1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport

Star in Zahlen: Der ewige Zweite Michael Smith wird Erster

Erstellt:

Von: Maximilian Bülau

Kommentare

Michael Smith (unten) und Nathan Aspinall.
Was für eine Erleichterung: Michael Smith (unten) freut sich über seinen Sieg. Oben: Nathan Aspinall. © Imago/Shutterstock

Einen Pfeil hatte er noch in der Hand, den warf er einfach weg. Dann ließ sich Michael Smith auf den Boden fallen. Eine tonnenschwere Last schien ihm von den Schultern zu rutschen.

Der Dartsprofi aus England gewann am Sonntagabend den Grand Slam of Darts im Endspiel gegen Landsmann Nathan Aspinall (16:5 Legs). Es ist der erste Major-Titel für den 32-Jährigen. Der erste im neunten Anlauf. Denn Smith hatte zuvor acht große Finals verloren. Weil er den letzten Schritt nun gegangen ist, ist er heute unser Star in Zahlen.

3 Sätze gewann Smith in seinem ersten WM-Finale 2019 gegen den Niederländer Michael van Gerwen. Das Endspiel verlor er so 3:7. Seit 2012 ist der Engländer durchgehend beim größten Turnier des Jahres dabei. Auch in diesem Jahr stand er im Endspiel, unterlag dem Schotten Peter Wright 5:7. Der aktuelle Vize-Weltmeister ist zudem Vize-Europameister, verlor in diesem Jahr noch das Finale der UK Open. Insgesamt acht Anläufe unternahm der 32-Jährige bei Major-Endspielen, bis ihm nun der Erfolg in Wolverhampton gelang.

16 Turniere werden im Darts zu den Majors gezählt. Das sind die WM, das World Matchplay, der World Grand Prix, die UK Open, die Premier League, der Grand Slam of Darts, die EM, das Players Championship Finale, der World Cup of Darts, The Masters sowie das Finale der World Series of Darts. Ehemalige Majors sind das Las Vegas Desert Classic, das Masters of Darts, die US Open, die Championship League Darts und die Champions League of Darts. Bislang wurden 208 Major-Titel vergeben.

24 Gramm wiegen die Pfeile der Marke Unicorn mit dem Namen Maestro Michael Smith, mit denen der Rechtshänder auf die Scheibe wirft.

50 Punkte zählt ein Wurf ins Bullseye einer Dartscheibe, das sich direkt in der Mitte befindet. Smith trägt den Spitznamen „Bully Boy“ aber nicht etwa, weil er besonders gut auf dieses Bullseye werfen kann. Der Spitzname geht darauf zurück, dass Smith früher auf einer Rinderfarm in Littleborough gearbeitet hat und den jungen Kälbern die Ohrmarken verpasste. Sein damaliger Chef nannte ihn deswegen „Bully Boy“.

72 700 Follower hat Smith auf Instagram. Seinen ersten großen Titel kommentierte er mit den Worten „Just wow“ unter einem Bild von ihm mit der Trophäe.

170 000 Euro gab es für den Sieg beim Grand Slam of Darts neben der Eric Bristow Trophy. Insgesamt hat Smith in diesem Jahr bereits rund 890 000 Euro eingespielt. (Maximilian Bülau)

Auch interessant

Kommentare