Fußball-Kreisliga: Werratal, Jühnde und Dransfeld sind zur Halbzeitbilanz im Soll

Drei zufriedene Teams

Hatten bislang viel Grund zum Jubeln: Die Fußballer der SG Werratal sind auf Aufstiegskurs. Hier freuen sich Hüssein Salman (links) und Deniz Ürer (rechts) mit Kai Armbrust über dessen Treffer zum 1:0 gegen Hagenberg. Fotos: per

Hann. Münden. Ein Team mit Titelambitionen. Ein Aufsteiger, der mit Platz acht bislang die Erwartungen mehr als erfüllt hat. Und eine Mannschaft, die trotz personeller Probleme nach schwachem Start immer besser in Tritt gekommen ist und den Kontakt zum oberen Tabellenmittelfeld gewahrt hat. In der Fußball-Kreisliga gab es in der Hinserie aus Altkreis-Sicht wahrlich nicht viel Grund zum Meckern.

SG WERRATAL

„Ich habe ja schon viel erlebt, aber das ist noch einmal ein Highlight meiner Karriere“, schwärmt Thomas Hellmich von seiner Arbeit als Trainer der SG Werratal. Und damit meint er nicht nur die Tatsache, dass seine Mannschaft nach zwölf Siegen, einem Remis (2:2 gegen Mingerode) und nur einer Niederlage (1:2 bei Spitzenreiter Seeburg) punktgleich mit den Seeburgern auf Tabellenplatz zwei überwintert. „Es ist diese Harmonie und die Ausgeglichenheit im Team, die mich so beeindruckt.“

Den Grundstein für den bisherigen Erfolg habe man nach dem nur knapp geschafften Klassenerhalt mit einer „tollen Vorbereitung“ gelegt. „Dazu kommt, dass wir einen Kader haben, in dem sich die Spieler gegenseitig pushen“, sagt Hellmich. Das führe dazu, dass man Ausfälle kompensieren könne und dass Akteure, die sonst eher im zweiten Glied stehen, genau dann Leistung abliefern, wenn es gebraucht wird. „Bestes Beispiel dafür ist Neuzugang Hüssein Salman, der zu Saisonbeginn eher unauffällig spielte, gegen Ende aber immer besser ins Team fand und sich gewaltig steigerte.“

Obwohl die Serie bislang nach Wunsch verlief, freute man sich bei den Werratalern im November dann aber doch über die Winterpause. „Da waren die Jungs ziemlich ausgepowert, die Luft war raus“, sagt Hellmich. Jetzt ist der Coach gespannt, ob bei der Vorbereitung auf die Rückserie wieder alle Spieler so gut mitziehen wie im Sommer. „Wenn alles optimal läuft, dann können wir sicher um den Titel mitspielen.“

TSV JÜHNDE

„Auch wenn der Abstand zur Abstiegszone nicht beruhigend ist, sind wir mit Platz acht sehr zufrieden“, zieht Jühndes Trainer Holger Bode ein positives Zwischenfazit seiner ersten Kreisligasaison. Dabei hatte es zu Beginn gar nicht so gut ausgesehen. Gerade mal zwei Punkte aus den ersten fünf Spielen hatten dem Aufsteiger zu diesem Zeitpunkt einen Platz im Tabellenkeller beschert. „Da war ich ziemlich nachdenklich“, gibt Bode zu. Nach dem überzeugenden 4:0-Erfolg über Bezirksliga-Absteiger GW Elliehausen habe man sich aber immer besser in der neuen Spielklasse zurecht gefunden. „Dabei darf man nicht vergessen, dass wir quasi die komplette Hinrunde auf Jan Linne und Steffen Dette verzichten mussten, die in der vergangenen Saison zu unseren Leistungsträgern gezählt haben“, so der Coach, den lediglich das 3:3 gegen Adelebsen mit dem späten Ausgleichstor der Gäste sowie die 1:2-Heimpleite gegen Hilkerode ärgern. „Hätten wir diese fünf Punkte mehr auf dem Konto, dann bräuchten wir uns keine Gedanken mehr um den Klassenerhalt zu machen.“

Dieser aber sollte nach den gezeigten Leistungen auch so zu realisieren sein, zumal in der Rückrunde wieder alle Spieler an Bord sein dürften. „Dann wird unser Kader 17 Spieler umfassen, was zu noch mehr Konkurrenzkampf führt“, freut sich Bode. Und wenn dann noch Dennis Schob, der mit bislang zehn Toren großen Anteil am Jühnder Erfolg hatte, seine Treffsicherheit behalte, sei ihm beim Gedanken an die zweite Saisonhälfte auch nicht Bange.

DSC DRANSFELD

„Das war eine durchwachsene Hinserie, die wir glücklicherweise zum Schluss relativ gut in den Griff bekommen haben“, urteilt Trainer Michael Tappe über den bisherigen Saisonverlauf seines DSC Dransfeld.

Mit 15 Zählern überwintern die Dransfelder auf Rang zwölf - und damit dem ersten Nicht-Abstiegsplatz. Drei Punkte beträgt der Vorsprung auf den 13. Rollshausen/Obernfeld. „Wir haben zwischendurch riesige Probleme gehabt“, sagt Tappe, der bis zu sieben Spieler ersetzen musste. Und das bei einem ohnehin sehr dünnen Kader. „Nur gut, dass sich die A-Jugend-Spieler Robin Schlieper, Gerrit Bruns, Jonas Wolter und Bernhard Thiele bei ihren Einsätzen nahtlos eingefügt und tolle Leistungen abgeliefert haben.“ Das habe dazu beigetragen, dass es nach dem 0:6 in Groß Ellershausen (Tappe: „Der absolute Tiefpunkt“) wieder bergauf ging und man in der zweiten Hälfte der Hinserie noch drei Siege bejubeln durfte.

„Die letzten Spiele und der Zusammenhalt im Team machen Mut für die Rückrunde“, sagt Tappe. „Ich kann nur hoffen, dass wir vom Verletzungspech verschont bleiben.“ Wenn dies so eintrete, dann mache er sich um den Klassenerhalt keine großen Gedanken.

Von Per Schröter

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