Radsport

WM-Silber für Lea-Victoria Styber aus Bebra

Die Vize-Weltmeister 2021: Lea-Victoria Styber und Nico Rödiger gewannen am Samstag Silber bei der Weltmeisterschaft im Hallenradsport in Stuttgart.
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Die Vize-Weltmeister 2021: Lea-Victoria Styber und Nico Rödiger gewannen am Samstag Silber bei der Weltmeisterschaft im Hallenradsport in Stuttgart.

Stuttgart – Riesenerfolg für Lea-Victoria Styber: Die aus Bebra stammende Kunstradfahrerin, die inzwischen Gymnasiallehramt in Marburg studiert und für den RSV Langenselbold startet, hat bei der Weltmeisterschaft im Hallenradsport am Wochenende die Silbermedaille geholt. Gemeinsam mit ihrem Partner Nico Rödiger ging sie in der Porsche-Arena in Stuttgart an den Start und jubelte am Ende über ihren bislang größten Erfolg.

„Mittlerweile habe ich es realisiert“, sagt die 23-Jährige, nachdem sie den Triumph etwas hat sacken lassen. „Aber ich bin überglücklich und es ist immer noch ein großer Traum, der in Erfüllung gegangen ist.“

Bedingt durch die Corona-Pandemie waren in diesem Jahr nur 18 Nationen am Start, sodass es nur einen Finaldurchgang gab. Das sei etwas schade gewesen, meint Styber. Einen Abbruch tat es der Stimmung in der mit mehr als 4 000 Zuschauern gefüllten Arena aber nicht.

Styber, die vor elf Jahren mit dem Kunstradfahren beim RV Ronshausen begonnen hat, trat gemeinsam mit ihrem Partner Nico Rödiger an. Im Vorfeld der WM hatten beide bereits den zweiten Platz bei der Deutschen Meisterschaft erlangt und sich so das Ticket zur Weltmeisterschaft im Zweier der Offenen Klasse im Kunstrad gesichert.

Mit der gesamten deutschen Radsportdelegation reisten die beiden jungen Sportler bereits am Mittwoch nach Stuttgart, um die Fläche in der Porsche-Arena zu testen. Das Einfahren lief für Styber und Rödiger die gesamte Zeit über sehr gut und so freute sich das Duo trotz großer Nervosität auf den gemeinsamen Start bei seiner ersten Weltmeisterschaft.

Am Samstagabend gegen 20.30 Uhr waren sie schließlich an der Reihe – und schon vor dem Start war eigentlich klar, dass die WM-Premiere für die zwei Sportler, die erst ihre erste gemeinsame Saison zusammen fahren, ein absolutes Highlight sein würde.

Trotz zweier kleiner Absteiger am Anfang der Kür, ließen sie sich nicht aus der Ruhe bringen und blieben daraufhin fehlerfrei. „Als wir dann zu zweit auf ein Rad gewechselt sind, lief alles wie wir es uns vorgestellt hatten“, erzählt Styber. „Wir konnten dem Publikum unsere zwei Übungen fehlerfrei zeigen und hatten auf die Dritten aus Österreich letztlich sogar einen größeren Abstand als gedacht.“

Dabei präsentierten die beiden dem Publikum zwei Übungen, die weltweit noch nie bei einer WM gezeigt worden sind: zum einen ihre Spezial-Übung Kehrsteuerrohrsteiger-Drehung mit Schultersitz, zum anderen ihre Lieblingsübung, den Übergang vom Reitsitzsteiger in den Steuerrohrsteiger.

Am Ende leuchteten auf der Anzeigetafel 151,38 Punkte – und damit knapp 30 Zähler mehr als bei Katharina Kühne und Marcel Schnetzer aus Österreich, die vorgelegt hatten. Lediglich Serafin Schefold und Max Hanselmann musste das deutsche Paar am Ende den Vortritt lassen – womit die größte Konkurrenz aus dem eigenen Lager käme, wie Styber mit einem Augenzwinkern sagt. Die zwei Ausnahmetalente vom RV Öhringen holten ihren vierten Weltmeistertitel in Folge.  red/kma

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