Fußball-Bundesliga: Wolfsburg schlägt Stuttgart mit 2:0 / Dzeko als Doppeltorschütze

Drei Punkte und ein Rekord

Heiße Duelle: Der Wolfsburger Doppel-Torschütze, Edin Dzeko (li.), und der Stuttgarter Khalid Boulahrouz im harten Zweikampf um den Ball. Foto: dpa

Wolfsburg. Jetzt haben sie es schriftlich: Der VfL Wolfsburg hat beim 2:0 (1:0)-Erfolg über den VfB Stuttgart einen Heimtor-Rekord in der Fußball-Bundesliga aufgestellt und auch im 40. Heimspiel in Serie getroffen. Doch viel wichtiger als die Liga-Bestmarke, die zuvor der FC Bayern zwischen 1986 und 1989 aufgestellt hatte, dürften die drei Punkte sein. „Das war ein ganz wichtiger Sieg für uns. Die Mannschaft hat nach der Niederlage in Nürnberg eine gute Reaktion gezeigt“, lobte Wolfsburgs Trainer Steve McClaren nach dem dritten Heimsieg in dieser Saison.

Großer Unterhaltungswert

Über einen zu geringen Unterhaltungswert dürfen sich die Zuschauer in der Volkswagen-Arena sowieso nicht beschweren. Tore satt, lautet das Motto, das die Wölfe auch in dieser bislang so verpatzten Saison beherzigen. „Gerade nach den Niederlagen gegen Mainz und Leverkusen, wo wir klare Führungen noch vergeigt haben, war dieser Sieg enorm wichtig“, hatte Wolfsburgs Verteidiger Simon Kjaer erkannt. Gegen Mainz reichte ein 3:0-Führung, vor zwei Wochen gegen Leverkusen ein 2:0-Vorsprung nicht zum Dreier. Kein Wunder deshalb, dass Wolfsburgs Trainer am Samstag viel Wert auf die Rückwärtsbewegung seiner Spieler legte.

Gegen die personell geschwächten Schwaben erwischten die Wölfe einen Traumstart. Nach einer Ecke von Diego stellte Torjäger Edin Dzeko bereits in der 6. Minute die Weichen auf Sieg. Kjaers Kopfball an die Unterseite der Latte hatte die Torlinie zwar schon überschritten, Schiedsrichter Wingenbach den Treffer aber nicht anerkannt. Erst als Wolfsburgs Kapitän den Abpraller per Kopf über die Linie drückte, war das 1:0 perfekt.

„Danach war unsere Taktik, den VfL kommen zu lassen, schon über den Haufen geschmissen“, bemängelte Stuttgarts Trainer Jens Keller, dessen Team sich in der Offensive harmlos präsentierte. Einzig Martin Harnik prüfte Wolfsburgs Torhüter Marwin Hitz vor der Pause (31.). Stuttgarts Verteidiger Christian Molinaro musste dagegen gleich zweimal – gegen Andrea Barzagli (22.) und Grafite (26.) – auf der eigenen Torlinie klären. Und weil Grafite nur den Pfosten traf (25.), durften die Gäste auch in der zweiten Hälfte noch auf einen erfolgreichen Nachmittag hoffen.

Eine erneute Heimpleite der Wolfsburger blieb aber aus. Auch deshalb, weil die Wölfe kaum Chancen der Gäste zuließen. Träsch (61.) und Harnik (69.) brachten Wolfsburgs Torhüter zwar in Verlegenheit, bezwingen konnten sie ihn aber nicht.

„Endlich mal ein Sieg mit weißer Weste“, meinte McClaren, der noch Grafite, Dzeko und Diego auswechselte.

Von Ralf Walle

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