Handball-Bezirksoberliga: Bebraer kanzeln Wollrode im Gipfeltreffen 37:27 ab

TSV brennt Feuerwerk ab

Rotenburg. Die Sensation ist gelungen: Die Bezirksoberliga-Handballer des TSV Bebra haben das Spitzenspiel in Wollrode für sich entschieden und führen nun gemeinsam mit MT Melsungen II die Tabelle an. Liga-Schlusslicht TG Lispenhausen wartet nach der Niederlage bei der HSG Datterode/Röhrda weiterhin auf seinen ersten Saisonsieg.

TSV Wollrode - TSV Bebra 27:37 (11:14). „Wir waren zwar vor der Partie hoch motiviert und wussten um unsere Stärken; doch dass wir am Ende tatsächlich gewinnen, hätte ich nicht gedacht“, freute sich Bebras Spielertrainer Liviu Pavel nach der Glanzvorstellung seines Teams. Das bot eine geschlossene Mannschaftsleistung. Zehn Akteure trugen sich in die Torschützenliste ein. Im Abschluss zeigten sie dabei die nötige Konsequenz.

„Auswärts 37 Tore zu werfen ist der Wahnsinn - wir hatten Spaß“, schwärmte Pavel, „die ersten 21 Minuten waren wunderschön.“ Mit ihrer offensiven Deckung störten die Bebraner von Beginn an den Spielaufbau der Gastgeber und stellten mit ihrer 12:6-Führung (21.) früh die Weichen auf Sieg.

Eine kleine Schwächephase ließ den Vorsprung bis zur Pause auf 14:11 schmelzen. „Gegen eine so robuste Mannschaft wie Wollrode kann man nicht 60 Minuten auf Höchstniveau agieren“, erklärte Pavel.

Auf und davon

In Durchgang zwei zog sein Team aber auf und davon. „Die Gastgeber haben eine ältere Truppe. Wir haben darauf gezählt, dass sie irgendwann einbricht“ - diese Hoffnung Pavels erfüllte sich. Zwischen der 45. und 50. Minute spielten sich seine Jungs förmlich in einen Rausch. Sieben Tore in Folge später war beim Stand von 19:31 (50.) der Auswärtssieg bereits in trockenen Tüchern.

„Mein Team steht zwar in der Tabelle oben, aber andere sind die Favoriten“, will der TSV-Coach sich mit dem Thema Meisterschaft nach wie vor nicht befassen.

Bebraer Tore: Haßler 7/3, Höptner 7, Handke 5, Fischer 4, Pavel 4, Naumann 3, Grentzebach 3, B. Wilde 2/1, Hieronymus 1, Schmidt 1.

HSG Datterode/Röhrda - TG Lispenhausen 24:19 (11:10). „Am besten wäre es, alle unsere Begegnungen werden nach 45 Minuten abgepfiffen“, ärgert sich TGL-Coach Sorin Paraschiv. Zum wiederholten Mal hat sein Team in der Schlussphase einen möglichen Punktgewinn verschenkt. „Wenn meine Führungsspieler keinen vernünftigen Auftritt zeigen, haben es die Jüngeren erst recht schwer“, benennt der Übungsleiter die Ursache für die jüngste Niederlage.

Über weite Strecken der Partie sah es zunächst so aus, als ob die Lispenhäuser den Fluch ihrer Sieglosigkeit im Ringgau brechen könnten. Gestützt auf einen erneut starken Torwart Christian Koch konnte die TGL nach der Pause erst auf 13:13 (35.) ausgleichen, um dann mit dem 14:15 (40.) die Führung zu übernehmen.

„Wir hätten hier noch eine Schippe drauflegen müssen“, bemängelte Paraschiv. Statt jedoch den Vorsprung auszubauen, verspielte die TGL ihn. Der Gegner setzte sich innerhalb von fünf Minuten wieder mit zwei Treffern ab. Begünstigt wurde das laut Paraschiv durch eine fragwürdige doppelte Zwei-Minuten-Strafe gegen die Gästebank. Bis zum Ende lief danach bei der TGL nicht mehr viel zusammen.

„Die vielen Minuspunkte stimmen mich traurig. Dabei haben wir teilweise wirklich überzeugt“, klang Lispenhausens Trainer nach der achten Niederlage und mittlerweile 1:17 Zählern fast ein bisschen verzweifelt.

TGL-Tore: A. Lehn 7, P. Lehn 6/2, Hess 2, Hocke, Kleinert, Seese, Werner je 1. (zpp)

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