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Lollslauf feiert ein glänzendes Comeback

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Sonne, Schweiß und strahlende Gesichter: Unser Foto zeigt das Team Verifone beim Zieleinlauf.
Sonne, Schweiß und strahlende Gesichter: Unser Foto zeigt das Team Verifone beim Zieleinlauf. © Steffen Sennewald

Erstmals seit 2019 hat der Bad Hersfelder Lollslauf am Sonntag wieder in seiner herkömmlichen Form stattgefunden. 2729 Läufer gingen auf die unterschiedlichen Strecken. Darunter auch 500 Schüler.

Bad Hersfeld – Der Lollslauf lebt. Und wie. Bei der 23. Auflage feierte der Ski-Club Neuenstein mit seiner Traditionsveranstaltung am Sonntag in Bad Hersfeld ein glänzendes Comeback. Nach zwei Jahren Pandemie, dem Ausweichen in den Kurpark und begrenzten Teilnehmerzahlen, war am Sonntag irgendwie (fast) alles so wie immer.

„Man hat das Gefühl, als hätte es diese Lücke in den vergangenen beiden Jahren gar nicht gegeben“, freute sich Alexandra Pudwil, die Orga-Chefin des Lollslaufs und strahlte dazu. Den Vergleich mit der Sonne, die den Lollslauf natürlich auch diesmal ab mittags begleitete, ersparen wir Ihnen an dieser Stelle. 2729 Läufer gingen an den Start – mehr als 500 hatten sich noch spontan am Samstag und Sonntag angemeldet. „Wir hatten mit 2500 Läufern kalkuliert und sind deshalb absolut zufrieden“, sagt Alexandra Pudwil.

So richtig zufrieden sein durfte auch Voytech Bednarsky aus Hersfelds tschechischer Partnerstadt Sumperk. Er gewann zunächst vor Manuel Werner und Daniel Hahn (beide Hünfelder SV) über fünf Kilometer der Männer in 16:57 Minuten – hier wurde der erfolgreiche Sommer-Biathlet Mark Andree Sippel aus Haunetal Vierter – ehe er dann auch über zehn Kilometer der schnellste Mann war. „Ich bin glücklich über meinen Sieg gegen starke Konkurrenten und will mal schauen, was später über zehn Kilometer drin ist“, hatte der schnelle Tscheche nach seinem ersten erfolgreichen Rennen gesagt. Das lassen wir jetzt mal so stehen.

Doppelsieger: Voytech Bednarsky aus Sumperk.
Doppelsieger: Voytech Bednarsky aus Sumperk. © Steffen Sennewald

Madita Hendriks vom CJD Oberurff war in 20:10 Minuten über fünf Kilometer die mit Abstand schnellste Läuferin vor Franziska Richter und Marielis Quehl. „Ich habe mich am Samstag spontan angemeldet, aber mein Plan war schon, hier zu gewinnen“, berichtete die 22-Jährige im Ziel. Und stellte dem Veranstalter ein großes Lob aus. „Die Stimmung hier ist genial, überall an der Strecke sind Menschen.“

Auch der Zehn-Kilometer-Wettbewerb der Frauen hatte eine souveräne Siegerin: Nadine Hübel. Die Läuferin des TV Dipperz siegte mit großem Vorsprung vor der Hersfelderin Yvonne Spyt, fühlte sich auf der Strecke „etwas allein“, freute sich aber unterwegs über die musikalische Unterstützung der Bands . „Das war genial“, meinte sie.

„Königsdisziplin“ des Lollslaufs war auch diesmal der Halbmarathon. Marcel Krieghoff war in 1:11:21 der schnellste Mann, bei den Frauen setzte sich Jennifer Romanowski durch (1:30:24). Wie in 2019 ging es in einer separaten Wertung auch um die Hessische Meisterschaft. Für Philipp Stuckhardt aus Kohlhausen reichte es dabei nicht zum Titel. Erkältet hatte er erst kurzfristig entschieden, überhaupt teilzunehmen. „Ich wollte bei meinem Heimatrennen unbedingt dabei sein, aber ich konnte heute leider nichts reißen“ – so kommentierte er seinen zweiten Platz hinter Moritz Weiß (LGV Marathon Gießen).

Hessenmeisterin der Frauen ist Laura Hottenrott vom PSV Grün-Weiß Kassel. Erstmals nahm sie am Lollslauf teil – kam, sah und siegte. Und kommt vielleicht sogar wieder. „Großes Lob an die Ausrichter. Diese Veranstaltung kann man nur empfehlen“, meint sie. Der Lollslauf lebt. (Sascha Herrmann)

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