Auftakt am Donnerstag gegen Rumänien

Deutscher Co-Trainer Alexander Koke blickt positiv auf Start der Handball-EM

Kim Naidzinavicius startet mit der DHB-Auswahl heute ins Turnier.
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Führungsspielerin in der deutschen Mannschaft: Kim Naidzinavicius startet mit der DHB-Auswahl heute ins Turnier.

Vorweihnachtszeit ist immer auch Handball-Zeit. Ganz besonders für die Handballerinnen, die im Dezember immer mit ihren Nationalteams bei großen Turnieren im Einsatz sind. Heute beginnt die EM der Frauen in Dänemark – und für das deutsche Nationalteam geht es um 18 Uhr mit einem Spiel gegen Rumänien los.

Vorweihnachtszeit ist immer auch Handball-Zeit. Ganz besonders für die Handballerinnen, die im Dezember immer mit ihren Nationalteams bei großen Turnieren im Einsatz sind. Heute beginnt die EM der Frauen in Dänemark – und für das deutsche Nationalteam geht es um 18 Uhr (www.sportdeutschland.tv) in Kolding mit einem Spiel gegen Rumänien los. Da es beim Gegner einen Coronafall gegeben hatte, stand die Austragung der Partie bis gestern auf der Kippe.

Die deutsche Mannschaft muss noch auf Bundestrainer Henk Groener verzichten. Der Niederländer darf trotz überstandener Corona-Erkrankung erst nach einem aktuellen negativen Test nach Dänemark einreisen. So ist sein Assistenzcoach Alexander Koke noch etwas mehr gefordert. Der 41-Jährige war früher unter anderem Profi bei der MT Melsungen, der SVH Kassel und der TG Münden. Wir haben mit Koke über die EM gesprochen.

Co-Trainer der deutschen Handball-Nationalmannschaft: Alexander Koke.

Alexander Koke über…

...die anstehende EM: Ich bin positiv gestimmt. Wir hatten eine gute Anreise nach Dänemark. Jetzt sind wir in Kolding in der Blase. Außer dem Hotel und dem Bus, der uns zur Halle bringt, sehen wir nichts. Dass es eine besondere Europameisterschaft wird, ist innerhalb der Mannschaft kein Thema.

...die schwierige Vorbereitung: Trotz aller Schwierigkeiten: Ich konzentriere mich auf die positiven Seiten. Zwar hatten wir keinen Härtetest, aber dafür hatten wir mehr Zeit, um uns mit unserem Spiel zu beschäftigen. Mein Eindruck ist, dass sich ein Kollektiv gefunden hat. Wir haben eine gute Atmosphäre in der Mannschaft. Jetzt gilt es, auch auf dem Feld Zuversicht auszustrahlen und mit voller Überzeugung das Auftaktspiel zu bestreiten.

...die Stärke im deutschen Kader: Ganz klar: unser Abwehrspiel. Wir haben eine hohe Aggressivität, die es ermöglicht, ins Tempospiel zu kommen. Im Deckungszentrum haben wir mit Kapitänin Kim Naidzinavicius, Julia Behnke, Xenia Smits, Shenia Minevskaja und Luisa Schulze gleich mehrere Spielerinnen, die Sicherheit hineinbringen können.

...die Blockbildung im Kader: Ich halte es für einen Vorteil, wenn du mehrere Spielerinnen eines Klubs dabei hast. Denn: Du hast ja nicht viel Zeit zur Vorbereitung – und da ist es einfach sinnvoll, wenn einige Handballerinnen in der Mannschaft schon aus ihren Vereinen eine gute Verbindung zueinander haben.

...die Erfolgsaussichten: Wir haben erst einmal nur ein Ziel: Wir wollen gegen Rumänien erfolgreich ins Turnier starten. Dazu müssen wir unser Spiel durchbringen und den nötigen Druck auf den Gegner aufbauen.

...die Medaillenanwärter: Die Norwegerinnen machen einen guten Eindruck, auch die Niederländerinnen gehören zu den Favoriten. Gespannt bin ich auf Gastgeber Dänemark. Wir tun allerdings gut daran, wenn wir uns erst einmal nur auf uns konzentrieren.

...die fehlende Präsenz im Fernsehen: Unsere Mannschaft berührt das nicht. Es ist einfach für unseren Sport sehr schade, dass es keine Übertragung im TV gibt. Immerhin gibt es die Livestreams bei sportdeutschland.tv. (Björn Mahr)

Zur Person: Alexander Koke

Alexander Koke (41) ist gebürtiger Detmolder. Er war zunächst Bundesliga-Handballer in Lemgo. Weitere Stationen waren unter anderen: MT Melsungen, Bayer Dormagen, SVH Kassel, TG Münden und TuS Ferndorf. Nun ist er als Co-Trainer der deutschen Jugend- und der Frauen-Nationalmannschaft tätig. Koke, der in Erfurt lebt, lehrt als promovierter Sportwissenschaftler an der Uni Halle-Wittenberg. Er ist liiert und hat zwei Kinder.

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