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Fußball-Gruppenliga: Hohe Luft, Eiterfeld und Aulatal zeigen gute Einstellung

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Gute Kulisse am ersten Spieltag: Rund 350 Zuschauer verfolgten das Derby zwischen dem FSV Hohe Luft und Eiterfeld/Leimbach.
Gute Kulisse am ersten Spieltag: Rund 350 Zuschauer verfolgten das Derby zwischen dem FSV Hohe Luft und Eiterfeld/Leimbach. © Friedhelm Eyert

Nein, unzufrieden war die Mannschaft des Fußball-Gruppenligisten FSV Hohe Luft mit dem 0:2 am Samstag gegen den Favoriten aus Eiterfeld nicht.

Bad Hersfeld - „Der Kampfgeist war okay, unsere Einstellung hat gestimmt“, sagte Waldemar Hafner. „Selbst als wir in Rückstand lagen, haben wir noch gekämpft, zumindest versucht, nach vorne zu kommen.“

Der Trainer des Aufsteigers hatte die Fehler gesehen, die zu den Gegentoren führten. „Die hätten nicht unbedingt sein müssen.“ Allerdings sah auch er ein, dass die Niederlage kaum abzuwenden war. Eiterfeld habe schon verdient gewonnen, so Hafner. Wie dicht, wie undurchdringbar die Gäste-Abwehr war, war in Hälfte zwei zu sehen. Selbst die beiden eingewechselten „Emma“ Crawford und Pasqual Belosicky fanden keine Lücken.

„Eiterfeld kann nicht unser Maßstab sein“, ergänzte Marvin Gerharz, der am Samstag seinen 27. Geburtstag feiert. „Wir müssen zusehen, das wir unsere ersten Punkte entweder am Freitag bei FT Fulda oder am Sonntag gegen Horas holen.“ Auch Jan Nöding sah das so. „Wir haben keinen richtigen Spielaufbau gehabt, keine klare Aufgabenverteilung. Und uns auch zu viele Fehlpässe geleistet. Wir müssen uns an die Gruppenliga noch gewöhnen. Bei Eiterfeld hat man gesehen, dass sie ein klares System spielen, die Handschrift von Ante Markesic ist deutlich erkennbar.“

Aber auch der Gast war nicht frei von Fehlern. „Wir haben gesehen, wo die liegen“, sagte der zweifache Torschütze Kevin Kurz. „Und zwar weniger im Aufbau, sondern vielmehr im Abschluss.“ Kurz selbst vergab in der zweiten Hälfte eine Großchance. Dafür war aber sein 2:0 sehenswert, als er fast mit dem Pausenpfiff eine Flanke von Tim Hartwig aus 12 Metern verwertete.

Hartwig, der sich auf der Außenbahn packende Laufduelle mit Ibrahim Oussmann lieferte, wobei er die berühmte Fußspitze oft vorn hatte, fand, dass es ein gerechtes Ergebnis war. Zum krönenden Abschluss bei seinem alten Verein fehlte Tim Hartwig nur ein Treffer.

Auch er hatte zwei Chancen auf dem Fuß, die zu Toren hätten führen müssen und nur die berühmten Zentimeter fehlten. Hartwig, der in der Winterpause der vergangenen Serie gewechselt war, fühlt sich wohl in Eiterfeld. „Ich habe mich dort prima eingefunden, auch das Umfeld ist optimal. Die Trainingsmöglichkeiten in Eiterfeld sind perfekt.“ Mehr als Gruppenliga – das ist wieder das Ziel der Eiterfelder.

Luca Eckhardt (links) war im Heimspiel der SG Aulatal gegn Großenlüder der herausragende Spieler. Er schoss unter anderem auch den Siegtreffer.
Luca Eckhardt (links) war im Heimspiel der SG Aulatal gegn Großenlüder der herausragende Spieler. Er schoss unter anderem auch den Siegtreffer. © Friedhelm Eyert

Nach einem starken sechsten Tabellenplatz in der Gruppenliga-Aufstiegsrunde der abgelaufenen Serie knüpfte die SG Aulatal dort an, wo sie zuletzt aufgehört hatte. Sie siegte auch am ersten Spieltag der neuen Saison knapp mit 4:3 gegen Großenlüder und dies für viele ein wenig überraschend. Ersatzgeschwächt erkämpfte sich die Elf von Martin Friedrich drei Punkte zum Start. Auffällig war auch Martin Friedrich – bereits beim Warmmachspiel vor der Partie gab der Coach lautstark seinen Jungs Kommandos, klatschte ab, verbesserte, gab hilfreiche Tipps und war mit Feuer und Flamme dabei. Und während des Spiels sah das nicht anders aus. „Wir haben es uns heute durch individuelle Fehler unnötig spannend gemacht. Und dem Gegner noch das 3:3 ermöglicht. Aber dann haben wir trotzdem Mentalität gezeigt und mit dem 4:3 den Faden wieder aufgenommen, den wir kurzzeitig aus der Hand gegeben haben“, sagte Friedrich.

Unterstützung bekam er während der 90 Minuten von Max Schuch an der Seitenlinie. Schuch möchte nach langer Verletzung erst wieder richtig fit werden. Aulatals nächste Aufgabe: Sonntag bei FT Fulda.
(Hartmut Wenzel, Sebastian Krause )

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