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Coronafälle: Eintracht Baunatal dezimiert zum Auswärtsspiel

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Von: Martin Scholz

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So wird es am Samstag nicht aussehen: Phil Räbiger (von links), Lasse Reinhardt, Trainer Dennis Weinrich und Co-Trainer Mirko Jaissle.
Auf der Baunataler Bank: Phil Räbiger (von links), Lasse Reinhardt, Trainer Dennis Weinrich und Co-Trainer Mirko Jaissle. © Dieter Schachtschneider

Bisher sind sie vom Coronavirus verschont geblieben, aber jetzt hat es auch die Drittliga-Handballer des GSV Eintracht Baunatal erwischt: Wenn die Eintracht am Sonntag (17 Uhr, Schwalbe-Arena) beim VfL Gummersbach II antritt, wird es gravierende Änderungen auf der Trainerbank geben.

Nachdem Cheftrainer Dennis Weinrich in dieser Woche positiv auf das Coronavirus getestet wurde und sich Co-Trainer Mirko Jaissle noch in Quarantäne befindet, musste kurzfristig eine Lösung gefunden werden.

Für das wichtige Spiel gegen den direkten Verfolger aus Gummersbach übernimmt nun Florian Ochmann als sportlicher Leiter des Drittligateams die Verantwortung. Unterstützt wird er dabei von Ralf Horstmann (aktuell A-Jugendcoach). Ochmannwar bereits in der Saison 2018/2019 erfolgreich Trainer der Mannschaft. Horstmann schaffte unter anderem 2014 den Aufstieg in die 2. Liga mit der Eintracht – beide sind nach wie vor im Verein engagiert und eng mit der ersten Mannschaft verbunden.

Vereinsintern sei man sehr zufrieden mit der kurzfristigen Lösung war am Freitag noch in einer Pressemitteilung des Drittligisten zu lesen. Die ehemaligen Cheftrainer würden genug Fachwissen mitbringen, um die Nordhessen beim Tabellensiebten optimal zu vertreten. Bereits in der Woche haben Ochmann und Horstmann bereits die Vorbereitung auf das Punktspiel übernommen und müssen dabei wohl auch seitens der Spieler mit vier coronabedingten Ausfällen rechnen.

„Für uns ist das natürlich ein gewaltiger Nachteil im nächsten Vier-Punkte-Spiel gegen den direkten Konkurrenten, wenn es darum geht, die Abstiegsrunde zu vermeiden“, sagte Weinrich am Freitag am Telefon. Die Eintracht hatte daher auch im Lauf der Woche in Gummersbach um eine Spielverlegung gebeten, damit aber keinen Erfolg gehabt. Auch von der Seite des Deutschen Handballbundes (DHB) war bis Freitagnachmittag kein positives Signal gekommen, weil für eine offizielle Spielverlegung sechs erkrankte Spieler notwendig sind. Dabei werden allerdings vom DHB nur PCR- und keine Selbsttests anerkannt, „und die sind im Moment nicht ganz so schnell zu bekommen“, weiß Weinrich, der am Wochenanfang selbst längere Wartezeiten in Kauf nehmen musste.

Die Eintracht wird daher am Sonntag mal wieder Richtung Westen starten und in Gummersbach auf eine Mannschaft treffen, die nun auf verbesserte Chancen zählen kann, um sich für die 29:30-Niederlage in der Rundsporthalle zu revanchieren und dabei vor allem auf die starken Torhüter Diogo Valerio (portugiesischer Nationaltorhüter) und Martin Nagy zählen kann.

„Wir werden sehen, wie wir mit unserem dezimierten Team konditionell mithalten können“, sagt Weinrich, der selbst zu Hause bleiben muss. (Martin Scholz)

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