für die derzeit beste Mannschaft der Liga. „Um da etwas Zählbares zu holen, brauchen wir schon den perfekten Tag“, vermutet er – setzt aber hinzu: „Wir wissen: Es kann klappen“.

So wie im Hinspiel am 20. August. Da bezwangen die Hönebacher die SG mit 5:4. Bis zur 58. Minute führte der ESV mit 4:2, ließ dann in der 81. den 4:4-Ausgleich zu – und jubelte, als Tim Kleinschmidt ihnen nach 93 Minuten doch noch den Dreier sicherte. Es war eine von nur drei Saisonniederlagen des Spitzenreiters, denen elf Siege gegenüberstehen. Ein Remis gab es bisher nicht.

Von Rainer Henkel

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