Volleyball-Landesliga

Derbysieg rettet TV Jahn Saisonstart

Klare Ansagen in der Auszeit: Nach einem 1:3 gegen den TSV Frankenberg sicherten sich die Volleyballerinnen des TV Jahn Kassel einen 3:0-Derbysieg gegen die zweite Mannschaft der FSV Bergshausen. Foto: dieter schachtschneider

Der Auftakt in die Volleyball-Saison hatte gleich ein Derby zu bieten. In der Landesliga setzte sich der TV Jahn Kassel klar mit 3:0 gegen die zweite Mannschaft des FSV Bergshausen durch. 

Kassel –Helena Ahmerkamp dribbelt den Ball auf den Boden. Die Volleyballerin des TV Jahn Kassel nimmt drei Schritte Anlauf, springt und schlägt auf. Der Ball berührt die Netzkante und wird so abgefälscht, dass er auf der Seite der FSV Bergshausen II auf den Boden fällt. Im Landesliga-Derby ist das der Punkt zum 17:16 für die Kasselerinnen. Es ist die erste Führung. Das gibt dem Team Schwung. Die Jahnerinnen gewinnen den ersten Satz und später auch das Spiel mit 3:0. Das ist wichtig, da der Oberliga-Absteiger die erste Partie des Doppelspieltags gegen den TSV Frankenberg 1:3 verloren hatte. Der Derbysieg rettet den Saisonstart.

In der Spielzeit 2017/18 waren die Damen des TV Jahn als Drittligist das nordhessische Volleyball-Aushängeschild. Jetzt spielt die erste Mannschaft drei Klassen tiefer. Auf den ersten Blick hat der Verein in einem Jahr einen rasanten Absturz hinter sich – von der 3. Liga in die Landesliga. Der zweite Blick zeigt aber, dass diese Entwicklung nicht ungewöhnlich ist. Schließlich trat die damalige Drittliga-Mannschaft nach dem Abstieg 2018 fast geschlossen zurück. Die zweite Mannschaft übernahm den Platz – allerdings nicht in der Regionalliga sondern eine Klasse darunter in der Oberliga. Dennoch war es ein mutiger Schritt, denn ein Jahr zuvor war das Team gerade einmal in die Landesliga aufgestiegen. Aber wo soll der Weg nun hinführen?

„Nach der vergangenen Saison haben uns fünf Leistungsträgerinnen verlassen. Daher haben wir vom Kader her nicht den Anspruch, direkt wieder in die Oberliga aufzusteigen“, sagt Jahn-Trainer Uwe Hoffmann. Das Team peile bis zum Ende der Hinrunde einen „guten Mittelfeldplatz“ an. „Dann besprechen wir gemeinsam, ob unsere Ambitionen in der Tabelle nach oben gehen“, sagt Hoffmann. Die Mannschaft habe aber noch ein weiteres Ziel. „Wir wollen den Spaß am Spiel zurückgewinnen“, sagt der Trainer. Nach den jeweiligen Aufstiegen sei der Leistungsdruck zuletzt sehr hoch gewesen.

Zurück zum Derby. In dem erwischen die Bergshäuserinnen um Annette Heidenreich und Lilly Ruge den besseren Start. Sie sind zunächst entschlossener. Stark im Block. Und führen 8:5 und 13:10. Aber dann kämpft sich der TV Jahn in die Partie. Die Gastgeberinnen zeigen mehr Einsatz – und sind im Angriff mutiger. Zuspielerin Christiane Heer setzt ihre Teamkolleginnen gut ein. Vor allen die Außenangreiferinnen Ahmerkamp und Kux punkten mit ihren Schmetterbällen immer wieder. Die Kasselerinnen gewinnen den ersten Satz 25:22. Und führen im zweiten Durchgang schnell 8:1. Mit ihrer Erfahrung kommen die Bergshäuserinnen zwar noch einmal auf 12:16 heran, aber am Ende geht auch Satz zwei mit 25:18 an den TV Jahn – genau wie der dritte Durchgang mit 25:19, in dem die Gäste nun auch zu viele Fehler machen.

FSV-Trainer Thorsten Vockenroth sieht bei seinem Team Defizite im Stellungsspiel. Zudem sei sein Team noch nicht eingespielt. „Zuletzt waren wir im Training nur sechs, sieben Leute. Das hat sich heute bemerkbar gemacht“, sagt der Trainer.

Im ersten Spiel des Tages verlor der TV Jahn etwas überraschend gegen die jungen Frankenbergerinnen mit 1:3 (25:21, 21:25, 20:25, 19:25). Zwar gewannen die Kasselerinnen den ersten Satz, dann kamen die technisch und athletisch starken Gäste aber besser in die Partie. Und sie machten weniger Fehler als der TV Jahn.

Wie lautet das Fazit des Gastgebers nach einer Niederlage und einem Sieg? „Wir beenden den Spieltag mit gemischten Gefühlen. Gegen Frankenberg haben wir uns mehr ausgerechnet. Aber wir können mit den drei Punkten schon leben“, sagt Hoffmann. Schließlich hat sich der TV Jahn ja mit dem Derbysieg getröstet. Foto: Andreas Fischer/nh

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