„Ich empfinde große Vorfreude“

Deutsche Handballerinnen vor WM in Spanien guten Mutes – Ex-Kirchhöferin Johanna Stockschläder dabei

Erstmals bei einer WM dabei: die deutsche Nationalspielerin Johanna Stockschläder, die früher in Bad Wildungen und Kirchhof aktiv war. 2
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Erstmals bei einer WM dabei: die deutsche Nationalspielerin Johanna Stockschläder, die früher in Bad Wildungen und Kirchhof aktiv war.

Vor dem Start der Handball-WM der Frauen in Spanien blicken wir auf das deutsche Team, zu dem auch eine Spielerin gehört, die schon für die HSG Bad Wildungen und die SG 09 Kirchhof im Einsatz war.

Kassel - Im Herbst 2015 spielte Johanna Stockschläder für den nordhessischen Klub SG 09 Kirchhof in der 2. Handball-Bundesliga. Ihr Erstspielrecht hatte die Linksaußen damals bei den Vipers der HSG Bad Wildungen, mit der sie 2014 in die höchste Klasse aufgestiegen war. Insgesamt vier Jahre sammelte Stockschläder in dieser Region wichtige Erfahrungen. Mittlerweile steht die 26-Jährige beim Erstligisten Neckarsulm unter Vertrag – und nun vor ihrem ersten großen Turnier.

Mit der Frauen-Nationalmannschaft nimmt sie an der morgen beginnenden Weltmeisterschaft in Spanien teil.

„Für mich wird es natürlich bei meiner ersten WM einige neue Eindrücke geben, aber ich empfinde große Vorfreude auf das, was jetzt auf uns zukommt“, sagt Stockschläder. Zur guten Stimmung trug das Abschneiden beim Vier-Nationen-Turnier am vergangenen Wochenende in Madrid bei, wo das Team von Bundestrainer Henk Groener zwei von drei Partien klar gewann und WM-Gastgeber Spanien lediglich 22:23 unterlag. Ernst wird es für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) erstmals am Donnerstag ab 18 Uhr gegen Tschechien. Die weiteren Vorrundengegner heißen Slowakei (Samstag, 18 Uhr) und Ungarn (Montag, 20.30 Uhr, alle live bei sportdeutschland.tv).

Gegen die Slowakinnen gelang dem DHB-Team im Test am Samstag ein 32:25-Erfolg. „Wir gehen mit einem sehr guten Gefühl in die Vorrunde. Alles andere wird sich dann zeigen“, erklärt Stockschläder. Deutschland trägt seine Gruppenspiele in Lliria bei Valencia aus, wo der DHB-Tross gestern nach fünfstündiger Busfahrt eingetroffen ist.

Bundestrainer: Henk Groener.

Anders als die Europameisterschaft vor einem Jahr in Dänemark wird die WM jetzt mit Zuschauern ausgetragen – für sämtliche Beteiligten gilt die 2G-Regel. „Tschechien, Slowakei und Ungarn sind allesamt unangenehme Gegner. Aber sie spielen einen Handball, den wir kennen“, erklärt Bundestrainer Groener. Eine genaue Zielsetzung in Form einer Platzierung lässt sich DHB-Sportvorstand Axel Kromer nicht entlocken. Seine einzige Vorgabe: „Wir müssen konstant gute Leistungen zeigen.“

Die Turnierfavoriten sind ohnehin andere – von Olympiasieger Frankreich über Titelverteidiger Niederlande bis bis hin zu Rekord-Europameister Norwegen, den Russinnen und Gastgeber Spanien. Das Endspiel findet am 19. Dezember ab 17.30 Uhr in Granollers statt.

Gebürtige Dänin: Silje Brons Petersen.

Die Hoffnungsträgerinnen im deutschen Team kommen vor allem von den drei Vereinen Ferencvaros Budapest, Borussia Dortmund und SG BBM Bietigheim. Zumal diese Klubs mittlerweile international beachtliche Erfolge vorweisen können. Neben Akteurinnen wie der Dortmunder Spielmacherin Alina Grijseels sowie den erfahrenen Rückraumkräften Emily Bölk (Budapest) und Xenia Smits (Bietigheim) verdient allerdings auch Silje Bröns Petersen vom Tus Metzingen besondere Beachtung. Die gebürtige Dänin besitzt erst seit einem Monat die deutsche Staatsbürgerschaft. Ihren Einstand gab sie beim Tag des Handballs in Düsseldorf. „Silje ist spielstark und kreativ. Sie ist eine gute Ergänzung zu Alina“, betont Groener.

Insgesamt schätzt der Niederländer seine Mannschaft „homogener“ als bei der EM ein. Die Fans dürfen auch gespannt sein, wie sich Stockschläder einbringt – bei ihrem ersten großen Turnier. (Björn Mahr)

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