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Fußball-Gruppenliga: Eiterfelder Arbeitssieg in Unterzahl

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Getümmel vor dem Gästetor: Niko Pepic (links, in Blau) und Robin Sorg, die Torschützen der SG Eiterfeld/Leimbach, sorgen in dieser Szene für Betrieb.
Getümmel vor dem Gästetor: Niko Pepic (links, in Blau) und Robin Sorg, die Torschützen der SG Eiterfeld/Leimbach, sorgen in dieser Szene für Betrieb. © Friedhelm Eyert

Die Gruppenliga-Fußballer der SG Eiterfeld/Leimbach haben ihr letztes Heimspiel vor der Winterpause gewonnen: In einer lange Zeit zähen Begegnung bezwang die Mannschaft von Trainer Ante Markesic die SG Oberzell/Züntersbach verdient mit 2:1 (0:1) – in Unterzahl.

Eiterfeld - Fabio Witzel hatte unmittelbar vor der Halbzeitpause wegen einer Notbremse am eigenen Strafraum die Rote Karte gesehen. Es ist eine harte, aber wohl auch vertretbare Entscheidung, die Schiedsrichter Marcel Jünke da gefällt hat.

Der Feldverweis ist zunächst der negative Höhepunkt für die Eiterfelder, die in den ersten 45 Minuten eine eher mäßige Leistung abliefern. Feldüberlegen zwar, fehlen dem Offensivspiel Tempo, Ideen und Durchschlagskraft. Oberzell/Züntersbach steht – wie erwartet – tief, verteidigt aufmerksam und versucht seine wenigen Konter beherzt auszuspielen.

Die überraschende Führung für die Gäste besorgt Simon Ankert nach 41 Minuten mit einem Schlenzer von der rechten Strafraumkante. Die beste Eiterfelder Gelegenheit vergibt zuvor der starke Tim Hartwig, dessen strammen Flachschuss – oder war es dann doch eine Hereingabe – Robin Sorg am langen Pfosten noch verfehlt (35.). Nils Wenzel, unermüdlicher Antreiber und das Herz des Eiterfelder Spiels, scheitert mit seinem Freistoß aus gut 20 Metern ebenfalls knapp. In Unterzahl und mit 0:1 geht’s in die Kabinen.

Wir würde der Tabellenzweite reagieren? Souverän. Geduldig. Und mit permanentem Druck, der sich in der zweiten Halbzeit nach und nach aufbaut. Trainer Markesic hat in der Halbzeit Bastian Stumpf für Mannschaftskapitän Kevin Kurz auf links gebracht. Yannik Hilpert rückt auf rechts eins nach hinten in die Dreierkette und ersetzt Witzel. Und Markesic beweist Mut – setzt weiter auf den wuchtigen Dreier-Sturm mit Hartwig, Sorg und Hanslik. Das soll sich auszahlen. Erst senkt sich Sorgs Flanke an den Pfosten, ehe der Nachschuss von Hanslik in letzter Sekunde geblockt wird (51.). Nach einer Stunde darf Eiterfeld endlich jubeln: Sorg gelingt nach einer robusten Einzelaktion der Ausgleich. Nur zwei Minuten später entschärft der gute Gäste-Torhüter Robin Dorn einen Drehschuss Hartwigs. Oberzell schafft jetzt kaum noch Entlastung. Ist nach 70 Minuten trotz Überzahl stehend k.o. Und kassiert nach 75 Minuten das zweite Gegentor. Weil Niko Pepic trifft. Und wie. Volley von der Strafraumkante. Ein Tor des Monats. Das Siegtor.

„Wir haben zu zehnt besser gespielt als zu elft. Die erste Halbzeit waren wir nicht gut im Spiel. Aber wir sind in Unterzahl mutig geblieben und haben uns belohnt“, freute sich Ante Markesic. (Sascha Herrmann)

Eiterfeld: Göbel - Wolf, Müller-Siebert, Witzel - Hilpert, Pepic, Wenzel, Kurz (46. B. Stumpf) - T. Hartwig, Hanslik, Sorg

Oberzell/Züntersbach: Dorn - V. Ankert, Müller, Kühltau, Foeller - Langner (78. Jäckel), S. Ankert, Löffert, Lotz - Schlegel, J. Ankert

SR: Jünke - Zuschauer: 100 Tore: 0:1 Julian Ankert (43.), 1:1 Robin Sorg (62.), 2:1 Niko Pepic (75.)

Rote Karte: Fabio Witzel (Eiterfeld, 45.) wegen Notbremse

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