IRONMAN

Hildebrand startete auf Mallorca

Ein Marathon zum Abschluss: Lars Hildebrand beim Ironman in Frankfurt im August. Am Wochenende ging er auf Mallorca an den Start.
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Ein Marathon zum Abschluss: Lars Hildebrand beim Ironman in Frankfurt im August. Am Wochenende ging er auf Mallorca an den Start.

Bad Hersfeld/Alcúdia - Er hat es schon wieder getan: Erst wenige Wochen ist der Ironman in Frankfurt am Main her, schon hat Lars Hildebrand wieder einen solch großen Mehrkampf-Wettbewerb bestritten. Am Wochenende nahm der Reiloser am diesjährigen Mallorca Ironman teil und hat erneut die die 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und rund 42 Kilometer Laufen absolviert.

Genau genommen waren es bei Hildebrand sogar ein paar Kilometer mehr: Die Streckenführung für die in mehrere Runden unterteilte Radstrecke war zwei Tage vorher leicht geändert worden, weshalb er den Einstieg in die zweite Runde verpasste und umkehren musste. Ein detaillierter Blick hätte sich im Nachhinein gelohnt, scherzte er und nahm es letztlich mit Humor.

Dabei startete der Wettkampf für den 41-Jährigen, der in der vergangenen Woche noch mit einer leichten Erkältung zu kämpfen hatte, mit dem Schwimmen am Samstagmorgen um 7.50 Uhr eigentlich relativ vielversprechend. Nach knapp 65 Minuten verließ er das Mittelmeer, um sich mit dem Fahrrad auf die Strecke zu begeben.

Bergauf, bergab, entlang des Meeres und ins Landesinnere, dabei teilweise auch über recht holprige Straßen: Der Kurs durch den Norden der beliebten Insel hatte einige Abwechslung zu bieten. Rund fünf Stunden und 55 Minuten verbrachte Hildebrand auf dem Rad, um zurück in Alcúdia dann die Schuhe für den Marathon zu schnüren.

Hier hatte er dann mit leichten Magenproblemen zu kämpfen, ließ sich aber auch davon die Freude am Wettkampf nicht nehmen. So berichtete er beispielsweise von der Ausdauer einiger Zuschauer, die ihn auf allen vier Runden der Laufstrecke anfeuerten und wiedererkannten. Oder einem kurzen Wortwechsel mit der Führenden unter den Frauen auf der Strecke, deren Energie auch in der vierten Runde noch für einen lockeren Plausch reichte.

Nach drei Stunden und 54 Minuten lief er letztlich am Strand von Port d’Alcúdia ins Ziel und war trotz „etwa einstündiger Verspätung“ zufrieden. Mit einer Gesamtzeit von elf Stunden, fünf Minuten und 29 Sekunden landete er auf Rang 64 in der Altersklasse der Männer 40 bis 44, von den insgesamt mehr als 900 Startern kam er am Ende auf den 346. Platz.

Obwohl der Wettkampf nicht ganz nach Plan gelaufen sei, bezeichnete er ihn unterm Strich als eine schöne Erfahrung und erzählte, dass sein Ziel an diesem Tag vor allem das Ankommen gewesen sei. Ans Abbrechen habe er zu keiner Zeit denken müssen und eine abschreckende Wirkung hätten die Strapazen ebenfalls nicht: Zunächst stünde nun erst einmal Urlaub an, doch im nächsten Jahr sei in Hamburg bereits die nächste Ironman-Herausforderung geplant.

Christian Jung reist nach Portugal

Einem weiteren Triahtleten aus der Region steht die nächste große Herausforderung an diesem Wochenende bevor: Christian Jung vom SC Neuenstein wird im portugiesischen Cascais über die Langdistanz starten. Erst im September hatte Jung am Wettkampf im fränkischen Roth teilgenommen und dabei seine zweitbeste Zeit über die etwa 226 Kilometer erreicht. Archivfoto: privat

Die Ruhe vor dem Sturm: Einen Tag vor dem Start standen die Fahrräder in Alcúdia bereits bereit.
Christian Jung, Triathlet aus Oberaula-Ibra

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