Fußball-Saisonvorschau

Fußball-Saisonvorschau: Der SV Reichensachsen möchte in der Gruppenliga hoch hinaus

Die Neuzugänge des SV Reichensachsen für die kommende Saison: (von links) Trainer Rafal Klajnszmit, Jakub Swinarski, Patryk Stromczynski, Cristian Vidal Gadea und Marius Jung mit Spartenleiter Harald Zaremba. Es fehlen David Dreyer und Dadah Gadea Baringo.
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Die Neuzugänge des SV Reichensachsen für die kommende Saison: (von links) Trainer Rafal Klajnszmit, Jakub Swinarski, Patryk Stromczynski, Cristian Vidal Gadea und Marius Jung mit Spartenleiter Harald Zaremba. Es fehlen David Dreyer und Dadah Gadea Baringo.

Anfang August beginnt die Fußballsaison 21/22. Wir stellen die heimischen Mannschaften von der Verbandsliga bis zur Kreisoberliga vor. Heute: der Gruppenligist SV Reichensachsen.

Reichensachsen – „Wir haben keinen Stress mit unserem Saisonziel. Wir wollen ganz oben mitspielen und werden sehen, was am Ende dabei rausspringt“, fasst Reichensachsens Trainer Rafal Klajnszmit die Erwartungen der Wichtelmänner mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht in einem Satz zusammen. „Natürlich schließt das Platz eins nicht aus“, so der engagierte Coach, für den der Aufstieg in seinem „Projekt“, wie er es liebevoll nennt, allerdings erst zum Ende der übernächsten Saison als Ziel definiert ist. Wir haben den SVR-Check gemacht.

Der Trainer

Mit Rafal Klajnszmit haben die Verantwortlichen um Spartenleiter Harald Zaremba den wohl erfahrensten Trainer im Kreis verpflichtet. Der 50-jährige A-Lizenz-Inhaber und ehemalige Drittligaspieler kehrt nach einjährigem Gastspiel beim Lichtenauer FV zum SVR zurück, bei dem er bereits in der Saison 19/20 als Trainer tätig war und den Klassenerhalt sicherte. Langjährige erfolgreiche Engagements als Verbandsligatrainer in Weidenhausen und Eschwege stehen ebenfalls in seiner Vita.

Warum jetzt wieder Reichensachsen? Die Antwort fällt Klajnszmit leicht: „Ich möchte was bewegen, ambitionierten Fußball spielen und den Verein vorwärtsbringen“, fand er mit seinen Vorstellungen offene Ohren bei den Vereinsverantwortlichen, sodass die erneute Zusammenarbeit fast eine logische Konsequenz war.

Der Kader

Nicht mehr im Kader sind die tschechischen Leistungsträger der letzten Jahre Michael Obrtlik, Vitezslav Brozik und Martin Machacek. Ihrem ehemaligen Trainer folgten etliche Hochkaräter zum SVR, ein Grund dafür, dass die Konkurrenz die Klajnszmit-Elf zu den ganz heißen Titelanwärtern zählt. Mit Cristian Vidal Gadea, dessen Bruder Dadah Gadea Baringo und Marius Jung tragen gleich drei Akteure, die zuletzt beim Verbandsligisten Lichtenauer FV aktiv waren, in Zukunft das SVR-Trikot.

David Dreyer (SG K/H/D) und Patrick Stromczynski (Union Mühlhausen) sind zwei weitere alte Bekannte aus Eschweger Verbandsligazeiten, die künftig wieder unter Klajnszmit trainieren und spielen werden. Abgerundet wird das Sextett der Neuzugänge durch Jakub Swinarski, der auch von der SG K/H/D zum SVR gewechselt ist.

David Dreyer (rechts) wechselte von der SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach nach Reichensachsen.

Kurioses am Rande: Neben den Neuverpflichtungen spielen mit Danny Göhler, Stephan Montag, Patrick Röder und Peter Manegold jetzt insgesamt zehn(!) Akteure beim SVR, die bis zum Rückzug der Verbandsligaelf das Trikot der SV 07 Eschwege getragen haben. Insgesamt 18 Spieler umfasst der Kader der Gruppenligamannschaft, aus dem es gilt, die ideale Mischung zum Saisonstart zu finden.

Die Vorbereitung

Nach der langen Coronapause ist der SVR Mitte Juni in die Vorbereitung gestartet und es stand zunächst die Freude über die Möglichkeit, wieder Fußball spielen zu können, im Vordergrund. „Wir werden das sukzessive steigern, um zum Start topfit zu sein“, weiß Klajnszmit, wo er die Hebel anzusetzen hat, seitdem das Trainingspensum drei Einheiten wöchentlich umfasst. Zweimal in der Woche wird dabei gemeinsam mit der in der A-Liga spielenden zweiten Mannschaft zusammen trainiert.

Unterstützt in der Trainingsarbeit wird Klajnszmit dabei von Torwarttrainer Tim Bachmann und Marcel Zaremba. Stephan Geisler als Betreuer gehört ebenfalls zum Team der Verantwortlichen. Und das ist Cheftrainer Klajnzmit eine Herzensangelegenheit: „Wir wollen über den Tellerrand hinausgucken, Mannschaft sein bedeutet nicht nur zusammen Fußball zu spielen“, macht er seine Philosophie des Miteinanders klar.

Nach dem Sieg zur Saisoneröffnung gegen den SV Wüstheuterode (2:1) lag der Fokus bis zum Ausscheiden gegen die SG K/HD im Halbfinale (2:4) vor allem beim Kreispokal: „Wir waren sehr ambitioniert und wollten im Pokal weit kommen.“ Die Härtetests vor dem Anpfiff zur neuen Saison sind gegen Gruppenligist ESV Hönebach (1. August) und dem Thüringer Verbandsligisten SV 1911 Dingelstädt (8. August) geplant.

Das Saisonziel

„Oben mitspielen und schönen Fußball zeigen“, so lautet die einfache Formel rund um den Reichensächser Sportplatz. Und um oben mitspielen zu können, ist vor allem ein guter Saisonstart eingeplant.

Bei dem huscht Klajnszmit ein Lächeln über das Gesicht. „Wir starten mit zwei Heimspielen gegen den TSV Wolfsanger und die SG Reinhardshagen. Das habe ich mir gewünscht und da wollen wir mit zwei Erfolgen den Grundstein für eine erfolgreiche Saison legen“, weiß er zwar um den Druck, der auf ihm und seiner Elf aufgrund der hohen Erwartungshaltung lasten wird, sieht aber auch die Chancen, mit viel Rückenwind nach den Auftaktspielen eine erfolgreiche Saison zu spielen.

(Stefan Konklowsky)

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