Handball-Landesliga

Den Tabellenführer ärgern: Eschweger TSV hat heute die MSG Körle/Guxhagen zu Gast

Hält der Eschweger TSV um Jonas Wagner (zweiter von links) und Philipp Haaß (vorne) heute Abend in der Heuberghalle gegen den ungeschlagenen Tabellenführer MSG Körle/Guxhagen mit? 
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Hält der Eschweger TSV um Jonas Wagner (zweiter von links) und Philipp Haaß (vorne) heute Abend in der Heuberghalle gegen den ungeschlagenen Tabellenführer MSG Körle/Guxhagen mit? 

Wenn der Eschweger TSV heute zum Nachholspiel in der Handball-Landesliga in der Heuberghalle gegen die MSG Körle/Guxhagen antritt (19.45 Uhr), ist die Favoritenrolle klar verteilt.

Eschwege - Der Tabellenführer aus dem Schwalm-Eder-Kreis hat in dieser Spielzeit noch keine Partie verloren, steht bei 12:0 Punkten. ETSV-Trainer Julian Triller sieht die Ausgangssituation vor dem Duell mit dem Aufstiegsaspiranten aber gelassen: „Wenn wir die Favoritenrolle ablegen können, dann ist das total angenehm. Ich freue mich auf das Spiel. Wir werden versuchen, uns anzupassen und ebenbürtig zu agieren“, was seiner Mannschaft an einem guten Tag auch gelingen könne.

Die Marschroute

Natürlich könne das Spiel auch in eine negative Richtung kippen, aber sein Team dürfe auf keinen Fall mit Angst in die Partie gehen. „Wichtig wird für den Spielverlauf werden, dass wir in den ersten zehn Minuten sofort gut in die Abwehrarbeit kommen“, so Triller, der davon überzeugt ist, dass die MSG Körle/Guxhagen dem Eschweger TSV aufgrund des Spielstils besser liegt als beispielsweise der Tabellenzweite Hünfelder SV.

Spielmacher binden

„Ihr Mittelmann Eugen Gisbrecht kann das Spiel gut lenken, hat eine gute Übersicht und verfügt über sehr viel Erfahrung“, so Triller. Ihn gelte es für den Eschweger TSV auszuschalten, in dem er bereits früh attackiert werde.

Wie stark der 31-jährige Gisbrecht ist, der als Stammkraft von Oberligist MT Melsungen II im März 2021 zur MSG wechselte, zeigt der Blick auf die Statistik: 35 Tore erzielte er bereits in sechs Saisonspielen in der Landesliga – nur Jan Habenicht vom TSV Wollrode (52 Tore) und Lennert Sitzmann vom Hünfelder SV (44 Tore) sind besser.

Knapp wurde es für den Gegner des ETSV nur beim 27:25-Sieg gegen Schlusslicht TSV Wollrode zu Saisonbeginn und beim 28:27-Sieg gegen den Hünfelder SV. Zum Auftakt ins Jahr 2022 fertigte man den TSV Wollrode dann aber am Wochenende im Rückspiel mit 32:21 ab.

Die Belastung im Blick

Personell wird der Eschweger TSV heute Abend keine Ausfälle zu verzeichnen haben, muss aber die Belastungssteuerung bei zwei Spielen binnen einer Woche (am Samstag reist das Team zum TV Hersfeld; Anm. d. Red.) im Blick haben.

„Wir sind eine vergleichsweise junge Mannschaft, aber wenn wir ab der 40. Minute hoch zurückliegen, werden wir unser Spiel im Hinblick auf das kommende Wochenende sicher etwas umstellen“, so Triller, der hinzufügt: „Wir wissen, dass das Spiel gegen den TV Hersfeld vom Prinzip her wichtiger ist, trotzdem wollen wir alles reinhauen gegen den Tabellenführer.“

Das sagt der Gegner

Mit dem klaren Derby-Erfolg gegen den TSV Wollrode im Rücken reist die MSG mit breiter Brust nach Eschwege. Trainer Christian Schade konnte zudem durchwechseln und somit für die englische Woche Kräfte schonen. Bis auf den Langzeitverletzten Julian Lanatowitz sind alle Mann an Bord.

Schade warnt dennoch vor Überheblichkeit: Seiner Meinung nach verfüge der ETSV über eine ausgeglichene, kampfstarke Mannschaft. Seine MSG werde von Beginn an konzentriert aus einer kompakten Abwehr heraus arbeiten müssen, um weiter mit weißer Weste die Tabellenführung zu verteidigen. Im Angriff gelte es, die Torgelegenheiten zu nutzen und den „sehr starken Rückhalt“ Cornel Medrea im Tor nicht warm zu werfen. FotoS: PRIVAT/Richard Kasiezwicz/NH

Hinweis: In der Heuberghalle gilt die 2G-Regel, es ist dauerhaft ein Mund-Nase-Schutz zu tragen.

(Maurice Morth)

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