Saison startet Anfang September

Corona hat eine Lücke gerissen: 15 Teams weniger im Tischtennis als in 19/20

Mit Spitzenspieler Jochen Schütz (rechts) tritt der TTV 79 Eschwege, der bisher in der Bezirksoberliga spielte, in der Bezirksliga an, wo das Team auf starke Konkurrenz trifft.
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Mit Spitzenspieler Jochen Schütz (rechts) tritt der TTV 79 Eschwege, der bisher in der Bezirksoberliga spielte, in der Bezirksliga an, wo das Team auf starke Konkurrenz trifft.

Die Tischtennis-Saison beginnt im September. Bitter: Es haben sich deutlich weniger Teams als vergangene Saison gemeldet.

Eschwege – Im Tischtenniskreis Werra-Meißner hat die Vorbereitung auf die Saison 2021/22 begonnen. Nachdem der Hessische Tischtennis-Verband weitere bindende Richtlinien für einen geregelten Ablauf der Saison verschickt hat, haben Kreisfachwart Thomas Freitag, Sportwart Reiner Schröder und die Klassenleiter die Weichen für einen geregelten Ablauf der neuen Spielzeit gestellt.

Alle Pläne allerdings „unter Vorbehalt“, und so hoffen beide, dass die Pandemie weiter abklingt, ihre Arbeit nicht umsonst war und die Vereine mit einer geordneten Saisonvorbereitung beginnen können.

Fest steht vor dem Saisonstart Anfang September, dass Corona in den Reihen der Mannschaften des Kreises in fast allen Ligen auf Bezirks- und Kreisebene Lücken gerissen hat, denn die Zahl der spielwilligen Mannschaften allein im Werra-Meißner-Kreisen ist gegenüber vergangenen Jahren weiter zurück gegangen.

Sportwart Reiner Schröder spart die vergangene abgebrochene Spielzeit 20/21 („viele Rückzieher“) beim Vergleich aus: „Im Spieljahr 2019/20 kämpften mit 21 Mannschaften auf Bezirks- und Landesebene und 95 Teams auf Kreisebene (Jugend, Senioren) noch 116 Mannschaften um Punkte.“ In der kommenden Spielzeit 2021/22 registriert der Kreisvorstand nur noch 101 Mannschaften in allen Altersklassen und Ligen, also 15 Teams weniger.

Kreiswart Thomas Freitag und Reiner Schröder bedauern diese Entwicklung in ihrem Sport sehr. Die deutete sich allerdings schon im Oktober/November vergangenen Jahres an, als der Verband wegen der Pandemie die laufende Punktrunde abbrach und sich auch im Werra-Meißner-Kreis die Mannschaften reihenweise aus dem Spielbetrieb zurückzogen. Die geäußerten Befürchtungen, dass sich diese Rückzüge auf das neue Meldeergebnis auswirken könnten, wurden also Realität.

Eine Ursache im nachlassenden Interesse sehen Freitag und Schröder aber auch darin, dass sich viele ältere Spielerinnen und Spieler vom aktiven Sport zurückgezogen haben und die Lücken in den Vereinen durch fehlenden Nachwuchs nicht geschlossen werden konnten. Hinzu kamen Abgänge von Aktiven, also wurden Mannschaften zurückgezogen. Oder die Vereine verzichteten in der neuen Saison 2021/22 sogar auf das Startrecht in oberen Klassen. Hier ein Überblick über die heimischen Starter in den Klassen auf Bezirks- und Landesebene:

Hessenliga Nord, Damen: Das Team des Eschweger TSV, das schon in der vergangenen Spielzeit in der Hessenliga spielte und Tabellenletzter war, hat das Angebot des HTTV angenommen, ein weiteres Jahr in der Hessenliga zu spielen, womit die Mannschaft um Petra Körner die ranghöchste des Kreises ist.

Körner: „Meine Mitspielerinnen freuen sich auf eine weitere Spielzeit.“ Ihre neun Gegnerinnen kommen aus Niestetal (I+II), Richelsdorf, Morschen-Heina, Rennertehausen, Marbach, Heuchelheim, Vogelsberg II und Florstadt. Erster Gegner ist am 25. September im Heimspiel der SC Niestetal II.

Verbandsliga Nord, Damen: Nur mit sieben Mannschaften ist diese Klasse besetzt, darunter wie im vergangenen Jahr das Team des TTC Albungen als einziges des Kreises, denn der MTV Unterrieden hat seine Mannschaft in die Kreisliga zurückgezogen. Die TTC-Damen treffen am 11. September zuerst auf Kassel-Auedamm III und empfangen im ersten Heimspiel am 25. September Elgershausen. Weitere Gegner: Ihringshausen, Vöhl, Gottstreu und Niestetal IV.

Verbandsliga Nord, Herren: Der SV Ermschwerd war hier schon in der vergangenen Saison aktiv. Er startet weiter als einziger heimischer Vertreter in dieser Liga, denn der TTC Albungen hat nach Spielerabgängen sein Team bis in die Bezirksliga zurückgezogen.

Bezirksoberliga, Herren: Kein heimischer Starter. Mit dem TTV 79 Eschwege war 20/21 nur eine Mannschaft des Kreises in der BZOL aktiv. Da aber künftig mit Problemen in der Besetzung zu rechnen ist, hat der TTV die Mannschaft in die Bezirksliga zurückgezogen.

Bezirksliga 3, Herren: In der mit zehn Mannschaften besetzten Klasse ist ein starkes Feld vereint, das spannenden Sport verspricht. Denn mit dem TTC Albungen und dem TTV 79 kommen zwei früher klassenhöhere Clubs hinzu, die immer noch sehr spielstark sind. Der Eschweger TSV, der SV Ermschwerd II, die Aufsteiger TSG Fürstenhagen und TG Großalmerode sind weitere heimische Teams, die auf die weiteren Gegner Weißenhasel, Rhina, Aulatal und Lax Hersfeld treffen Die Runde startet am 10./11. September gleich mit dem Derby TTV 79-Eschweger TSV.

Bezirksklasse 5, Herren: Mit zehn Startern besetzt ist auch die Bezirksklasse 5. Unter ihnen der TTV Oberhone, der aus der Bezirksliga zurückzog. Die Oberhöner nehmen den Platz des SV Reichensachsen ein, der sein Team in die Kreisliga meldete.

Die Mannschaften Herleshausen, Ermschwerd III, Frieda, Albungen II, Unterrieden, Wichmannshausen, Großalmerode II, Neuerode und Weißenborn bilden das weitere Starterfeld, das am 10./11. September in die Punktrunde startet.

(Siegfried Furchert)

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