HANDBALL-LANDESLIGA VfL Wanfried hat heute den Eschweger TSV zu Gast

Handball-Derbykracher zum Auftakt: VfL Wanfried heute gegen den Eschweger TSV

Ein Landesliga-Derby mit viel Kampf und Leidenschaft dürfen die Zuschauer heute Abend in Wanfried erwarten. 
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Ein Landesliga-Derby mit viel Kampf und Leidenschaft dürfen die Zuschauer heute Abend in Wanfried erwarten. 

Endlich. Endlich. Endlich. Heute Abend ist es nach über einem Jahr Pause wieder soweit. Handball ist angesagt - und dann noch Derby.

Wanfried/Eschwege - Der Handball kehrt zurück in die heimischen Hallen und spät – in den Augen vieler Sportler zu spät – fällt der Startschuss zur Saison 2021/2022. Und für die vielen Fans des Handballsports in unserer Region könnte der Auftakt kaum besser sein, treffen doch in der Wanfrieder Schulsporthalle heute Abend die ewigen Lokalrivalen vom VfL Wanfried und dem Eschweger TSV aufeinander (18 Uhr).

Und egal wer am Ende der sechzig Minuten die Nase vorn haben wird, ein Gewinner dürfte mit dem Wanfrieder Kassierer bereits im Vorfeld feststehen. Denn wie immer, wenn die beiden Aushängeschilder der Region aufeinandertreffen, dürfte die Halle bis auf den letzten Platz ausverkauft sein und eine stimmungsvolle Kulisse auf die Akteure warten.

Wir haben mit den beiden Trainern Stefan Schröder (VfL Wanfried) und Christian Löbens (ETSV) kurz vor dem Anpfiff über Stimmung, Vorfreude und Bedeutung der Partie gesprochen.

Die Saison beginnt. Wo steht deine Mannschaft aus deiner Sicht? Wie verlief die Generalprobe?

Stefan Schröder (VfL): Unser letztes Testspiel beim SVH Kassel (34:27) hat meinen Optimismus deutlich erhöht. Natürlich haben wir noch Luft nach oben, aber das war recht ordentlich und erhöht die Vorfreude auf den Saisonstart. In den letzten vier Wochen haben wir deutliche Schritte nach vorne gemacht. Wo wir aber tatsächlich stehen, kann man wohl erst in drei bis vier Wochen sagen, wenn wir wieder richtig im Spielbetrieb sind.

Christian Löbens (ETSV): Auch ich weiß nicht genau, wo wir stehen. Vielleicht bei 70 Prozent unseres Leistungsvermögens, vielleicht aber auch erst bei 60 Prozent. Die Testspiele, auch wenn sie erfolgreich waren, haben da nur bedingte Aussagekraft für mich. Wichtig ist jetzt, dass wir nach der langen Zeit endlich wieder um Punkte spielen können und der normale Handballalltag wieder Fuß fasst. Die Stimmung ist gut, jetzt wollen wir loslegen.

Die Begegnung heute ist das Handballderby schlechthin in unserer Region. Wie groß ist die? Welche Kader stehen euch zur Verfügung?

Stefan Schröder (VfL): Auch wenn es blöd klingt, wir müssen uns erst mal daran gewöhnen, wieder vor Zuschauern spielen zu dürfen. Aber wir wollen das natürlich genießen, denn wir kennen alle die Stimmung bei diesem Spiel. Dafür haben wir gearbeitet und uns vorbereitet und freuen uns auf einen hoffentlich großartigen Abend. Verzichten müssen wir leider auf Finn Wunderlich, der verletzungsbedingt noch passen muss.

Christian Löbens (ETSV): Ich weiß gar nicht, ob ich das Derby aus sportlicher Sicht nicht vielleicht erst in drei oder vier Wochen gespielt hätte, aber das ist rein hypothetisch. Die Motivation ist nach der langen Pause ohnehin ein Selbstläufer, wird aber natürlich im Derby noch mal ein Stück höher sein. Das sind schließlich die Spiele, denen jeder Akteur wochenlang entgegenfiebert. Leider müssen wir verletzungsbedingt Philipp Haas ersetzen.

Ergänzt bitte die beiden folgenden Sätze: Das Spiel sollte man sich unbedingt anschauen, weil..

Stefan Schröder (VfL): ... wir hoffentlich ein gutes Spiel mit viel Emotionen, Herz und Leidenschaft auf beiden Seiten sehen werden und die Begeisterung für den Handballsport wieder aufwecken wird.

Christian Löbens (ETSV): ... wir endlich wieder unseren Sport präsentieren dürfen und weil es ein Derby ist, das immer viel bietet und ein sportliches Highlight in unserer Region darstellt.

Wir gewinnen, weil..

Stefan Schröder (VfL): ... wir zunächst einmal noch eine Rechnung aus dem Februar 2019 mit dem Eschweger TSV offen haben (Anmerkung der Redaktion: damals siegte der ETSV als Außenseiter 22:19) und weil wir all unsere Stärken zu 100 Prozent in die Waagschale werfen werden für einen erfolgreichen Saisonstart. Zudem nutzen wir unseren Heimvorteil mit den Fans im Rücken.

Christian Löbens (ETSV): ... wir am Ende einen Schritt schneller sein werden und nichts zu verlieren haben. Außerdem wollen und werden wir uns für die viele, harte Arbeit in den letzten Monaten belohnen, indem wir mit einem Sieg in die Saison starten. (Stefan Konklowsky)

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