Schmermund und Reith beim Sportkreis-Ehrentag erneut zu Sportlern des Jahres gekürt

Ehrung für alte Bekannte

Tanzeinlage: Die Rotenburger Stepptanzgruppe Taps on Fire sorgte zwischendurch für Unterhaltung.

Rotenburg. An die großen Sportereignisse des vergangenen Jahres erinnerte Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt beim Sportehrentag in der Göbel Hotels Arena in Rotenburg: die olympischen Winterspiele in Kanada, die Leichtathletik-Europameisterschaft in Spanien und die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika.

Die Erfolge der Vorzeige-Sportler seien Ansporn und Motivation für Kinder und Jugendliche, Männer und Frauen aller Altersklassen in unserer Region. Das Ziel des Sportehrentages sei es, die großartigen Leistungen der heimischen Sportler zu würdigen, sagte der Landrat. Geehrt wurden daher 159 Athleten, darunter Hessische und Deutsche Meister, eine Weltmeisterin und ein Vizeweltmeister.

Vielfältiges Angebot

Für Sportkreisvorsitzenden Paul Mähler unterstreicht die große Zahl der zu Ehrenden die Vielfalt des Sports im Kreis. Sie werde in 299 Sportvereinen und 30 Sportfachverbänden mit 53 486 Mitgliedern gepflegt. Auf dieser Breite bauen die Leistungen der zu ehrenden Sportler auf. Verantwortlich für ihre Erfolge seien aber auch die vielen Helfer, Trainer und Übungsleiter sowie die Eltern.

Die Sportler und Mannschaften des Jahres erhielten von Gerhard Heß und Thilo Goldschmidt Geldpreise der Sparkassenstiftung Bad Hersfeld-Rotenburg. Als Sportlerin des Jahres wurde Sportschützin Manuela Schmermund aus Mengshausen ausgezeichnet, deren nächstes großes Ziel Olympia 2012 in London heißt. Für den Start bei den Paralympics in der englischen Hauptstadt muss sie aber erst noch einige Steine aus dem Weg räumen. Die Teilnahme ist an Quotenplätze geknüpft. Die will Manuela Schmermund bei den Weltcups in diesem Jahr erringen. Auf nationaler Ebene hat sie ebenfalls ein großes Ziel: den Klassenerhalt mit ihrer Mengshäuser Mannschaft als Aufsteiger in der Luftgewehr-Bundesliga sichern.

Zur Sportlerin des Jahres wurde Schmermund für ihren ersten Sieg bei einer Weltmeisterschaft gekürt. Den errang sie im Vorjahr in der kroatischen Hauptstadt Zagreb im Wettbewerb auf Klappscheiben. Den Titel möchte die nun sechsfache Sportlerin des Jahres im Landkreis Hersfeld-Rotenburg bei der nächsten Weltmeisterschaft 2014 verteidigen, kündigte sie beim Sportehrentag an.

Sportler des Jahres wurde zum dritten Mal in Folge Kegler Michael Reith vom TSV Süß. „Das hat vor ihm noch kein Mann oder Jugendlicher geschafft“, sagte Moderator Horst Groß vom Sportkreisvorstand. Reith holte im Vorjahr die Silbermedaille bei der Kegler-Weltmeisterschaft im brasilianischen Camo Bom im Sprint der U18.

Pläne für 2011

Auf nationaler Ebene verpasste der von Bundesligisten umworbene Michael Reith mit seiner Süßer Mannschaft den Aufstieg in eine höhere Liga. Er werde deshalb zum Hessenligisten Bosserode wechseln. Eine weitere Herausforderung: Michael Reith wird im Sommer 18 Jahre alt. Damit steigt er in die Wettkampfklasse der U 23 auf. „Auch hier möchte ich meinen Platz in der Nationalmannschaft behaupten“, kündigte der mehrfache Deutsche Meister an. Sein nächstes großes Ziel ist im nächsten Jahr die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Luxemburg.

Männermannschaft des Jahres wurde zum zweiten Mal in Folge das Team des Karate-Dojo Rotenburg. Das Erfolgstrio mit Anton Hilfer, Nikita Schneider und Jens Wehrum belegte als Titelverteidiger den Vizerang der Deutschen Meisterschaft im Kata-Team Herren (18 bis 20 Jahre). Bei den Frauen sicherten sich drei Jugendliche des LC Marathon Rotenburg erstmals den Mannschaftstitel des Jahres: Carolin und Juliane Altmann sowie Anna Grünewald. Das Trio wurde hessischer Meister im Zehn-Kilometer-Straßenlauf der weiblichen Jugend A.

Gemeinsame Ausrichter des Sportehrentags waren der Kreisausschuss des Landkreises und der Sportkreisvorstand Hersfeld-Rotenburg.

Von Herbert Vöckel (Text und Fotos)

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