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Interview mit Florian Roth: „Projekt ist gut gestartet“

Fußballtrainer Florian
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Trainer der SG Barockstadt II: Florian Roth

Fulda - Seit vergangenen Sommer ist Florian Roth Trainer der Reservemannschaft der SG Barockstadt, Fünter der Fußball-Verbandsliga. Vor kurzem hat er seinen Vertrag für die nächste Saison verlängert. Für den 38-jährigen gebürtigen Oberaulaer, der in Eiterfeld wohnt, stand nichts anderes zur Debatte. Hier ein Interview mit dem Coach.

Bei der SG Barockstadt-Reserve läuft es gut. Wieviel Anteil am Erfolg hat der Coach?

Das ist natürlich schwer zu beziffern. Tatsache ist aber, dass wir als Team einen guten Job machen. Das Projekt, aus einer zweiten Mannschaft eine U23 zu machen, ist gut gestartet. Und dieses Projekt soll natürlich weiterentwickelt werden. Deswegen freue ich mich über das Vertrauen des Vereins.

Als ehemaliger Jugendtrainer haben Sie ja die besten Kontakte. Wie wirkt sich das in Ihrem Team aus?

So kann man es sagen. Ich denke, dass ich mein Portfolio an jungen Spielern in den letzten vier Jahren erweitern konnte. Als Trainer beim Jugendförderverein Viktoria Fulda kenne ich die Talente der einzelnen Jahrgänge und werde weiterhin auf sie setzen. In unserer U23 sind derzeit zehn Spieler in der Mannschaft, die die Jugendmannschaften von Viktoria Fulda durchlaufen haben. Mit ihnen ist es gelungen, den Schnitt sogar auf unter 20 zu drücken. Unser jüngster Spieler ist mit Niklas Hartwig ein U19-Talent, der aus Bad Hersfeld kommt.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen erster und zweiter Mannschaft?

Reibungslos. Spieler wie Budesheim, Mulaj, Weissbäcker oder Noori trainieren auch bei der ersten Mannschaft mit bzw. verstärken den Kader teils an Spieltagen. Umgekehrt sind es nur wenige, die bei uns in der U23 eingesetzt werden, da wir den jungen Wilden auch größtmögliche Spielpraxis ermöglichen wollen. Unter den Trainerteams herrscht ein sehr gutes Klima.

Was meinen Sie ist noch möglich mit der Mannschaft?

Vorab muss man sagen, dass die individuelle und mannschaftstaktische Entwicklung der Spieler im Vordergrund steht. Spieler – und vor allen Dingen die Mannschaft - haben hierbei im letzten halben Jahr einen großen Schritt nach vorn gemacht. Vom ersten Absteiger haben wir uns zu einer Mannschaft unter den Top fünf entwickelt. Mit einem Spiel weniger und einem Rückstand von drei Punkten auf Tabellenführer Weidenhausen (23 Punkte, d. Red.) haben wir derzeit eher Kontakt nach oben als nach unten. Wir müssen erstmal abwarten, was jetzt kommt, wann und wie es weitergeht. Priorität besitzt natürlich die Erste Es wäre für den Verein, die Stadt und auch für die Region wünschenswert, wenn sie den Sprung in die Regionalliga schaffen würde.

Sieht man Sie noch ab und zu in der Heimat?

Natürlich versuche ich jede freie Minute zu nutzen, um die SG Eiterfeld/Leimbach zu unterstützen oder Spiele zu schauen. Ich bin aber auch gern, aber leider zu selten, in Oberaula. Beide Vereine haben meine Vergangenheit geprägt und stellen für mich die Heimat dar. Und die sollte man nie vergessen.

Haben Sie auch noch Zeit selbst aktiv zu spielen?

Die letzten Jahre konnte ich die Rolle als Jugendtrainer, wo ich oft Sonntag morgens im Einsatz war, und die des aktiven Spielers sehr gut unter einen Hut bringen. Es war eine tolle Geschichte nochmal für den TSV Lehnerz und für Barockstadt aufzulaufen. Der Aufstieg und die darauffolgenden Jahre in der Kreisoberliga Mitte waren tolle Erfahrungswerte. Wegen der neuen Tätigkeit habe ich meinen Pass wieder nach Eiterfeld gegeben. Wenn es jetzt möglich ist, dann versuche ich der zweiten oder dritten Mannschaft zu helfen. Am liebsten spiele ich aber mittlerweile bei den Alten Herren.

Von Hartmut Wenzel

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