Fragen und Antworten zum Saisonstart

Die DEL startet: Wer beerbt die Eisbären?

So jubelt der Deutsche Meister: Die Eisbären Berlin sicherten sich mit einem 2:1-Erfolg im entscheidenden Finalspiel der DEL gegen die Grizzlys Wolfsburg den Titel in der Corona-Saison 2020/21. Vor Fans möchten die Hauptstädter den Triumph gern wiederholen.
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So jubelt der Deutsche Meister: Die Eisbären Berlin sicherten sich mit einem 2:1-Erfolg im entscheidenden Finalspiel der DEL gegen die Grizzlys Wolfsburg den Titel in der Corona-Saison 2020/21. Vor Fans möchten die Hauptstädter den Triumph gern wiederholen.

Die Deutsche Eishockey-Liga startet heute mit dem Eröffnungsspiel zwischen Titelverteidiger Eisbären Berlin und dem EHC München (19.30 Uhr, Sport1) in die neue Saison.

Mit Zuschauern, mit einem Aufsteiger und ohne eine Aufteilung in zwei Gruppen. Wer die Favoriten sind, wer die Außenseiter – und wie viel Kassel trotz des Nichtaufstiegs der Huskies in der Liga steckt: dazu Fragen und Antworten.

Wie verlief denn nochmal die letzte Saison?
Lange war die Ungewissheit groß vor der vergangenen Spielzeit. Kann die DEL ohne Zuschauer spielen? Und wenn ja, in welchem Modus? Ziehen alle Vereine mit? Spät – am 17. Dezember – begann die Saison dann tatsächlich. Unterteilt in zwei Gruppen, mit weniger Spieltagen und Reiseaufwand, dazu verkürzte Playoffs. Das schadete vor allem den Favoriten München (Aus im Viertelfinale) und Mannheim (Aus im Halbfinale). Die Eisbären Berlin wurden Meister, drehten im Finale gegen die Grizzlys Wolfsburg einen Serienrückstand in den achten Meistertitel.
Letztes Jahr Nord- und Südgruppe, jetzt wieder einspurig. Was bedeutet das für die DEL?
Das bedeutet die Rückkehr zum alten Modus. Zumindest fast. Denn mit den Bietigheim Steelers ist ein 15. Klub in die DEL aufgestiegen. Die Teams spielen nun wieder jeweils viermal gegeneinander, vom 31. Januar bis 20. Februar 2022 pausiert die Liga wegen der Olympischen Winterspiele. Die Vereine auf den Plätzen eins bis sechs qualifizieren sich für die Playoffs, der Siebt- bis Zehntplatzierte für die Pre-Playoffs. Der 15. steigt direkt ab, der 14. muss bangen.
Wieso muss der 14. denn bangen?
Obwohl Auf- und Abstiegsregelung wieder eingeführt waren, gab es vergangene Spielzeit keinen Absteiger aus der DEL. Die Regelung wurde coronabedingt ausgesetzt. Das ändert sich nun, erstmals seit mehr als zehn Jahren wird es Absteiger geben. Wie viele? Das ist abhängig davon, ob die Löwen Frankfurt in der DEL2 Meister werden. Sie sind der einzige Klub, der die Unterlagen für einen möglichen Aufstieg fristgerecht eingereicht hat. Die DEL möchte ab 2022 wieder mit 14 Teams starten – steigt Frankfurt also auf, gibt es zwei Absteiger; falls nicht, nur einen.
Wer sind die Favoriten, wer die Außenseiter?
Zu den Favoriten um das Erbe der Eisbären gehören die alten Bekannten: Die Adler Mannheim und der EHC München gehen wie in der Vorsaison als heißeste Anwärter auf den Titel in die Spielzeit. Aber auch Meister Berlin selbst und Vorjahres-Halbfinalist ERC Ingolstadt werden wohl wieder ein Wörtchen mitreden wollen. Schwierig dürfte die Saison für Düsseldorf, Krefeld, Bietigheim und Nürnberg werden.
Was gibt es sonst Neues?
Vor allem bei den Regeln hat sich etwas getan. Die für Fans sichtbarste Änderung wird die nun vorgeschriebene trapezförmige Fläche hinter dem Tor sein, in der ein Torhüter den Puck nur noch spielen darf. Andere Änderungen betreffen das Abseits sowie das Strafmaß für Vergehen. Insgesamt haben sich die Regeln des Weltverbandes IIHF denen der nordamerikanischen NHL angenähert.
Die Kassel Huskies sind ja leider nicht dabei. Wie viel Kassel steckt denn trotzdem in der DEL?
Gar nicht mal so wenig. Neben zahlreichen Ex-Huskies wie den Augsburgern Markus Keller, John Rogl und Vinny Saponari oder Alexander Karachun (Schwenningen), Phil Hungerecker (Wolfsburg) und Yannik Valenti (Straubing) sind auch einige gebürtige Kasseler dabei. Moritz Müller ist eins der Gesichter der Kölner Haie, in der Domstadt spielt auch Jan Luca Sennhenn. Torhüter Mirko Pantkowski möchte wie in der Vorsaison bei der Düsseldorfer EG überzeugen. Jung-Nationalspieler Justin Schütz fehlt München momentan noch verletzt.
Wo kann ich die DEL im Fernsehen verfolgen?
Sport1 zeigt am Donnerstag ab 19.25 Uhr das Eröffnungsspiel zwischen Berlin und München. Danach werden regelmäßig Spiele vor allem sonntags übertragen – häufig jene, die um 17 Uhr starten. So schon am kommenden Sonntag Düsseldorf gegen Augsburg. Mindestens 40 Begegnungen sollen im Free-TV zu sehen sein, Playoffs inklusive. Alle Partien gibt es außerdem live beim Telekom-Streamingdienst MagentaSport.

Von Björn Friedrichs

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