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Gruppenliga: Aulatals neuer Torgarant

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Feste Größe in der Offensive der SG Aulatal: Luca Eckhardt (vorn), der vor der Saison aus Schwarzenborn zum Gruppenliga-Tabellenführer Aulatal kam.
Feste Größe in der Offensive der SG Aulatal: Luca Eckhardt (vorn), der vor der Saison aus Schwarzenborn zum Gruppenliga-Tabellenführer Aulatal kam. © Bernd Krommes

Kirchheim/Oberaula – Die SG Aulatal ist im Höhenflug: Nach acht Spieltagen führt die Mannschaft von Trainer Martin Friedrich die Tabelle der Fußball-Gruppenliga an. Eine Überraschung, an der ein Neuzugang gehörigen Anteil hat: Luca Eckhardt, 22-jähriger Stürmer, der vor der Saison – wie der Trainer – aus Schwarzenborn kam.

Neun Treffer hat Eckhardt bislang markiert, sechs sein Sturmpartner Nils Fischer. Zusammen zeichnen sie also für dreiviertel der 20 Tore verantwortloch, die die SG bislang schoss.

„Es passt einfach bei uns: Die Moral stimmt, die Bereitschaft auch“, sagt Eckhardt – wie auch sein Trainer. Der 22-Jährige, der zum ersten Mal bei einem Verein im Kreis Hersfeld-Rotenburg spielt, beschreibt seinen fußballerischen Werdegang. „Gegen den Ball trete ich, seit ich laufen kann“, sagt er. Erste Station in der Jugend war Blau-Weiß Hülsa, der Verein in dem Dorf, in dem Luca Eckhardt aufwuchs. In dem 600-Einwohner-Stadtteil von Homberg/Efze lebt er auch heute noch.

Doch fußballerisch zog es ihn schon als D-Junior relativ weit weg, zum KSV Baunatal. Dort allerdings sortierten die Trainer den Stürmer irgendwann aus, weil sie ihn für nicht groß genug hielten. Luca Eckhardt wechselte als A-Junior nach Wabern, dann nach Remsfeld und landete mit 18 wieder bei seinem Heimatverein Hülsa in der A-Liga. Zuletzt spielte er in der Kreisoberliga in Schwarzenborn und traf dort auf Trainer Martin Friedrich.

Wie der ist er nun in Aulatal gelandet. „Die Gespräche mit der SG liefen aber schon, bevor der Wechsel des Trainers klar war“, erklärt er. Eckhardt gibt zu, dass sich einige Klubs um ihn bemüht hätten, darunter auch Verbandsligist Wabern. Doch das dortige Training – viermal die Woche – wäre zeitlich nicht darstellbar gewesen. Luca Eckhardt studiert in Kassel Wirtschaftswissenschaften und arbeitet in Teilzeit bei VW in Baunatal, wo er zuvor seine Lehre als Elektroniker gemacht hatte. Und Zeit fürs Privatleben – er ist in festen Händen – müsse auch bleiben. Den Aulataler Weg, der ungeschlagen durch die Rückrunde der Vorsaison führte, hatte er bereits verfolgt. Und die erste Kontaktaufnahme mit den Mannschaftskameraden habe gezeigt, „dass die Chemie stimmt.“ Die Spieler unternehmen viel zusammen, auch nach den Spielen, schauen gemeinsam Fußball im Fernsehen.

Dass Luca Eckhardt zum Goalgetter werden würde, war so nicht direkt geplant gewesen. Hatte er in der Jugend und in seinen ersten Jahren bei den Senioren entweder in der Sturmmitte gestanden oder beide Außenbahnen beackert, so war er bei Aulatal als Achter vorgesehen. Doch weil Stürmer Joshua Piel – auch er übrigens ein Neuzugang aus Schwarzenborn – sich früh in der Saison verletzte, rückte Eckhardt wieder in die Spitze.

„Dort fühle ich mich absolut wohl“, sagt er. Geschwindigkeit und gute Technik sieht er als seine besonderen Stärken. Verbessern könne er sich noch bei Schüssen aus der Distanz.

Wohin der Weg der Aulataler führen kann? Luca Eckhardt bleibt vorsichtig: „Wir schauen nicht auf die Tabelle. Jeder kann jeden schlagen in der Liga.“ Und wenn die SG ganz oben dabei bleibt? „Mit Sicherheit hätte niemand etwas dagegen.“

Von Rainer Henkel

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