Eishockey

Ex-Husky Sven Valenti macht Trainerkarriere bei den Adler Mannheim

Familienquartett in Mannheim: Sven Valenti im Trikot der Adler Mannheim aus dem Jahr 1993 mit Sohn Yannik im aktuellen Jungadler-Trikot, Schwester Maren im Dress der Eisbaren Berlin 1998 und Vater Danilo Valenti im Trikot des EHC Freiburg 1974.
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Familienquartett in Mannheim: Sven Valenti im Trikot der Adler Mannheim aus dem Jahr 1993 mit Sohn Yannik im aktuellen Jungadler-Trikot, Schwester Maren im Dress der Eisbaren Berlin 1998 und Vater Danilo Valenti im Trikot des EHC Freiburg 1974.

Kassel/Mannheim – Eine Eishockey-Ikone der Kassel Huskies macht Karriere als Trainer: Sven Valenti rückt bei den Jungadlern Mannheim von der U 17 auf zum neuen Coach der Junioren U 20.

„Das ist nicht nur eine große Herausforderung, sondern auch eine große Ehre, Chance und Verantwortung“, sagte der 44-Jährige während eines Telefonats beim Joggen. Und das macht offenkundig auch ganz viel Arbeit, denn über mehrere Tage war der weiterhin auch in Kaufungen lebende frühere Stürmer nicht zu erreichen.

603 Spiele hat Valenti insgesamt zwischen 2001 und 2018 im Kasseler Trikot bestritten, wird nur übertroffen von Manuel Klinge (622). Natürlich freut sich der Dauerbrenner jetzt auf die neue Aufgabe, geht sie aber auch mit viel Respekt an. „Ich darf mit den besten 18- und 19-jährigen Eishockeytalenten dieses Landes arbeiten“, sagt er. „Diese Jungs sind zwei Jahre weiter als meine bisherigen Schützlinge in der U 17. Zwei Jahre reifer also, sportlich wie menschlich. Und sie sind allesamt unglaublich ehrgeizig, die wollen vorankommen.“

Sven Valenti hat viele familiäre Verbindungen in die Eishockey-Hochburg Mannheim. Dort hat er selbst von 1992 bis ’96 gespielt ebenso wie seine Schwester Maren, Vater Danilo ist in der Quadratestadt seit 2014 Jugendtrainer, und Sohn Yannik gehört zum DEL-Kader der Adler mit Förderlizenz für Zweitligist Heilbronn.

„Ich trete hier in sehr große Fußstapfen“, sagt Valenti, „mein Vorgänger Frank Fischöder hat den Talentschuppen hier über 19 Jahre aufgebaut und sehr stark gemacht.“ Die Folge: Deutsche Meistertitel in den DNL-Jahrgängen zuhauf. „Aber Frank hat mir auch zugeredet und mich ermutigt, da jetzt weiterzumachen.“

Ein Vollprogramm, denn in Mannheimer Leistungszentrum wird unter professionellen Bedingungen trainiert. Die U 20 hat im Saisonverlauf nur mittwochs frei, ist sonst sechsmal pro Woche auf dem Eis und viermal im Kraftraum. Mindestens. Ob Valenti zudem auch die Verantwortung für den gesamten Nachwuchsbereich übernehmen wird im Sinne eines Supervisors, das sei noch nicht entschieden, sagt er. „Wenn eine tragende Säule nach so langer Zeit geht, dann muss erst einmal geschaut werden, wie die Verantwortung auf viele Schultern verteilt werden kann.“

Fischöder ist in die DEL gewechselt als Chefcoach der Nürnberg Ice Tigers. Er hat Spieler ausgebildet wie Tim Stützle, Moritz Seider, Yannik Valenti, Alex Lambacher und Kevin Maginot. Und es wird spannend sein zu sehen, wen Sven Valenti groß herausbringen wird.

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