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Deutschland glänzt mit Kapitän Sippel beim Socca World Cup in Budapest

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Von: Sebastian Schmidt

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Gut gebrüllt: Deutschlands Kapitän Kim Sippel (TSV Wabern), hier nach seiner Parade im Penaltyschießen gegen Gastgeber Ungarn, wurde bei der Kleinfeldfußball-WM als bester Torwart ausgezeichnet.
Gut gebrüllt: Deutschlands Kapitän Kim Sippel (TSV Wabern), hier nach seiner Parade im Penaltyschießen gegen Gastgeber Ungarn, wurde bei der Kleinfeldfußball-WM als bester Torwart ausgezeichnet. © Julian Meusel/DKFV

Das lief ausgezeichnet für Kim Sippel: Der Torhüter des Verbandsligisten TSV Wabern führte Deutschland als Kapitän beim Socca World Cup, der Weltmeisterschaft im Kleinfeldfußball, bis ins Halbfinale.

Wabern/Budapest – Am Ende musste sich das Team in Ungarns Hauptstadt Budapest zwar mit dem vierten Platz begnügen, aber Sippel wurde zum besten Rückhalt des Turniers gewählt. „Es macht mich total stolz, dass die anderen Teams für mich abgestimmt haben. Trotzdem hätte ich mit unserer geilen Truppe natürlich lieber eine Medaille geholt“, erklärt er ganz Teamplayer.

Für Sippel war es die dritte WM im Trikot des DKFV, dem Deutschen Kleinfeld-Fußball-Verband. Trainer Malte Froehlich aus Göttingen hatte die Mannschaft stark verjüngt. Daher war die Erwartungshaltung nicht so groß wie beim Titelgewinn 2018.

19:0 und zweimal 7:0

Acht Spiele binnen acht Tagen über zweimal 20 Minuten hatte Deutschland zu bestreiten. Zum Auftakt setzte es eine 1:2-Niederlage gegen Lettland. Danach ließ es das Froehlich-Team krachen: 19:0 gegen Algerien, 7:0 gegen den Oman und 7:0 gegen Nigeria, das gegen Lettland gewonnen hatte. Somit sicherte sich Deutschland den Sieg in der Gruppe H.

Und hatte im Achtelfinale eine ganz harte Nuss zu knacken. Denn der erste Gegner in der K.O.-Phase waren die Gastgeber – frenetisch unterstützt von 2700 Zuschauern. Deutschland ging dennoch mit 2:0 in Führung, kassierte aber den Ausgleich, so es zum Penaltyschießen kam. Hier parierte Sippel trotz Handverletzung entscheidend. „Adrenalin ist das beste Schmerzmittel“, sagt er augenzwinkernd.

WM 2023 in Essen

Nach einem furiosen 8:3-Sieg über die Ukraine war indes der spätere Weltmeister Brasilien beim 5:1 im Halbfinale zu stark für Deutschland. Auch, weil dem Team angeschlagen und verletzt vier Mann aus dem 12er-Kader fehlten. „Wir hatten am Ende nicht mehr die nötigen Körner“, sagte Sippel nach dem 1:3 im Spiel um den dritten Platz gegeben Polen.

Was nichts an der ausgezeichneten Vorstellung änderte, bei der Niklas Kühle (10 Tore, Wolfsbüttel), Kilian Seinsche (9, Homburg), Benedict Chandra (8, Braunschweig) und Julen Mediavilla (6, Northeim) die besten Schützen waren. Vier weitere Gründe, warum sich nicht nur Sippel auf die Heim-WM im Juni 2023 in Essen freut. (Sebastian Schmidt)

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