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Eintracht Baunatal verliert 26:35 gegen Erlangen

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Von: Martin Scholz

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Baunatals Marvin Gabriel (Mitte) versucht sich in dieser Szene gegen die Erlanger Johannes Bayer (links) und Steffen Banik durchzusetzen.
Baunatals Marvin Gabriel (Mitte) versucht sich in dieser Szene gegen die Erlanger Johannes Bayer (links) und Steffen Banik durchzusetzen. © Dieter Schachtschneider

Besonders groß war die Hoffnung nicht. Aber sie war da. Gestern Abend mussten die Drittliga-Handballer des GSV Eintracht Baunatal die befürchtete Niederlage gegen den Tabellenzweiten HC Erlangen hinnehmen. 26:35 (15:20) stand es am Ende der Begegnung, bei der sich die Gastgeber ein klein wenig mehr ausgerechnet hatten. Vor allem, weil die Gäste aus Erlangen noch am Samstagabend ein Spiel gegen den SV Anhalt Bernburg absolviert hatten – das Spiel in Baunatal war ein Nachholspiel vom ersten Spieltag. Nachdem der HC also Bernburg mit 33:23 in die Schranken gewiesen hatte, war Baunatal an der Reihe.

Die allerdings wehrten sich so gut sie konnten. Leider nur rund zehn Minuten am Anfang der zweiten Halbzeit, wie auch Rückraum-Routiniers Phil Räbiger befand: „So ein Strohfeuer reicht nicht gegen einen starken Gegner. Wir hatten Defizite auf allen Positionen und hätten mehr Gegenwehr zeigen müssen.“ Das war allerdings auch recht schwierig, denn die Gäste aus Bayern zeigten keinerlei Nachwirkungen vom Bernburg-Spiel, gingen bereits in der 15. Minute mit 11:6 in Führung und blieben auch bis zur Halbzeit weiter fünf oder sechs Tore vorn.

„Dann hatten wir das Momentum und haben es nicht genutzt“, analysierte Eintracht-Trainer Dennis Weinrich nach dem Spiel. In der Tat: Bei der Eintracht kam Kapitän Marvin Gabriel auf einmal aus dem Rückraum zum Zug, der Baunataler Mittelblock mit Phil Räbiger und Fynn Reinhardt agierte effizienter, und auch der in der 24. Minute für Moritz Goldmann eingewechselte Marian Mügge zeigte im Eintracht-Tor ein paar sehenswerte Paraden. Acht an der Zahl waren es am Ende der Partie. Das alles zusammen ließ Hoffnung aufkommen auf dem Spielfeld und auf der Tribüne.

Bis auf 20:22 kamen die Gastgeber in der Rundsporthalle heran. Plötzlich war die Unsicherheit beim Favoriten spürbar, und Trainer Tobias Wannenmacher nahm eine Auszeit. „Natürlich haben wir dann versucht, den Schalter umzulegen“, sagte Rechtsaußen Benjamin Fitozovic, der an diesem Sonntag mit fünf Toren zu den besten Baunataler Akteuren zählte. Aber nicht nur er wusste gegen die starken Franken zu beeindrucken: Max Bieber steuerte vier Tore bei, und auch Philipp Batz und Aaron Henne sorgten für Zählbares. Zum zweiten Mal hintereinander blieb Kevin Trogisch ohne Torerfolg, aber daran lag es nicht. Baunatal war einfach nicht in der Lage, die Stärke aus der 30. bis 42. Minute dauerhaft zu zeigen.

Stattdessen geriet die Eintracht nach einer Zeitstrafe gegen einen anderen Leistungsträger in die Defensive: Felix Geßner musste in der 41. Minute auf die Bank, und das Unheil nahm seinen Lauf: kein Baunataler Tor zwischen der 42. und 53. Minute. Erst Geßner brach den Bann mit seinem Tor zum 22:31. Aber da war es schon längst zu spät. (Martin Scholz)

Baunatal: Goldmann (1. - 23.), Mügge (24. - 60.), Lohrbach (1 Siebenmeter) - Gabriel 5/1, Lasse Reinhardt, Fynn Reinhardt 1, Geßner 5, Räbiger 1, Fitozovic 5, Bieber 4, Batz 1, Trogisch, Kleinschmidt 3, Helbing, Kurtz, Henne 1

Erlangen: Haßferter, Winicki (n.e.) - von Gruchalla, Bühler 1, Paul Poser, Patrik Längst 6, Banik 1, Bauder 3, Hartmann 3, Kellner 6, Walz 2, Jonas Poser 6/5, Bayer, Seitz 6, Grieshammer 1

SR: Bona/Frank (Niederrhein) Zuschauer: 250

Siebenmeter: 1/1:5:5 Strafminuten: 6:4

Spielverlauf: 2:2 (4.), 2:5 (9.), 5:9 (12.), 6:11 (15.), 7:14 (19.), 13:19 (25.), 14:20 (29.), 16:20 (33.), 19:22 (38.), 20:22 (39.), 20:24 (41.), 21:26 (47.), 21:29 (49.), 21:32 (52.), 23:32 (55.), 24:34 (58.)

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