Mehr Einsatz für den Amateursport

DFB und DOSB gründen Initiative „Draußen muss drin sein“

Nicht nur bei den Profis, auch bei den Amateuren soll der Ball wieder rollen.
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Nicht nur bei den Profis, auch bei den Amateuren soll der Ball wieder rollen: Damit das, wie auf dem Symbolbild zu sehen, klappt, setzt sich der DFB gemeinsam mit dem DOSB für die Initiative „Draußen muss drin sein“ ein.

Bewährte Hygienekonzepte und innovative Trainingsideen sind zur Genüge ausgearbeitet worden. Ein erhöhtes Ansteckungsrisiko auf dem Spielfeld wurde wissenschaftlich widerlegt.

Eschwege ‒ Und doch stehen weite Teile des Amateursports seit mehr als einem halben Jahr weitgehend still. Die Sehnsucht nach einem Schritt zurück zur Normalität wächst auf allen Ebenen.

Gemeinsam mit seinen Regional- und Landesverbänden sowie dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) deshalb unlängst eine Kampagne für den Amateur- und Breitensport ins Leben gerufen, die auch bei hiesigen Vereinen überwiegend Anklang findet.

Unter dem Titel „Draußen muss drin sein“ fordert die Initiative die schnellstmögliche Wiederzulassung des organisierten Sports unter freiem Himmel, der zunächst im Trainings-, anschließend jedoch auch im regulären Wettkampfbetrieb durchgeführt werden soll.

Bis Juni unterzeichnen

Mitglieder aus Vereinen sämtlicher Sportarten sowie Sportbegeisterte aller Leistungsklassen sind in diesem Zuge noch bis Anfang Juni dazu aufgerufen, das Vorhaben durch Unterzeichnung der entsprechenden Online-Petition zu unterstützen, um ihrer Aussagekraft zusätzliches Gewicht zu verleihen.

Obwohl Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier vor Kurzem aufgrund sinkender Infektionszahlen auch für das Fußballgeschehen in Hessen eine klare Perspektive aufgezeigt hat, haben sich bereits jetzt zahlreiche Vereine und Aktive aus dem Werra-Meißner-Kreis an der parallel zur Petition gestarteten Offensive in sozialen Netzwerken beteiligt und ihre Stimme abgegeben.

Waldkappel hofft

So auch Fußball-Kreisoberligist TSV Waldkappel, in dessen Reihen man sich vor allem für die jungen Nachwuchstalente eine baldige und langfristige Rückkehr zum gewohnten Trainingsalltag wünscht: „Wir unterstützen die Aktion selbstverständlich und hoffen, wie alle, dass es so schnell wie möglich wieder in voller Mannschaftsstärke auf den Platz geht. Denn mit einem Training in Fünfergruppen beispielsweise wird man auf Dauer keinem der Beteiligten gerecht“, befindet Henrik Stöber, erster Vorsitzender der Fußballabteilung des TSV.

Seinen Worten pflichtet Florian Süss, Spieler und zugleich Funktionär der SG Frieda/Schwebda/Aue, uneingeschränkt bei, nennt allerdings weitere Gründe, die ihn zur virtuellen Unterschrift veranlasst haben: „Derzeit habe ich das Gefühl, dass der Amateursport – nicht nur der Fußball – ein Stück weit vergessen wurde oder für nicht besonders wichtig erachtet wird. Und das, obwohl das Infektionsrisiko nachweislich gen null tendiert“, führt der 27-Jährige auf Nachfrage hin aus.

SCN zurückhaltend

Beim SC Niederhone hingegen hält man sich mit intensivierten Forderungen weitgehend zurück: „Oberste Priorität hat die Bekämpfung der Pandemie, von Schnellschüssen profitiert am Ende niemand“, meint Spartenleiter Andreas Pleyer, der stattdessen jegliche Hoffnungen in den weiteren Erfolg der Bundesnotbremse sowie den hessischen Stufenplan setzt, obgleich dieser erst in einem zweiten Schritt einen annähernd normalen Trainingsbetrieb in Aussicht stellt. (Lea Hüther)

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