Paulina Platner vom KSV Hessen Kassel wechselt zu Eintracht Frankfurt

Dem Traum ein großes Stück näher

Die 15-jährige Paulina Platner wechselt zu Eintracht Frankfurt.
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Nachwuchsfußballerin Paulina Platner wechselt zu Eintracht Frankfurt.

Umzug vom 200-Einwohner-Dorf Blickershausen in die Otto-Fleck-Schneise, die Machtzentrale des deutschen Fußballs: Ihrem großen Fußball-Traum – einmal in der Frauen-Bundesliga zu spielen – ist Paulina Platner vom KSV Hessen Kassel einen riesigen Schritt nähergekommen. Die 15-Jährige wechselt zur nächsten Saison zu Eintracht Frankfurt.

Die Vorfreude bei Paulina Platner ist groß. „Ich kann es kaum erwarten, dass es los geht.“ In den Sommerferien steht für die Jugendspielerin des KSV Hessen ein großer Umzug an – in ein Einzelzimmer auf das Internat am Olympiastützpunkt (direkt neben der DFB-Zentrale), in die elfte Klasse der Carl-von-Weinberg-Schule und zur zweiten Frauen-Mannschaft von Eintracht Frankfurt.

Für die U16-Nationalspielerin fügt sich alles ideal zusammen: der richtige Zeitpunkt vor dem Start der Oberstufe mit länger werdenden Unterrichtszeiten und die optimale Fußball-Förderung – der Trainer der Bundesliga-Frauen, Niko Arnautis, ist auch Lehrer an der Schule, einer „Eliteschule des Fußballs“, enge Absprachen zwischen Internat, Schule, Verein. Mit dem Verdienst, der mit dem Drei-Jahres-Vertrag verbunden ist, kann die Familie die Kosten für das Internat decken.

Paulina Platner überspringt mit dem Wechsel zur zweiten Frauen-Mannschaft der SGE die nächstmögliche Station – die U17-Bundesliga – und versucht sich gleich, in der 2. Frauen-Bundesliga Süd durchzusetzen. Als einziges Mädchen unter lauter Jungs war ihr das in der wegen Corona abgebrochenen Saison in der U15-Hessenliga zuletzt völlig problemlos gelungen.

Den Kontakt zur Eintracht hat Paulina Platner indes durch ihre Freundin Kim Priesnitz geknüpft. Die 15-Jährige, die sie von der Hessen-Auswahl kennt, spielt auch bei den Adlerträgern, aktuell in der U17. Nach ersten Gesprächen und einem Besuch in Frankfurt im Herbst entscheid sich die KSV-Spielerin im März für die SGE – und gegen den VfL Wolfsburg.

Mit dem Blick zurück zeigt sich Paulina Platner dankbar gegenüber dem KSV Hessen. „2016 bin ich von Witzenhausen nach Kassel gewechselt. Was jetzt passiert habe ich damals nicht für möglich gehalten“, sagt die Mittelfeldspielerin. „Ich habe dem Verein sehr viel zu verdanken.“

Mit dem Blick nach vorn schielt die Nordhessin in Richtung Bundesliga. „Ich möchte erst einmal in der neuen Mannschaft ankommen, dann aber auch möglichst viele Spielzeiten haben“, sagt Paulina Platner, die bei der SGE-Reserve dann wohl die Jüngste im Kader sein wird, und fügt hinzu: „Ich hoffe, dass ich dann irgendwann in die erste Mannschaft kommen werde.“

Dass Paulina Platner dieses Ziel, in den nächsten zwei Jahren erreichen kann, schätzt U16-Nationaltrainerin Friederike Kromp als absolut realistisch ein: „In Kassel ist Paulina optimal gefördert worden. Der Zeitpunkt für den nächsten Schritt ist jetzt optimal für sie“, sagt die 36-Jährige. „Bei der Eintracht hat sie super Bedingungen, um ihre nächsten Ziele zu erreichen – Frauen-Bundesliga, U17-Nationalmannschaft mit Qualifikationen für Europameisterschaft und Weltmeisterschaft.“ Der Traum von Paulina Platner geht weiter. (Sebastian A. Reichert)

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