Titelverteidiger scheidet als Tabellenletzter aus - Auch Gastgeber kommt nicht weiter

Ehlen ist nicht mehr dabei

Calden. Samstag, 18.55 Uhr: Während Physiotherapeut Wolfgang Grimm nach einem arbeitsreichen Tag, an dem er Spieler wegen Prellungen, Verstauchungen und Nasenbluten verarzten musste, seinen Sanitätskoffer zusammen packt, notiert Renate Paterek die letzten beiden Finalisten für die Endrunde der Fußball-Hallenkreismeisterschaft. Auf dem Papier der Mitorganisatorin des zweiten Vorrundenspieltages stehen der FSV Wolfhagen und der SSV Sand aus der Gruppe 6.

Aus der Gruppe 5 haben es der SV Balhorn und die FSG Weidelsburg geschafft, in der Gruppe 4 gaben Dörnberg und Obermeiser/Westuffeln in der gut gefüllten Caldener Halle den Ton an.

Espenau und Zierenberg hatten in der Gruppe 3 die Nase vorne, souverän präsentierte sich Hümme. Der Kreisoberligist zog ohne Verlustpunkt in die Endrunde. Zweiter der Gruppe 2 wurde Elbenberg. „Im ersten Spiel mussten wir Lehrgeld bezahlen, doch dann haben meine Jungs Spaß am Fußball gefunden“, kommentierte Trainer Jörg Reith die 1:5-Niederlage zum Auftakt gegen Hümme sowie die anschließenden 8:1- und 4:2-Erfolge gegen Naumburg und Calden/Meimbressen. „Ich bin zufrieden.“ Die Gastgeber, überwiegend mit Spielern der zweiten Mannschaft bestückt, sind beim Finale in der eigenen Halle hingegen nicht dabei. Ein Sieg war zu wenig.

Jubel bei Carlsdorf

Strahlende Gesichter gab es dagegen im Carlsdorfer Lager. Wenige Stunden vor dem Turnier stellte man Überlegungen an, wegen großer personeller Sorgen abzusagen, letztlich reiste der TSV mit drei Spielern aus der ersten Mannschaft, einem Akteur aus der Reserve und vier Altherren an und belegte hinter Favorit SG Schauenburg Rang zwei. „Wir haben uns prächtig verkauft“, sagte Spielertrainer Jens Deppe, klopfte seinen Mitspielern auf die Schultern und stieß mit ihnen bei einem kühlen Bier auf das Weiterkommen an.

Enttäuschung indes bei den Anhängern des SV Ehlen. Der Titelverteidiger kam nicht über den letzten Rang hinaus. „Im ersten Spiel gegen Riede fehlte die richtige Einstellung. Danach lief es besser. Schlussendlich sind wir an der schlechten Chancenverwertung gescheitert“, bilanzierte Neu-Coach Harald Westermann. „Wer weiß, wozu es gut war“, meinte er mit Blick auf das Restprogramm der Kreisoberliga. „Drei Punkte auf dem Feld sind uns wichtiger als eine gute Platzierung beim Budenzauber.“

Die Endrunde der Hallenkreismeisterschaft findet am kommenden Sonntag ab 10 Uhr in Calden statt. Das Endspiel ist um 18.15 Uhr.

Von Joachim Hofmeister

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