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Mann im Maschinenraum: Axel Gücking ist zurück bei der SG Wehretal

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Von: Marvin Heinz

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Axel Gücking von der SG Wehretal (links) hier im Zweikampf mit Wichmannshausens Tim Dietrich.
Axel Gücking von der SG Wehretal (links) hier im Zweikampf mit Wichmannshausens Tim Dietrich. © Marvin Heinz

Im Fußball-Kreisoberliga-Spiel der Woche trifft die SG Wehretal auf den FC Großalmerode. Bei den Wehretalern ist ein Rückkehrer wieder ganz wichtig geworden.

Kirchhosbach/Bischhausen – Im Fußball-Kreisoberliga-Spiel der Woche gegen den FC Großalmerode (Sonntag, 15 Uhr) wird mit ihm zu rechnen sein. In den Jahren zuvor hatte die SG Wehretal nicht mehr mit ihm gerechnet.

Selbst der Vorsitzende Matthias Achtner hatte Axel Gücking in seinem Handy unter der Rubrik ehemalige Spieler abgelegt. Zu weit weg, gar nicht mehr greifbar war Gücking, den Achtner gern als „leidenschaftlichen Weltenbummler“ bezeichnet.

Corona stoppte den Umzug nach Stockholm

Seit 2013 hatte der mittlerweile 32-Jährige nicht mehr im Trikot der SGW gespielt. Bis die Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 über die Welt rollte. „Ich wollte meine berufliche Laufbahn in Stockholm fortsetzen. Die Wohnung war bereits angemietet,“ erzählt Gücking. Corona machte das Schweden-Abenteuer zunichte, obwohl alles bis ins Detail geplant war.

Ein Umzug stand für den Elektrotechniker dann allerdings doch an. Aus Stuttgart ging es zurück nach Kirchhosbach. „In die Heimat“, sagt er und macht klar, dass zu Heimat auch Fußball dazugehört: „Ich habe dann wieder angefangen zu kicken.“

Schnell hat sich der Mittelfeldspieler in das Team der SGW integriert und ist aus dem defensiven Mittelfeld nicht mehr wegzudenken. In dieser Saison hat Gücking alle zwölf Spiele absolviert, in allen zwölf Spielen stand er in der Startformation.

Vornehmlich agierte er dabei als Mann im Maschinenraum an der Seite von seinem Kumpel Christoph Vogeler: „Wir arbeiten sehr effizient zusammen.“

Axel Gücking auf der Sechs unverzichtbar

Auf der „Sechs“ stopft Gücking die Löcher, packt die Grätsche aus oder kurbelt die Offensivmaschinerie seiner Farben mit klugen Pässen an. Ein Tor gelang ihm beim 3:3-Remis gegen den TSG Eschenstruth. „Mit der Hacke habe ich den gemacht“, ergänzt er lachend. Neben Spielführer Tobias Meister, Christoph Vogeler und Karl Saakel ist Gücking das letzte Überbleibsel einer fast goldenen Wehretaler Generation.

Nach vielen Erfolgen in den unteren Jugendjahrgängen verpasste Gücking mit der SG Wehretal im Sommer 2012 in der Relegation den Sprung in die Gruppenliga. „Wir haben viel gefeiert, aber auch viel trainiert“, erinnert er sich an die Zeit unter dem Trainer-Duo Gerd Stanzel und Alexander Ludwig.

Einfach war sein Neustart bei seinem Herzensverein nicht. Viele Grundlagen musste er wieder von der Pike auf lernen. An seinem Passspiel feilte er sogar noch nach dem Training auf dem heimischen Hof. Bei Pässen an die Wand hat Gücking seine Fußstellung korrigiert, um schnellere und genauere Pässe spielen zu können.

Gücking: „Fußball ist doch ein geiles Spiel“

Unterdessen hat sich seine Herangehensweise an den Sport geändert. „Früher habe ich gespielt, weil ich gespielt habe“, sagt Gücking und wird deutlich: „Jetzt spiele ich, weil ich richtig Bock habe. Fußball ist doch ein geiles Spiel.“

Vor dem Spiel gegen den Tabellenzwölften aus Großalmerode gesteht Gücking, dass seine Farben mit 21 Punkten aus zwölf Spielen auf der Habenseite hinter den eigenen Erwartungen zurückbleiben. Dass der Tabellenführer aber nur drei Punkte mehr auf dem Konto hat, erstaunt ihn schon: „Es ist sehr wenig Beständigkeit in der Liga, die Ergebnisse am Wochenende überraschen mich immer wieder.“

Mit Blick auf den vierten Tabellenplatz seiner Mannschaft wird er deutlich und zugleich optimistisch: „Wenn Einstellung und Kommunikation stimmen, kommen wir schnell auf die Siegerstraße zurück. In Rückstand müssen wir die Charakterstärke aus der starken letzten Saison wieder an den Tag legen. Automatisch gewinnen wir keine Spiele.“ (Marvin Heinz)

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