1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport

Bei Eintracht Baunatal war die Luft raus

Erstellt:

Von: Martin Scholz

Kommentare

Die Handballer von Eintracht Baunatal mit Phil Räbiger (vorn) hatten beim ungeschlagenen Tabellenführer EHV Aue am Ende keine Chance. archi
Die Handballer von Eintracht Baunatal mit Phil Räbiger (vorn) hatten beim ungeschlagenen Tabellenführer EHV Aue am Ende keine Chance. © Andreas Fischer

Im Erzgebirge waren sie gewarnt und haben die Warnung ernst genommen. Beim EHV Aue mussten die Drittliga-Handballer des GSV Eintracht Baunatal am Samstagabend eine deutliche 23:35 (12:17)-Niederlage hinnehmen. „Wir haben von Anfang an gespürt, dass Aue extrem fokussiert war, weil sie ihr Spiel bei uns fast verloren hätten“, sagte Eintracht-Trainer Dennis Weinrich nach der Begegnung, beim der die Gastgeber vor 1256 Zuschauern einen neuen Heimrekord aufstellten.

Der EHV Aue ist damit weiter das einzige ungeschlagene Team in der 3. Liga und bleibt auf Kurs für den Wiederaufstieg. „Wir hatten großen Respekt mit Blick auf das Hinspiel in Baunatal“, räumte EHV-Trainer Stephan Just nach dem Abpfiff ein.

„Sie hatten aber nicht nur Respekt, sondern haben es auch geschafft ihren wichtigen Rückraumspieler Elias Gansau optimal durch Bruno Levak zu ersetzen“, lobte Weinrich später die Gastgeber, bei denen Torhüter Pascal Bochmann mit 13 Paraden glänzte, während Levak für zehn Feldtore sorgte. Möglich wurde das auch deshalb, weil der von einem grippalen Infekt geschwächte Fynn Reinhardt nur zu zehn Einsatzminuten kam und im Mittelblock fehlte.

Dennoch blieben die Baunataler die ersten 25 Minuten immer auf Tuchfühlung, weil Lasse Reinhardt und Phil Räbiger Akzente setzten. Mit mehr als zwei Toren konnten sich die Sachsen nicht absetzen und durften sich nicht in Sicherheit wiegen. „In den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit haben wir dann allerdings zwei Tempogegenstöße vermasselt und nur ein Tor erzielt, Aue aber vier“, kennzeichnete Weinrich später eine Bruchstelle des Eintracht-Spiels.

Und so ging das in der zweiten Halbzeit auch weiter. Weinrich brachte zwar das komplette Torhüter-Trio zum Einsatz, konnte aber dem Spiel nicht mehr die entscheidenden Impulse geben. „Die Luft war am Ende raus. Wir hätten einen Top-Tag wie gegen Erlangen gebraucht, um gegen Aue gewinnen zu können. Verloren haben wir allerdings nicht nur das Torhüter-Duell, auch im Angriff hatten wir mit Problemen zu kämpfen“, sagte Weinrich, denn offensiv hakte es im Erzgebirge gleich an mehreren Stellen.

So war Leo Helbing vom Kreis nur mit einem Tor erfolgreich, während Jan-Erik Kleinschmidt dieses Mal aus der Nahdistanz nichts Zählbares beisteuerte. Das Gleiche galt für Linkshänder Kevin Trogisch. Und damit nicht genug: Auch Rechtsaußen Benjamin Fitozovic musste sich dieses Mal mangels optimaler Anspiele mit einem Tor begnügen. „Aue hat es geschafft, uns in der Mitte zu binden, Benny kam daher zu wenig zum Einsatz“, musste Weinrich eingestehen, zollte aber zugleich den Gastgebern Respekt: „Aue war voll konzentriert und entsprechend siegeswillig“.

Nicht als Entschuldigung gelten lassen wollte Weinrich, dass die Baunataler wegen Problem mit dem Bus erst eine Stunde vor dem Anpfiff an der Erzgebirgshalle eingetroffen war. „Es hat dieses Mal eben nicht für eine Überraschung gereicht, aber wir gehen trotzdem positiv in die Winterpause.“ (Martin Scholz)

Aue: Bochmann - Blecha 6, Löpp 1, Lange, Paraschiv 2, Levak 10, Jerebie 2, Mubenzem 4, Slachta, Sova 1, Schreiber, Lux 7/2, Roch 2, Planken

Baunatal: Goldmann (1. - 38.), Lohrbach (38. - 50.), Mügge (50. - 60.) - Gabriel 6/1, Fynn Reinhardt 1, Lasse Reinhardt 2, Geßner 7, Räbiger 4, Fitozovic 1, Bieber, Batz, Trogisch, Kleinschmidt, Helbing 1, Kurtz 1

SR: Jennifer Eckert/Maria Ludwig Zuschauer: 1256

Siebenmeter: 2/2:1:1

Strafminuten: 4:2

Spielverlauf: 3:2 (6.), 5:5 (10.), 8:8 (16.), 12:10 (24.), 15:11 (27.), 19:14 (35.), 23:17 (40.), 27:18 (46.), 33:21 (53.)

Auch interessant

Kommentare