Handball-Oberliga Frauen: HSG Northeim schlägt den HV Lüneburg mit 24:22

Disziplin gibt Ausschlag

Gar nicht zimperlich: Die beiden Lüneburgerinnen Kim Köhler (l.) und Gesche Bitter (r.) packen bei Northeims Kreisläuferin Anastasia Lucenko (M.) kräftig zu. Foto zhp

Northeim. Das Quentchen mehr Disziplin gab den Ausschlag: Mit einem 24:22 (11:12)-Sieg über den HV Lüneburg rehabilitierten sich die Handball-Oberliga-Frauen der HSG Northeim/Hammenstedt/Hillerse für ihre Niederlage im Nachbarschaftsderby in der Vorwoche gegen die HG Rosdorf-Grone. „Die Mannschaft hat vor allem in der zweiten Halbzeit toll gearbeitet“, lobte Trainer Carsten Barnkothe die Leistung.

Dabei begann die Begegnung gegen den hoch eingeschätzten Gast alles andere als glänzend. Nach einem 3:1 (6.) in der Startphase führten Fehler und „Fahrkarten“ nicht nur zum schnellen 3:3-Ausgleich (8.) der Gäste, sondern auch zu einem 4:8-Rückstand (12.) der HSG. Zwar kamen die Northeimerinnen nach einer Auszeit etwas besser ins Spiel, sie mussten aber dennoch stets einem Ein- bis Drei-Tore-Rückstand hinterher rennen.

Bedanken konnten sie sich in der Schlussphase bei Torfrau Carolin Rien, die in der 23. Minute für Katharina Aue ins Gehäuse gerückt war, dass sich dieser Rückstand nicht noch erhöhte.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich dieses Bild. Nach dem das Schiedsrichtergespann gleich nach dem Wiederanpfiff zwei Lüneburgerin im Doppelpack für zwei Minuten auf die Bank geschickt hatte, glich Northeim nicht nur durch einen Siebenmeter von Yvonne Wode aus, sondern erhöhte durch von Anastasia Lucenko und Katja Klein auf 14:12 (33.). Doch die Gäste steckten nicht auf und glichen mehrfach bis zum 22:22 (53.) aus. Zwischenzeitlich hatten sie allerdings mit der groß gewachsenen Gesche Bitter nach der dritten Zeitstrafe mit Rot verloren (45.) und auch Kim Köhler musste nach einem bösen Foul an Yvonne Wode das Spiel vorzeitig beenden (55.).

Den fälligen Siebenmeter verwandelte Yvonne Wode selbst mit einem viel bejubelten Heber. Zwei Minuten später blieb es der Linkshänderin Tanja Bünger vorbehalten, mit ihrem Treffer zum 24:22 den Schlusspunkt zu setzen. Ein dickes Lob verdiente sich in der zweiten Halbzeit nochmals Carolin Rien. Sie parierte in der 40. Minute beim Stand von 15:14 nicht nur einen Siebenmeter sondern glänzte auch wiederholt mit Paraden.

Mit einem Freudentanz, in dessen Mittelpunkt die verletzten Tanja Weitemeier und Carolin Schiffer standen, feierte die Mannschaft anschließend ihren hoch verdienten Sieg.

HSG: Aue, Rien – Wode 6/4, S. Barnkothe, Klein 2, Bünger 5/3, Lucenko 2, Papdopoulou, Bäcker, Thielebeule 3, Halm 3, Freyberg 3.

Von Hans-Peter Niesen

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