Berglauf

Die Meister Stuckhardt und Starostzik bibbern am Herkules

Das Ziel vor Augen: In Kleingruppen starteten die Aktiven des offenen Laufes zum REHAmed-Herkules-Berglauf des PSV Grün-Weiß im Bergpark Kassel-Wilhelmshöhe.
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Das Ziel vor Augen: In Kleingruppen starteten die Aktiven des offenen Laufes zum REHAmed-Herkules-Berglauf im Bergpark Wilhelmshöhe.

Anna Starostzik (Spiridon Frankfurt) aus Baunatal und Philipp Stuckhardt (Laufteam Kassel) aus Bad Hersfeld sind die Hauptklassen-Sieger bei der Berglauf-Hessenmeisterschaft in Kassel-Wilhelmshöhe.

Kassel - Beide mussten im Ziel am Herkules bei Nieselregen aber lange bibbern, bis ihr Titelgewinn klar war. Denn aufgrund der Corona-Bedingungen starteten die Teilnehmer in Zehner-Wellen mit jeweils einer Minute Abstand auf die nächste Gruppe. Philipp Stuckhardt, in der ersten Welle, setzte sich nach etwa einem Kilometer ab und hatte im Ziel nach 29:25 Minuten 42 Sekunden Vorsprung auf den Zweiten.

„Berglauf ist mein Ding“, meinte der 28-Jährige, der bei seinem erst dritten Berglauf seinen Hessen-Titel verteidigte. Dabei hatte der für das Laufteam Kassel startende Athlet in der Vorwoche noch mit dem Training aussetzen müssen, weil dem Landwirt ein Schaf mit dem Kopf gegen ein Knie gestoßen hatte.

Philipp Stuckhardt

Als Erster am Herkules, musste Stuckhardt fast eine Viertelstunde warten, bis die stärksten Rivalen eintrafen und klar war, dass diese seine Zeit nicht knacken konnten.

Frauen-Siegerin Anna Starostzik musste sich sogar noch etwas länger gedulden. Eine Stunde nach ihrer Zielankunft in 34:26 Minuten war beim Blick auf die Internet-Ergebnisseite klar, dass die dreifache Hessenmeisterin über 10 000 Meter ihren ersten Berglauf-Titel sicher hatte. „Ich wusste gar nicht, dass ich auch Berglauf kann“, sagte die 32-Jährige vom ausrichtenden PSV Grün-Weiß Kassel. „Das wird nicht mein letzter Berglauf gewesen sein.“

Anna Starostzik

Mitfavoritin Sandra Morchner (PSV) musste übrigens aussteigen, nachdem sie umgeknickt war. Kurzzeitig Hektik war bei dem Veranstalter am Freitag aufgekommen: Bei der Streckenbeschilderung fiel auf, dass bei Kilometer 4,2 ein großer Baum auf die Route gestürzt war. Kurzfristig musste die Streckenführung geändert werden. Diese führte dann über den Wumbergsattel.

Aber alles klappte. Kein Läufer kam von der Strecke ab, die nun mit 8,3 Kilometern einen Kilometer länger war. „Einige Rampen war hart“, sagte Anna Starostzik, die sich über die kühlen Temperaturen und „ideales Läuferwetter“ freute. Philipp Stuckhardt, der mit Marius Puchta und Felix Kaiser auch den Team-Titel holte, meinte: „Ein Lob an den PSV, dass er den Berglauf trotz Corona ausgerichtet hat.“

(Sebastian A. Reichert; 2 Archivfotos: Lothar Schattner/nh)

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