SC Niederhone und SG HNU trennen sich mit 3:3

Fußball-Kreisoberliga: Das Spitzenspiel hielt, was es versprach

Joscha Pfingst vom SC Niederhone (links) im Duell mit dem herausragenden Bjarne Pankow von der SG HNU.
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Joscha Pfingst vom SC Niederhone (links) im Duell mit dem herausragenden Bjarne Pankow von der SG HNU.

Das Spitzenspiel in der Fußball-Kreisoberliga hatte alles das parat, auf das die Zuschauer hofften. Am Ende steht ein 3:3 zwischen dem SCN und der SG HNU.

Niederhone – Mehr Drama geht nicht. Fußball-Kreisoberligist SC Niederhone geriet im Spitzenspiel gegen den bisherigen Tabellenführer SG Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund gleich zweimal in Rückstand, ehe ein umstrittener indirekter Freistoß in allerletzter Sekunde den Weg zum durchaus verdienten, aber gleichermaßen glücklichen Punktgewinn ebnete.

Der Matchwinner beim umkämpften 3:3- (0:1)-Unentschieden hieß dabei einmal mehr Tim Schindewolf. Das war passiert: Es lief bereits die fünfte Minute der Nachspielzeit als HNU-Keeper Louis-Jakob Bauer das Leder nach verpufftem Angriffsversuch der Heimelf unter sich begrub, bis ein Pfiff von Schiedsrichter Florian Matheiowetz (TSV Brunslar) Spieler, Verantwortliche und Anhänger der noch ungeschlagenen Südringgauer in Schockstarre versetzte.

Schiedsrichter wendet „Sechs-Sekunden-Regel“ an

Matheiowetz legte das Ballhalten des sicheren Rückhalts als Zeitspiel aus und brachte so die „Sechs-Sekunden-Regel“ zur Anwendung. „Eine zumindest diskutable Entscheidung, denn im Normalfall werden bei identischen Aktionen beide Augen zugedrückt“, gestand sich auch SCN-Spartenleiter Andreas Pleyer im Nachgang ein gewisses Maß an Verwunderung ein, ohne jedoch den daraus folgenden 3:3-Ausgleichstreffer von Toptorjäger Schindewolf abwerten zu wollen.

„Mit Blick auf den Spielverlauf geht das schon in Ordnung“, befand Pleyer. Tatsächlich setzten die stark ersatzgeschwächten Eschweger Vorstädter, die auf Stammtorhüter Christian Heidrich sowie Rene Rüppel verzichten mussten, früh das erste Ausrufezeichen der Begegnung.

Bjarne Pankow war ein Unruheherd der SG HNU

Doch Joscha Pfingst zielte knapp am langen Pfosten vorbei (2.) und leitete damit die dominanteste Phase der SG HNU ein. Diese wurde ihrer Favoritenrolle nun mehr und mehr gerecht, tat sich gegen die kompakte Grundordnung der Niederhöner allerdings weiterhin schwer. Lukas Wetterau (13.) und Tobias Langheld (26.) ließen da noch die besten Chancen liegen, bevor Bjarne Pankow nach feiner Einzelleistung von Marcel Weishaar keine Mühe hatte zur 1:0-Führung einzuschieben (28.).

Auch nach Wiederbeginn knüpften die Gäste an die Dominanz an, wobei Niklas Wittich nach Pankow-Zuspiel früh das 0:2 verpasste (48.) und Weishaar per Kopf an Jannes Seum im Tor der Gastgeber scheiterte (53.).

Ein Weckruf für den SCN, der im Gegenzug nach sehenswerten Treffern von Marcel Wagner (55.) und Schindewolf (64.) die Partie drehte, sich aber dank individueller Fehler beinahe um den verdienten Lohn brachte.

Nutznießer war erneut der herausragende Pankow. Dieser brachte die SG mit seinen Toren zwei und drei (72./76.) auf die schon sicher geglaubte Siegerstraße, ehe eingangs beschriebene Szene den Traum vom fünften Sieg im fünften Saisonspiel jäh zerplatzen ließ. (von Lea Hüther)

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