Sport mit Kontakt wieder möglich

Jugendfußball: Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Trainings-Neustart

Einer von vielen Jugendspielern und Jugendspielerinnen, die sich über die Rückkehr auf den Trainingsplatz freuen dürften: der elfjährige Fußballer Jan Iwan von der JSG Sontra/Wichmannshausen/Wehretal.
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Einer von vielen Jugendspielern und Jugendspielerinnen, die sich über die Rückkehr auf den Trainingsplatz freuen dürften: der elfjährige Fußballer Jan Iwan von der JSG Sontra/Wichmannshausen/Wehretal.

Seit Montag ist auf vielen Fußballplätzen die sportfreie Zeit vorbei. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Thema.

Eschwege - Kinder bis zum Alter von einschließlich 14 Jahren – also bis zum 15. Geburtstag – dürfen wieder gemeinsam Fußball spielen. Sollten die hessenweiten Inzidenz-Werte wieder steigen, droht allerdings ein schnelles Ende. Aus diesem Grund nahm der Hessische Fußball-Verband die Lockerung zum Anlass, rund 600 Fußballtrainer, Betreuer und Jugendleiter in einer 90-minütigen Videokonferenz am Sonntagabend über die Regelungen zu informieren.

Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs im Jugendfußball:

Darf der Fußball nun nur kontaktlos gespielt werden?

Für Kindern bis zum Alter von einschließlich 14 Jahren ist der Sport im Freien in Gruppen, unabhängig von der Personenzahl, erlaubt – sogar mit Kontakt. Es wird empfohlen, keine Spiele (Pflicht- oder Freundschaftsspiele) auszutragen, sondern lediglich Mannschaftstraining durchzuführen.

Welche Regelungen gelten für Trainer und Betreuer?

Pro Mannschaft dürfen bis zu zwei weitere Personen (Trainer beziehungsweise. Betreuer) anwesend sein. Die Eltern sollten ihre Kinder zum Training abgeben und sich während des Trainings möglichst nicht auf dem Sportgelände aufhalten. Es gelten diesbezüglich die allgemeinen Kontaktverbote der derzeit geltenden Verordnung.

Was gilt für Spieler über 14 Jahren?

Für sie sind Mannschaftssportarten in Kleingruppenformaten von bis zu fünf Personen aus zwei Hausständen zulässig. Es muss gewährleistet sein, dass keine Durchmischung der einzelnen Personengruppen erfolgt.

Worauf muss geachtet werden?

Es soll nicht mit wechselnden Partnern trainiert werden, Kleingruppen sollen sich vor und nach dem Training nicht durchmischen. Umkleiden und Duschen sind in den zulässigen Gruppengrößen und mit Abständen nutzbar. Es wird empfohlen, auf die Nutzung von Umkleiden und Duschen zu verzichten.

Welche Vorgaben gelten für zeitgleiches Mannschaftstraining für Kinder und Individualtraining für ältere Spieler?

Auf weitläufigen Sportanlagen ist die parallele Austragung gestattet, wenn sich die jeweiligen Gruppen während der Sportausübung in mindestens drei Meter voneinander entfernten Bereichen aufhalten. Eine konkrete Festlegung kann nur der Sportstättenbetreiber treffen, denn die individuelle Regelung ist von mehreren Faktoren (unter anderem Zugang zur Sportstätte, Abtrennungsmöglichkeiten) abhängig. Die konkrete Festlegung sollte im Hygienekonzept hinterlegt sein. Die unterschiedlichen Personengruppen sollen keine Umkleiden sowie Sanitäreinrichtungen teilen und sich auch ansonsten nicht begegnen, sodass die Abstandsregeln in jedem Falle eingehalten werden.

Ist auf der Sportanlage eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen?

Auf stark frequentierten Plätzen und Flächen unter freiem Himmel ist eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, sofern die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern zu Personen anderer Hausstände nicht sichergestellt werden kann – dies betrifft auch Parkplätze. Es wird empfohlen, grundsätzlich den Zugang zur Sportanlage vom Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung – im Idealfall einer medizinischen Maske – abhängig zu machen. Spieler können die Mund-Nase-Bedeckung mit Betreten des Platzes in einer gesonderten Zone ablegen. Vereins- und Versammlungsräume und Ähnliches auf Sportanlagen sind grundsätzlich weiterhin geschlossen. (Marvin Heinz)

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