Tischtennis: Südniedersachsen zieht jetzt an einem Strang

Drei alte Kreise bilden eine neue Region

Der Bonaforther Peter Kubissa auf der Gründungsversammlung der Region. Foto:  zdz

Lütgenrode. Das südniedersächsische Tischtennis hat sich am Samstag neu aufgestellt: In Lütgenrode (bei Nörten-Hardenberg) trafen sich die Vertreter der Tischtenniskreise Göttingen, Northeim-Einbeck und Osterode, in denen 159 Tischtennisvereine oder -sparten dem Sport mit kleinen, weißen Ball nachgehen. Sie gründeten mit den Stimmen der 74 anwesenden Vereine und der 21 Vorständler und Ehrenmitglieder der drei Kreise ohne Gegenstimme den Tischtennisregionsverband Südniedersachsen.

Vorausgegangen waren gut drei Jahre intensiver Gespräche zwischen den Vertretern der drei südniedersächsischen Kreise, die auf Wunsch des Landesverbandes (TTVN) als erste den Sprung in die Gemeinsamkeit probieren sollten. Der TTVN selber hatte den Weg zur Gründung von Regionen im Landesverband auf dem Verbandstag 2013 durch die erforderlichen Satzungsänderungen frei gemacht. Es folgten die drei Kreisverbände, die bis zum Herbst auf ihren Kreistagen die Gründung einer gemeinsamen Region beschlossen.

Mit dabei in Lütgenrode war auch der Bonaforther Peter Kubissa, der 45 Jahre lang in Kreisvorständen – zunächst im Altkreis Münden, dann im neuen Großkreis Göttingen – arbeitete. Das Ehrenmitglied des TTKV Göttingen hält „die Regionsbildung für einen Fortschritt für die Vereine, gerade auch aus finanziellen Erwägungen“.

Die Straffung des organisatorischen Aufbaus – auf Dauer wird die Bezirksebene entfallen – sei, so Landrat Bernhard Reuter in seinem Grußwort, auch deshalb angezeigt, weil die drei Kreise in der nächsten Generation (bis etwa 2045) zum einen deutlich an Einwohnern verlieren werden (der Altkreis Göttingen etwa 17%; der Altkreis Osterode und der Kreis Northeim-Einbeck sogar bis zu 30%) und zum anderen in der Altersschichtung umdenken müssen: Während es anteilig immer mehr Einwohner über 60 Jahre sein werden, sinkt der Anteil der Jüngeren immer weiter ab. Da aber weniger Menschen auch weniger Mitglieder bedeuten, und weniger Mitglieder weniger Einnahmen, scheint die organisatorische Straffung unvermeidlich. Zum anderen verspricht der TTVN sich von der Regionsbildung, dass die Vereine noch unmittelbarer in die Entscheidungsprozesse eingebunden sein werden. Im Spielbetrieb bleibt vorerst alles beim alten.

Von Edzard Korte

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.