1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport

Eintracht-Fans sind heiß: „Das Stadion wird kochen!“

Erstellt:

Kommentare

Endlich wieder volles Haus: Die Fans von Eintracht Frankfurt freuen sich auf das Spiel des Jahres am Donnerstag im Viertelfinale der Europa League – der FC Barcelona kommt ins Stadion am Riederwald.
Endlich wieder volles Haus: Die Fans von Eintracht Frankfurt freuen sich auf das Spiel des Jahres am Donnerstag im Viertelfinale der Europa League – der FC Barcelona kommt ins Stadion am Riederwald. © Jahn Böhm

Die Eintracht-Fans können es kaum abwarten: Am Donnerstag wartet auf die Anhänger des Frankfurter Fußball-Bundesligaklubs das Spiel des Jahrhunderts – das Viertelfinale der Europa League gegen den spanischen Spitzenklub FC Barcelona (21 Uhr/RTL).

Frankfurt/Bad Hersfeld – Als die Auslosung gerade erfolgt war, da konnte sich Markus Diehl vor Nachfragen kaum retten. „Ich hatte fast 200 Nachrichten auf meinem Handy. Alle wollten Karten für dieses eine Spiel. Ich hätte locker sechs bis acht Busse voll bekommen“, sagt der Vorsitzende des Eintracht Fanclubs EFC Knüll-Adler. Aber nur rund 30 Fans – allesamt Dauerkarteninhaber mit Vorkaufsrecht – werden sich am Donnerstag um 16 Uhr von Schwarzenborn und Oberaula mit dem Bus auf den Weg machen.

Der Vorsitzende der „Knüller“ erhofft sich gegen den Zweiten der Primera Division ein „Spiel auf Augenhöhe“. Die Atmosphäre soll großartig werden. Schön wäre es, wenn die Eintracht ein Remis holen könnte: „Vielleicht ein 1:1.“ Und im Rückspiel? Diehl: „Ich setze mal darauf, dass wir gegen spielstarke Mannschaften auswärts schon oft das letzte Wort gehabt haben. Wir können es schaffen, im Camp Nou in Barcelona aus einer starken Abwehr Konter zu setzen. Und zu gewinnen.“

Für Jahn Böhm vom EFC Adlerhorst Waldhessen kommt auf die Fans im Stadion eine tragende Rolle zu: „Es wird laut werden im Wald, brutal laut.“ Denn so eine Geräuschkulisse würden die Katalanen nicht kennen, ergänzt der Fanclub-Vorsitzende. Um gegen den großen Favoriten Barca bestehen zu können, müsse die Mannschaft nicht nur in der Abwehr und im defensiven Mittelfeld gut stehen und arbeiten. Sie muss auch von der Atmosphäre getragen werden. Um das Stadion zum Kochen zu bringen, wären die Corona-Beschränkungen gerade rechtzeitig zu diesem „Jahrhundertspiel“ aufgehoben worden.

Stark wäre die Kulisse schon am Samstag im Heimspiel gegen Greuther Fürth gewesen. „Endlich sind die Zuschauer vor Ort wieder der zwölfte Mann“, sagt Böhm. „An ihnen soll es nicht liegen.“ Der Tipp des Ronshäusers: „Wir gewinnen 2:0.“ Am Donnerstag fahren die Fans von „Adlerhorst Waldhessen“ und den „Mückenstürmern“ gemeinsam nach Frankfurt. Der Bus ist für knapp 50 Fans reserviert.

Pierre Möller, Vorsitzender des EFC Mückenstürmer, hätte es besser gefunden, wenn das Hinspiel in Barcelona ausgetragen worden wäre. „Das wäre der Eintracht entgegengekommen.“ Die Euphorie unter den Eintracht-Fans sei momentan wahnsinnig groß. „Wir haben jetzt schon 180 Mitglieder.“

Möller war 2013 beim Eintracht-Auswärtssieg in Bordeaux dabei. „Da bin ich damals mit meinem Ford Ka hingefahren, 1400 Kilometer. Und habe auf dem Rückweg noch drei Fans mitgenommen.“ Kurz vor dem Ziel habe der Wagen dann den Geist aufgegeben. Mit dieser Aktion hatte es Möller seinerzeit in unsere Zeitung geschafft. Ob er sich auch auf den Weg nach Barcelona machen wird, lässt der ehemalige Torhüter offen. „Das wird dann eine spontane Aktion. Aber ich bin für jeden Spaß zu haben.“

Die Kartennachfrage war auch bei Timo Nabitz, dem Fanclub-Vorsitzenden des EFC Werratal-Adler aus Philippsthal, riesig. „Da haben Leute angerufen, die kannte ich gar nicht.“ Die Eintracht sei inzwischen eine Macht in Europa, Gegner Barcelona jedoch übermächtig. „Ich hoffe schon, dass ein kleines Wunder geschieht und wir nicht ins offene Messer laufen“, sagt der Vorsitzende.

Auch interessant

Kommentare