Reitsport in Hessisch Lichtenau

Kreismeisterschaft im Springreiten: Doppelsieg für Carl und Luise Ziska

Ehrung der Kreismeister in den Leistungsklassen 7 bis 5: (von links) Frank Ziska (Kreisreiterbund), Larissa Möller (LRFV Hess. Lichtenau), Selina Müller (Wanfried), Carl Ziska (Wanfried, Kreismeister LK 7), Luise Ziska (Wanfried, Kreismeisterin KL 6), Michelle Severin (Waldkappel, Kreismeisterin LK 5), Jakob Degenhardt (Wanfried), Sonja Lemm (BSA) und Jörg Zeidler (Kreisreiterbund).
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Ehrung der Kreismeister in den Leistungsklassen 7 bis 5: (von links) Frank Ziska (Kreisreiterbund), Larissa Möller (LRFV Hess. Lichtenau), Selina Müller (Wanfried), Carl Ziska (Wanfried, Kreismeister LK 7), Luise Ziska (Wanfried, Kreismeisterin KL 6), Michelle Severin (Waldkappel, Kreismeisterin LK 5), Jakob Degenhardt (Wanfried), Sonja Lemm (BSA) und Jörg Zeidler (Kreisreiterbund).

Am Wochenende fanden die Kreismeisterschaften im Springen in Hessisch Lichtenau statt. Wir waren dabei.

Hessisch Lichtenau – Die Kreismeisterschaften im Springen auf dem Turnier des LRFV Hessisch Lichtenau entwickelten sich am vergangenen Samstag zum „Festival für den Wanfrieder Reitverein“, wie es Jörg Zeidler, Vorsitzender des Kreisreiterbundes Werra-Meißner, ausdrückte. Am Ende standen vier Reitschüler von Frank Ziska auf dem Treppchen.

Als jüngster Konkurrent trat Ziskas Sohn Carl in der Leistungsklasse 7 als einziger Teilnehmer an. „Carl Ziska ist ein Talent!“, urteilte Richter Stefan Lüpke. „Er reitet schon so lässig und mit Gefühl, das ist der richtige Weg in der Ausbildung.“

Gleiches gilt für Ziskas Tochter Luise, die ihren Titel als Kreismeisterin in der LK 6 aus dem Vorjahr noch einmal verteidigen konnte. Sie setzte sich gegen ihre Vereinskameraden Selina Müller und Jakob Degenhardt durch. In der LK 5 rückte die Waldkappler Reiterin Michelle Severin mit einem sehr guten Ergebnis an die Spitze vor Larissa Möller (LRFV Hessisch Lichtenau) und Sonja Lemm (Bad Sooden-Allendorf).

Kopf-an-Kopf-Rennen in der höchsten Leistungsklasse

In der höchsten Leistungsklasse 3 und 4 lieferten sich Gina Steinfeld (Ellingerode) und Annette Witzel (LRFV Hessisch Lichtenau) am Sonntag dann gewissermaßen ein Kopf-an-Kopf-Rennen: In der ersten Qualifikation, einer Springprüfung der Klasse L, holte sich Gina Steinfeld die Punkte mit einem fehlerfreien Ritt, während Annette Witzel einen Abwurf hinnehmen musste.

Im Finale fiel die Stange bei Gina Steinfeld, während die Tierärztin Annette Witzel fehlerfrei blieb.

Strahlende Siegerinnen in LK3 und 4: (von links) Vizekreismeisterin Gina Steinfeld (Ellingerode) und Kreismeisterin im Springen Annette Witzel (LRFV Hessisch Lichtenau).

Doch ein Sieg im Finale brachte Witzel einen Punkt mehr und so setzte sie sich mit ihrem Fuchs Nesquick durch. „Gerade auf den Turnieren im ländlichen Raum ist die Basisarbeit bei den Nachwuchsreitern enorm wichtig“, ergänzte Richter Stefan Lüpke.

„Der Leistungsstand, den ich hier gesehen habe, ist sehr gut. Und wenn die Reiter auf dem Turnier mit guten Noten belohnt werden, motiviert sie das sehr.“

Das Turnier in Hessisch Lichtenau stellte die Reiterinnen und Reiter aber gleich vor eine doppelte Herausforderung: Wasser von oben und von unten. Regen und nochmals Regen in den Tagen zuvor hatten den Sandplätzen ebenso wie dem Rest des Geländes zugesetzt.

Wasser von oben und von unten

Hessisch Lichtenaus Bürgermeister Michael Heußner unterstützte den Verein mit Paletten und einer Lkw-Ladung Hackschnitzel vom Bauhof, damit die Besucher des Turniers nicht im Matsch versanken.

„Dafür danken wir der Stadt sehr“, sagte Turnierleiterin Michaela Popis, die sich gleich auch bei ihren freiwilligen Helfern bedankte, die im Regen und unter Hygieneregeln die Stellung hielten. Jörg Zeidler nahm es jedoch gelassen, auch wenn bei den Ritten das Wasser von allen Seiten spritzte. „Der Boden hält“, sagte er. „Die Bedingungen ähneln jetzt eben einem Ritt durchs Watt. Und auch dort werden ja Turniere ausgetragen.“

In der schwierigsten Prüfung des Turniers, dem M-Springen, lieferten sich Andrew Seather (Wehrda) und Peter Fiege (Lengenfeld) ein schlammiges Duell, das der gebürtige Brite auf Spectre für sich entschied. Die Dressurprüfung Klasse M gewann Anna Maryl Hendriks (Eifa). Unter den heimischen Reitern errang Luise Ziska im Stilspringen Klasse A* den Sieg (Note 8.20), Selina Müller holte sich Platz 3 (Note: 7.70).

In der Dressurreiterprüfung der Klasse A siegte Hanna Hohmeier (Eschwege) mit einer Wertnote von 8.20, Luise Ziska ritt im Stilspringwettbewerb noch einmal mit zwei Pferden auf Platz 2 und 3. Für sie gab es eine 8.30 und eine 8.00. Und im Springreiter-Wettbewerb gelangte Carl Ziska mit einer Note von 7.6 auf Platz 3. (Kristin Weber)

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