„Die Mannschaft ist intakt“

Handball-Landesliga: Trainer Meinl im Interview über Auftakt der SVR-Damen

Trainer Matthias Meinl möchte mit den Damen des SV Reichensachsen vor allem mit dem Abstieg in der Handball-Landesliga nichts zutun haben.
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Trainer Matthias Meinl möchte mit den Damen des SV Reichensachsen vor allem mit dem Abstieg in der Handball-Landesliga nichts zutun haben.

Über ein Jahr ohne Pflichtspiel haben für die Handballspielerinnen des SV Reichensachsen am Sonntag um 16:30 Uhr ein Ende.

Reichensachsen - Für den Aufsteiger aus der Saison 2019/2020 steht in der Landesliga das erste Heimspiel auf dem Programm. Die Mannschaft um Trainer Matthias Meinl empfängt die HSG Großenlüder/Hainzell.

In der Vorbereitung hat der SV Reichensachsen zu Hause gegen Eintracht Böddiger mit 22:29 verloren. Das Auswärtsspiel in Böddiger wurde mit 29:25 gewonnen, während die beiden Tests gegen die HSG Zwehren Kassel mit einem Remis (20:20, 26:26) endeten. Wir haben mit Meinl vorab über die Vorbereitung, die Saison und sein Team gesprochen.

Wie hält man in einer so langen Pause seine Spielerinnen bei Laune?

Alle waren sehr motiviert. Als draußen wieder Sport möglich war, wurde gelaufen mit Trainer Hartmut Herbig. Laura Heckmann hat ein Online-Training vorbereitet, sodass der Kontakt nicht abgerissen ist. Unterdessen haben wir miteinander telefoniert und geschrieben.

Auf welche Punkte hast du beim Wiedereinstieg ins Training geachtet?

Trainingssteuerung und Umfang standen im Fokus. Langsam steigern. Die Muskulatur musste wieder an die Halle gewöhnt werden. Nur von der Grundkondition waren die Spielerinnen fit. Anfangs haben wir angefangen mit lockerem Laufen und Ballhandling. Die Würfe waren nicht mehr so wuchtig. Erst Mitte Juli und nach vier Wochen Vorbereitung haben wir wieder dreimal pro Woche trainiert.

Woran wurde im taktischen Bereich denn vor allem gearbeitet?

Die Kreuzbewegung galt es zu verbessern. Das ist ein taktisches Mittel, das wir brauchen. Wir haben keine Zwei-Meter-Frau, die Tore aus elf Metern wirft. Wir müssen uns unsere Tore durch Schnelligkeit, Technik und gute Kreuzbewegungen erarbeiten.

Deine Mannschaft wird in der Landesliga eine der physisch schwächsten Aufstellungen stellen. Warum werdet ihr trotzdem erfolgreich sein?

Wir haben ein sozial völlig intaktes Team. Die Emotionen, der Siegeswille ist in dieser Mannschaft sehr ausgeprägt. Das Team, das den Namen Mannschaft wirklich verdient, ist extrem trainingsfleißig. Im September und Oktober waren alle Spielerinnen im Training. Die Arbeit als Trainer macht mir so enorm viel Spaß, weil man ständig Entwicklungen sieht. Und am Rande: Vier Linkshänder sind für mich als Trainer eine gute Option.

Wie wichtig ist Gerhardt Reinhardt, der ehemalige Schlussmann des TV Eitra, der bei euch seit einem Jahr als Torwarttrainer aktiv ist?

Er ist goldwert, er fühlt sich wohl bei uns und gibt den Torfrauen Saskia de Vos, Laura Hesse sowie Jessica Schneider und Emily Heckmann aus der zweiten Mannschaft viele wichtige Tipps in puncto Stellungsspiel. Gewichte, Fitness-bänder und Medizinbälle hat er immer mit dabei. Lydia Weiner macht alles als Betreuerin. Die Rahmenbedingungen stimmen.

Seit Jahren präsentiert der SV Reichensachsen keine Neuzugänge, sondern setzt stattdessen auf die ausgesprochen gute Jugendarbeit. Fluch oder Segen?

Das ist ein Segen. Die erste Mannschaft spielt in der Landesliga, die zweite in der Bezirksoberliga Beide haben einen Trainer und Betreuerstab. Alle Jugendmannschaften sind besetzt, die B-Jugend spielt in der Landesliga. So was findet man hier im Umkreis nicht. Wir halten Augen und Ohren auf, aber es muss eine Verstärkung sein und keine bloße Ergänzung.

In welcher Tabellenregion will der SV Reichensachsen in der Handball-Landesliga am Ende der Saison landen?

Ziel ist es, dritter in der 5er-Gruppe zu werden, um absolut gar nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Ob das machbar ist, wird man dann sehen. (mhz)

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