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Sprinterin Emma Schikarski hat ihre Ziele klar vor Augen

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Absolut keine Couch-Potato: Emma Schikarski auf dem Roten Sofa der Hersfelder Zeitung.
Absolut keine Couch-Potato: Emma Schikarski auf dem Roten Sofa der Hersfelder Zeitung. © Rainer Henkel

Die Arbeit der Leichtathletik-Abteilung im TV Hersfeld trägt immer mehr Früchte: Das Blau-Weiß des größten Sportvereins der Kreisstadt taucht immer öfter bei regionalen und überregionalen Meisterschaften auf.

Bad Hersfeld - Mehrfach hat jetzt Emma Schikarski zum Erfolg beigetragen. Die 16-Jährige wurde kürzlich über 100 Meter Nordhessische Meisterin. 12,59 Sekunden lief sie da, zwei Hundertstelsekunden nur langsamer als ihre Bestleistung aus dem Vorjahr.

Angefangen hat alles in der Turnabteilung des TV Hersfeld, in der Emma Schikarski früh aktiv war. Dann wurde unter Regie der Trainer Martin Triebstein und Tordis Fleischmann die Leichtathletikabteilung wieder aufgebaut. „Ich habe mir das einmal angeschaut, und es hat gleich Spaß gemacht“, erzählt Emma Schikarski.

Durch ihre turnerische Vorbildung hatte die Obersbergschülerin naturgemäß Vorteile bei den technischen Disziplinen. So gehörte auch der Weitsprung lange zu ihrem Repertoire. Eine hartnäckige Fußverletzung, zugezogen im vergangenen Oktober im Schulsport, bremste sie allerdings dort zunächst.

„Schon vor zwei Jahren bin ich unter 13 Sekunden gelaufen“, erzählt sie. „Dann habe ich mich immer weiter gesteigert.“ Mittlerweile ist sie bei 12,57 Sekunden angelangt. Logisches aktuelles Ziel ist, die 12,50 zu knacken.

Hessenweit sind 2022 nur vier Läuferinnen in ihrem Alter schneller als die 16-Jährige. Neun Hundertstelsekunden fehlen obendrein an der Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften, die Mitte Juli in Ulm stattfinden. Einige Wettkämpfe sind noch geplant, um die Quali zu knacken. „Es kann funktionieren“, glaubt Emma Schikarski, auch wenn es bei den Hessischen Meisterschaften in Darmstadt vor zwei Wochen nicht ganz so gut lief. Nach 12,79 Sekunden im Vorlauf und 12.80 im Zwischenlauf blieb die Uhr im Finale bei 13,12 Sekunden stehen – Platz sieben.

Die Sprintstärken der 16-Jährigen, das bestätigt auch ihr Trainer Martin Triebstein, liegen vornehmlich im Finish. Nach der Verletzung soll die Trainingsintensität langsam wieder hochgefahren werden. Derzeit dosiert der Trainer das Training vorsichtig: Zwei- bis dreimal pro Woche, dazu die Wettkämpfe – das soll momentan reichen.

Das Ziel deutlich vor Augen hat die 16-Jährige übrigens auch in der Schule. Steht im kommenden Schuljahr die Wahl der Leistungskurse an, so soll „auf jeden Fall Sport dabei sein“. Noch deutlicher umreißt Emma Schikarski ihre beruflichen Pläne: „Tatsächlich wollte ich schon immer Lehrerin werden – für Sport und Deutsch“, sagt sie klar.

Schnell im Ziel: Emma Schikarski ist die Sprint-Hoffnung des TV Hersfeld.
Schnell im Ziel: Emma Schikarski ist die Sprint-Hoffnung des TV Hersfeld. © Lothar Schattner

Ebenso klar ist ihr allerdings, dass sie ihren Sport auch während eines Studiums nicht schleifen lassen will. Neben den 100 Metern könnten die 200 Meter ein nächstes Ziel sein – Trainer Triebstein bestätigt das.

Und gut möglich, dass der ehemalige Deutsche Altersklassen-Meister seine Athletin auch einmal in seiner Spezialdisziplin, dem Dreisprung, trainieren wird. Denn auch diese technisch schwierige Disziplin reizt Emma Schikarski. (Rainer Henkel)

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