Darts-Sport

Den Ehrgeiz schnell geweckt - TSV Herleshausen gründet eigene Darts-Abteilung

„Darts sieht sehr banal aus, aber es ist pure Präzision“, sagt René Gonnermann vom TSV Herleshausen.
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„Darts sieht sehr banal aus, aber es ist pure Präzision“, sagt René Gonnermann vom TSV Herleshausen.

Der Dartssport hat sich in den vergangenen Jahren in der Gemeinde Herleshausen rasant entwickelt: Demnächst wird sogar im Ligabetrieb gespielt.

Herleshausen – Erst aus der Laune heraus, dann hobbymäßig und demnächst im Ligabetrieb: Der Dartssport hat sich in den vergangenen Jahren in der Gemeinde Herleshausen rasant entwickelt.

Schon seit rund sieben Jahren treffen sich ambitionierte Darts-Fans aus Herleshausen, Wommen, Netra, Ulfen und Renda privat zu regelmäßigen Spielabenden, sodass irgendwann der Wunsch nach einem Verein oder einer eigenen Abteilung aufkam.

„Die Idee hatten wir vor drei Jahren schon“, sagt Initiator René Gonnermann, der mit seinen Mitspielern damals ein großes Dartsturnier in Cornberg-Rockensüß (Kreis Hersfeld-Rotenburg) besuchte und sich regelmäßig zum Jahreswechsel im eigenen Keller heiße Duelle mit Kumpels liefert.

„Ich fand die Idee sofort super“

Für Gonnermann lag es in der Natur der Sache, bei Gerhard Biehl, dem Vorsitzenden des TSV Herleshausen, nachzufragen. „Ich fand die Idee sofort super. Es ist schön zu sehen, dass unsere Vereinsmitglieder neue Wege gehen wollte“, lobt Biehl.

Das Spiel mit den Pfeilen war für den 36-jährigen Gonnermann anfangs mit viel Frust verbunden. „Als es dann lief, blieb ich dran und entwickelte beim Werfen immer mehr Ehrgeiz“, erinnert sich Gonnermann, der immer das Optimum herausholen will: „Darts sieht sehr banal aus, aber es ist pure Präzision. Es gefällt mir, dass es immer einen Sieger gibt. Ich kann auch nicht durch Fehler von anderen gewinnen, ich muss das Spiel für mich entscheiden.“

Ein hohes Finish sei für ihn eine Motivation das Ergebnis zu wiederholen. Ebenso sei das gesellschaftliche Miteinander ein Antrieb, immer besser zu werden. „Aber so einen richtigen Teamgedanken hatten wir in Herleshausen noch nie, weil wir immer gegeneinander angetreten sind“, betont Gonnermann, der sich nun freut, seine Mitspieler in der untersten Kreisliga beim Werfen anfeuern zu können.

Spiele in der ehemaligen Gastwirtschaft Ratskeller

Die Spiele und Trainingseinheiten werden bald in der ehemaligen Gastwirtschaft Ratskeller unterhalb der Mehrzweckhalle stattfinden. „Wir hoffen nun mit der Gemeinde einen Nutzungsvertrag abschließen zu können“, so der Bundespolizist, der sich mit seinen Mitspieler noch vor dem letzten Corona-Lockdown zu einigen Arbeitseinsätze in den neuen Räumlichkeiten traf.

„Der Raum erlaubt uns das Spielen, aber wir können die Scheiben und das Inventar sofort wegräumen, sodass hier auch noch andere Veranstaltung stattfinden können.“

Mit Thomas Wanka (Wommen), Christian Genau, Daniel Krause, Nils Helmerich, Steffen Bauer (alle Herleshausen), Sascha Biehl (Ulfen), Pascal Eichholz, Kevin Deist (beide Renda) und Stefan Meister (Netra) sei das Team aufgestellt, sagt Gonnermann, der hofft, dass noch Unentschlossene auf den Zug aufspringen.

„Jeder ist bei uns willkommen und kann reinschnuppern“, sagt René Gonnermann abschließend, der prophezeit, dass der Ehrgeiz bei Darts-Neulingen nach den ersten guten Würfen von ganz allein geweckt wird. (Marvin Heinz)

Zur Person

René Gonnermann (36) wurde in Eschwege geboren und ist in Herleshausen aufgewachsen. Der Bundespolizist spielt seit über 30 Jahren Fußball. Bis 2009 schnürte der zentrale Mittelfeldspieler die Schuhe für die SG Herleshausen/Nesselröden, ehe er sieben Jahre lang für den SV Adler Weidenhausen in der Verbands-, Gruppen- und Kreisoberliga auflief. Seit Sommer 2016 spielt Gonnermann wieder bei der SG Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund. Sein Vorbild im Darts ist der Niederländer Raymond van Barneveld. Gonnermann ist verheiratet, er hat zwei Kinder

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