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Fußball-Kreisoberliga: Dittlofrod will im Topduell penetrant sein

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Auf Tuchfühlung: So wie in dieser Partie gegen Bebra und Manuel Schmidt (in Rot) will Dittlofrods Alexander Minich auch gegen Spitzenreiter Neuenstein nah dran sein.
Auf Tuchfühlung: So wie in dieser Partie gegen Bebra und Manuel Schmidt (in Rot) will Dittlofrods Alexander Minich auch gegen Spitzenreiter Neuenstein nah dran sein. © Friedhelm Eyert

Schaut man auf die Begegnungen der Fußball-Kreisoberliga an diesem Wochenende, fällt vor allem eines auf: Es gab – zumindest von der Papierform – schon spektakulärere Spieltage.

Hersfeld-Rotenburg - Macht man sich auf die Suche nach einem Topduell, fällt die Wahl unweigerlich auf die Partie zwischen der SG Dittlofrod/Körnbach und der SG Neuenstein, die am Sonntag erst um 17 Uhr angepfiffen wird. Der Tabellenfünfte erwartet den Spitzenreiter. Und, das wissen Sie als aufmerksame Leser unserer Zeitung längst: Dittlofrods Coach Thorsten Heiderich ist der Schwager von Neuensteins Spielertrainer Christian Pfeiffer. Das aber diesmal wirklich nur am Rande.

Die Gastgeber aus den Eiterfelder Gemeinden haben am Wochenende beide Partien verloren: Bei Steinbachs Reserve und zuhause gegen den Zweiten Weiterode jeweils mit 1:2. Trainer Heiderich war dementsprechend nicht zufrieden. Oder eher gesagt, nur bedingt. „Am Freitag gegen Steinbach haben wir für ein Derby einfach zu wenig gezeigt. Steinbach wollte den Sieg mehr und hat verdient gewonnen“, gibt Heiderich zu. Am Sonntag gegen den Tabellenzweiten Weiterode sei die Leistung besser gewesen, nicht aber das Resultat. Dennoch hat Heiderich die Reaktion gesehen, die er von seinem Team eingefordert hatte. Das stimmt ihn zuversichtlich. „Wir sind mit den Mannschaften aus der Spitzengruppe auf Augenhöhe“, sagt der ehemalige Klasse-Keeper und verweist darauf, dass seine SG erst elf Partien – und damit zwei oder drei weniger als die Konkurrenz – bestritten habe. Tabellenführer Neuenstein ist und bleibt für Heiderich der Top-Favorit auf die Meisterschaft. „Sie haben viele gute Spieler und sind auch in der Breite am besten aufgestellt“, sagt er. Und lässt sich dann doch noch entlocken, wie man die Neuensteiner am Sonntag ärgern will: „Wir müssen penetrant sein, ihnen die Lust nehmen und dürfen sie nicht in den Spielfluss kommen lassen.“ Angreifer Levin Baumgart ist nach seiner Rot-Sperre zurück, Torhüter Nikolai Kornder fällt nach seiner Kopfverletzung noch länger aus.

Und der Spitzenreiter? Stand zuletzt am 9. Oktober in einem Pflichtspiel auf dem Platz und besiegte da Neuling Burghaun mit 3:0. Es folgten ein kampfloser 3:0-Erfolg gegen Steinbachs Reserve, die nicht antrat und zuletzt ein spielfreies Wochenende. Rhythmus geht anders. „Der Spielplan ist aufgrund der 15 Mannschaften nicht optimal. Aber wir nehmen es, wie es ist“, sagt Christian Pfeiffer. Er erwartet in Dittlofrod einen starken Gegner, der seinem Team auf Augenhöhe begegnen wird. „Das wird ein 50:50-Spiel. Dittlofrod hat zuletzt zweimal verloren und wird sicher alles reinwerfen gegen uns“, spekuliert er.

Pfeiffer selbst litt zuletzt unter einer Schienbein-Entzündung und konnte ebenso nicht spielen wie Daniel Schwarz, den Leistenprobleme plagen. „Wir haben noch zwei Spiele bis zur Winterpause und streben den maximalen Erfolg an“, stellt der Coach dennoch klar.

Seit zwei Monaten ungeschlagen ist mittlerweile die SG Niederaula/Kerspenhausen. Mit der breiten Brust aus sechs Siegen und einem Remis in Folge gehen Trainer Ernest Veapi und seine Jungs am Sonntag (15 Uhr) in das Heimspiel gegen die SG Haunetal. Drei Punkte trennen den Tabellensiebten vom Gast, der Neunter ist. Ebenso wie Dittlofrod hat aber auch die SGN erst elf Spiele bestritten. Ob da mit Blickrichtung nach oben vielleicht doch noch mehr drin ist? (Sascha Herrmann)

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