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Derbyzeit am ersten Spieltag der Fußball-Kreisliga A1

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Von: Alicia Kreth

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In höchster Not geklärt: Rotenburgs Patrik Schneider (vorne, von links) klärt hier vor den beiden Cornbergern Raul Gonzales und Tobias Grömmer, Fußball
In höchster Not geklärt: Rotenburgs Patrik Schneider (vorne, von links) klärt hier vor den beiden Cornbergern Raul Gonzales und Tobias Grömmer. © Alicia Kreth

Gleich zwei Derbys stehen zum Saisonstart der Fußball-Kreisliga A 1 im Fokus.

Braach/Cornberg – Während der TV Braach und die SG Rotenburg/Lispenhausen die neue Spielzeit am Samstag, 16.30 Uhr, in Braach eröffnen, kommt es am Sonntag, 15.30 Uhr, in Cornberg zum Duell zwischen der SG Cornberg/Rockensüß und der SG Nentershausen/Weißenhasel/Solz.

Jeweils ein Heimspiel haben die anderen drei Altkreisvertreter. Die SG Heinebach/Osterbach empfängt in Heinebach den VfL Philippsthal zum Duell der beiden Kreisoberliga-Absteiger, die SG Haselgrund/Breitenbach startet in Breitenbach gegen die SG Aulatal II, und der TSV Baumbach erwartet die SG Niederaula/Kerspenhausen II. Anpfiff ist jeweils um 15.30 Uhr.

TV Braach - SG Rotenburg/Lispenhausen (Sa., 16.30 Uhr, Braach). Mit gemischten Gefühlen sieht man in Braach dem Saisonstart entgegen, der es mit dem Derby gegen die SG Rotenburg/Lispenhausen direkt in sich hat. „Das hätte ich mir anders gewünscht“, gibt Frithjof Winterberg zu, der zusammen mit Jan Burmann in dieser Saison das Trainerduo bildet. Die Gäste sieht er als klaren Favoriten, auch wenn er nach der Sommerpause nicht wisse, was auf sein Team zukommt.

Die Vorbereitung beim TV war laut Winterberg durchwachsen. Durch Urlaub und Corona fielen immer wieder einige Spieler aus. Zudem musste das Team aufgrund der Abgänge von Philipp Röhrig, Hovig Casspar, Garod Khajo und Tom Bickel umgestellt werden. „Wir haben das Bestmögliche draus gemacht“, sagt Frithjof Winterberg, der von seinem Team Fortschritte im Spielerischen sehen möchte und einen einstelligen Tabellenplatz als Ziel ausgegeben hat. Zum Auftakt gegen Rotenburg/Lispenhausen müssen die Braacher nur auf Urlauber Jan Burmann verzichten.

Alle Mann an Bord hat dagegen Rotenburgs Co-Trainer Sascha Aubel, der Trainer Martin Köthe morgen an der Seitenlinie vertritt. Mit der Vorbereitung ist Aubel sehr zufrieden, auch wenn die Generalprobe beim 0:5 gegen die SG Fuldalöwen/Beisetal nicht nach Wunsch verlief. „Die Beteiligung war überragend. Alle haben super mitgezogen, und man hat gemerkt, dass alle Bock haben“, berichtet der Co-Trainer.

Insgesamt zwölf Spieler haben die Rotenburger dazu bekommen, davon sechs aus der eigenen Jugend. „Wir wollen auf die jungen Spieler bauen und sie langsam heranführen. Da sind wir auf einem guten Weg“, so Aubel, der am Saisonende in der Tabelle zwischen Platz drei und fünf stehen will. Den ersten Schritt dafür will die SG morgen mit einem Sieg in Braach machen. „Vor dem ersten Spieltag weiß man nicht, wo man steht. Deshalb ist auch Braach schwer einzuschätzen. Aber das Ziel sind drei Punkte“, so der Co-Trainer.

SG Cornberg/Rockensüß - SG Nentershausen/Weißenhasel/Solz (So., 15.30 Uhr, Cornberg). Für Matthias Franz kommt das „Spiel der Spiele“ am ersten Spieltag zu einem ungünstigen Zeitpunkt. „Wir sind noch nicht so weit, wie ich es mir wünsche. „Wir müssen gucken, wie wir zurecht kommen“, sagt der Trainer der SG Cornberg/Rockensüß und spricht von einer schlechten Vorbereitung. Die Trainingsbeteiligung hätte besser sein können, und durch die sehr dünne Personaldücke war Franz jede Woche zu Umstellungen gezwungen. „Dadurch entstand kein Spielfluss“, erklärt der Coach, der die Ansprüche deshalb in diesem Jahr herunterschraubt. „Ein einstelliger Tabellenplatz wäre mein Wunsch.“

Ein großes Thema sind die personellen Probleme. Dominik Stöhr weilt beruflich in Frankfurt und fehlt daher öfter, Dominik Baum ist aktuell beruflich in den USA unterwegs. Während sich Marvin Moritzer nach seinem Kreuzbandriss zumindest im Aufbautraining befindet, stehen Nico Greiffenberger (Knie-OP), Christian Gutwein (Probleme am Sprunggelenk) und Fabian Franz (Zerrung) aktuell nicht zur Verfügung. Franz schiebt die Favoritenrolle deshalb auch den Gästen zu, die er zu den Top Vier der Liga zählt.

Doch Matthias Sippel, Trainer der SG Nentershausen/Weißenhasel/Solz, sieht sein Team nicht in der Favoritenrolle. „Wir haben im Sturm Federn gelassen. Das werden wir in der Breite kompensieren können, aber nicht so wie erhofft“, sagt er. Denn neben den Abgängen von Kevin Schaffartzick, Milosz Wojnar und Marven Thiel fällt auch Tim Bachmann mit Verdacht auf Meniskusriss vorerst aus.

Das Derby kommt für Sippel nach einer soliden Vorbereitung daher ebenfalls zu einem ungünstigen Zeitpunkt. „Wir müssen erstmal sehen, wie wir in die Saison kommen.“ Zwar hat die Dreier-SG, die der Coach im oberen Tabellendrittel sieht, sieben Spieler dazugewonnen, doch müsse sich das Team auf dem Platz erstmal finden. Für den Saisonauftakt in Cornberg müssen die Nentershäuser auf Defensivakteur Jonas Schmauch verzichten. Zudem sind die Einsätze von Philipp Berg und Till Heinzerling fraglich.

(Alicia Kreth)

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