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Edin Redzepovic begeistert bei der ACT Kassel spielerisch und menschlich

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Von: Amir Selim

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Kämpf um den Sieg: Redzepovic beim Spiel seines Teams gegen Uni Baskets Paderborn.
Kämpf um den Sieg: Redzepovic beim Spiel seines Teams gegen Uni Baskets Paderborn. © Andreas Fischer

Er sorgte zuletzt für Aufsehen: Basketballer Edin Redzepovic legte in der Jugend-Bundesliga 61 von 95 Punkten für die ACT Kassel. Dabei kam er nur durch Zufall zum Sport.

Kassel – Jüngere Geschwister eifern den älteren gerne Mal nach. Im Fall von Edin Redzepovic ein Glücksfall. Der 15-Jährige kam über seinen Bruder Enes zum Basketball und sorgt bei der ACT Kassel für Begeisterung. Zuletzt legte er 61 von 95 Punkten gegen SC Rist Wedel in der Jugend-Bundesliga auf.

„Ich wollte es ausprobieren“, sagt der Kasseler zu seinen Basketballanfängen. Offensichtlich blieb es nicht dabei. Denn der Sport ist jetzt Mittelpunkt seines Lebens: „Drei bis viermal täglich gehe ich in die Halle“, berichtet er. Das erste Training absolviert er morgens, bevor er dann zum Goethe-Gymnasium geht.

Es ist diese Mentalität, dieser Ehrgeiz, der ihn ausmacht. Das bestätigt auch sein Trainer Emre Kazmierczak: „Edin ist talentiert. Er hat aber dazu den Ehrgeiz, daraus viel zu machen und besser zu werden. Das lernen nicht alle Talente.“ Redzepovic selbst äußert sich bescheiden: „Ich habe wenig Talent“, sagt er und scheint es wirklich ernst zu meinen. Wie er seine starken Leistungen erklärt? Durch das viele Training. „Ich habe mir das alles erarbeitet. „Im Sommer 2020 hat es Klick gemacht. Ich habe gelernt, dass ich mehr arbeiten muss, um meine Ziele zu erreichen.“

Seine Trefferquote kann sich auf jeden Fall sehen lassen: Diese Saison sind es bei der U16 im Durchschnitt 42 Punkte von Redzepovic. Kein Wunder, findet sein Team-Kollege Louis Ehrenberg: „Er hat einen starken Zug zum Korb“, sagt der Center lobend. Trotzdem sieht Redzepovic noch Verbesserungspotenzial bei sich: „Ich muss weniger Fehler machen, meinen Wurf verbessern und an meiner Athletik und Sprungkraft arbeiten.“

Er spielt auch schon bei den Herren mit

Dass er aber jetzt schon richtig gut ist, zeigen seine Einsätze. Diese absolviert er nicht nur in der U16, sondern dazu noch in der U18 (Oberliga), dem zweiten (Landesliga) und ersten Herrenteam (Oberliga). Seine Vielseitigkeit macht es möglich. „Ich Spiele auf der eins, zwei oder drei.“ Damit meint er die Positionen Point Guard, Shooting Guard und Small Forward, die er alle bekleiden kann.

Auch wenn Redzepovic gerade nicht am Zocken ist: Sehr wahrscheinlich beschäftigt er sich mit Basketball. Genauer gesagt mit der Euroleague. Die schaut er gerne mit seinen Eltern zusammen. Dann wird vornehmlich den Belgrader Klubs Partizan und Roter Stern die Daumen gedrückt. Der Grund: Sein Vater ist Serbe. Auch die Mutter guckt mit. Beide Eltern spielten Mal Basketball, sind oft bei seinen Spielen dabei und unterstützen ihn bei seinen Zielen. „Dafür bin ich dankbar“, sagt der 15-Jährige.

Die Sportbegeisterung sei eben Familiensache. Er testete deshalb vor der Basketballkarriere auch weitere Sportarten wie Fußball, Handball und Judo, ließ sich aber vom Korbball am meisten begeistern.

Also gibt es nichts anderes im Leben von Edin Redzepovic außer Basketball? Nun, zum einen wäre da die Schule. Dort begeistert sich vor allem für Physik und Mathe. Ganz so fleißig wie beim Basketball ist der Zehntklässler nicht, muss er schmunzelnd zugeben. Wenn es etwas entspannter zugehen soll, besucht er mit Freunden das Kino. Dann heißt es abschalten. Ganz weg ist der Gedanke an Basketball aber auch dann nicht. Er verzichtet auf Süßgetränke. Das tut er alles für seinen großen Traum: Selbst in der Euroleague zu spielen. (Amir Selim)

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