HANDBALL

TVH kämpft und verliert knapp

War mit sechs Toren der beste Werfer beim TV Hersfeld: Lukas Berger (Mitte), der hier von Magnus Rulff und Janik Lanatowitz eingekesselt wird.
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War mit sechs Toren der beste Werfer beim TV Hersfeld: Lukas Berger (Mitte), der hier von Magnus Rulff und Janik Lanatowitz eingekesselt wird.

Die Handballer des TV Hersfeld haben auch das zweite Spiel in der Landesliga verloren. Allerdings war beim 23:27 (12:16) gegen Körle/Guxhagen eine deutliche Leistungssteiger- ung spürbar.

Bad Hersfeld – Es war ein Auftritt der Lullusstädter, der Mut macht. Nicht nur, weil die Niederlage sich mit vier Toren Differenz in Grenzen hielt. Sondern auch deswegen, weil die Hersfelder in Hälfte zwei drauf und dran waren, der Partie eine Wende zu geben.

Überdies: Auch die rund 200 Zuschauer in der Geistalhalle spürten den neuen Kampfgeist, den die Truppe, die vor vierzehn Tagen von Hünfeld noch so abgewatscht worden war, von Beginn an versprühten. Sie klatschten in Hälfte zwei rhythmisch Beifall, als der TVH zur Aufholjagd blies, die allerdings nicht belohnt wurde.

Christian Weiß kam trotz Niederlage nicht um ein Lob für sein Team umhin. „Ich kann der Mannschaft vom kämpferischen Standpunkt aus keinen Vorwurf machen. Sie hat einen starken Auftritt mit dem Herz in der Hand geliefert“, stellte der Hersfelder Trainer fest. Nichtsdestotrotz müsse man zum derzeitigen Zeitpunkt noch mit ein paar Abschlussschwächen leben. „Die haben uns in Hälfte zwei um eine erfolgreiche Aufholjagd gebracht.“

So scheiterte zum Beispiel Lukas Berger, mit sechs Toren einer der besten Hersfelder Werfer, als die Gastgeber wieder auf drei Tore heran waren (20:23) – Stürmerfoul. Dasselbe Missgeschick passierte auch anderen Teamkollegen.

Doch der Reihe nach. Die Gastgeber mussten ohne die beiden erkrankten Andreas Krause und Tobias Kretz im Tor auskommen.. Für Andy Krause sprang Berger auf Halblinks ein, der gleich in der ersten Minute zum 1:0 traf. Im Hersfelder Tor stand mit Marius Wasem ein Spieler, der sich ein- ums andere Mal auszeichnen konnte. Stark auch: Marc Förtsch und Jonathan Kromm. Die beiden Kreisläufer waren wichtiger Bestandteil des taktischen Hersfelder Konzepts, das die defensive 6:0-Deckung des Gegners durchbrechen sollte.

Das gelang anfangs. Bis zum 8:7 hatten die Hersfelder die Nase vorn, dann übernahm Körle das Ruder. Und baute bis zur Pause den knappen Vorsprung auf vier Tore aus, obwohl sich Hersfeld nach Kräften wehrte.

In Hälfte zwei bliesen die Gastgeber, die über Kampf zu alter Stärke zurückfinden wollten, zur Aufholjagd. Niklas Kürten parierte einen Siebenmeter und kurz darauf einen Wurf on Tim Ploch. Doch Körles Zitterphase war nur von kurzer Dauer. Unter dem Jubel des mitgereisten Anhangs, der die Geistalhalle fast in eine Heimspielstätte verwandelt hätte, zogen dee Gäste auf 27:20 davon (57.) - die Entscheidung war gefallen, obwohl Hersfeld noch einmal heran kam.

TV Hersfeld: Wasem/Kürten – B. Krause (2), Rübenstahl (1), Förtsch (5/1), Holzapfel, Remenski (2), Koch, Petersen (2/1), Becker, Wiegel (2), Thole (1), Kromm (2), Berger (6)

HSG Körle/Guxhagen: Wicke/Imke - C. Reinbold (2), Linz (1), Rulff (3), Schlüter, S. Wicke, Bachmann, Ploch (3), Lanatowitz (1), Taube, Gisbrecht (4), Griesel (9), Schröder (4),

SR: Bechthold/Lambmann, Z: 200, Zeitstrafen: 16 - 8

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