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Hickhack um das Handballderby zwischen TG Rotenburg und TV Hersfeld

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Von: Alicia Kreth

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Kommunikation ist für ihn das A und O: Rotenburgs Trainer Robert Nolte (rechts) nimmt sich in dieser Szene Janik Hagemann zur Seite.
Kommunikation ist für ihn das A und O: Rotenburgs Trainer Robert Nolte (rechts) nimmt sich in dieser Szene Janik Hagemann zur Seite. © Alicia Kreth

Wann ist denn nun Derby? Die Suche nach einem neuen Termin für das am Wochenende ausgefallene Duell zwischen der TG Rotenburg und dem TV Hersfeld in der Handball-Landesliga gestaltet sich holprig. Und offenbart, dass beide Seiten angesäuert sind.

Hersfeld-Rotenburg - Der Reihe nach. Am Donnerstagabend sagt der TVH das für Samstag angesetzte Spiel ab: drei Coronafälle im Team. Rotenburg reagiert leicht vergrätzt. Weil die Absage kurzfristig kommt, aber auch, weil die Hersfelder beim Hinspiel einem Antrag der TGR, die Partie zu verlegen, nicht zustimmten. „Damals hatten wir viele Verletzte und mussten dann mit acht Spielern plus Torwart nach Hersfeld fahren“, erinnert sich TGR-Coach Robert Nolte. „Der TVH aber hätte diesmal Spieler aus der spielfreien zweiten Mannschaft zur Verfügung und ich glaube nicht, dass das ein Nachteil für Hersfeld gewesen wäre.“

Nach dem nun abgesagten Rückspiel taucht bald im Internetportal „nuliga“ ein neuer Termin auf: Sonntag, 27. Februar, 17 Uhr. Doch Moment: Am Tag davor, so steht’s direkt darüber, müssen die Hersfelder in Wollrode antreten.

Thomas Feick, Handball-Abteilungsleiter des TVH, spricht von einem „Versehen in der Hektik“. Er habe den Termin des Wollrode-Spiels schlicht übersehen. Als das Stunden später auffällt, bittet der TVH die Rotenburger um Rücknahme des Derbytermins. Doch die wollen am Sonntag spielen.

„Wir haben darauf geachtet, dass unsere zweite Mannschaft an dem Wochenende nicht spielt und dass das Spiel zeitnah stattfindet, um einigermaßen im Spielrhythmus zu bleiben“, erklärt Michael Strauchmann, Vorstand Verwaltung der TGR, die Entscheidung, an dem von beiden Vereinen bestätigten Termin festzuhalten. TVH-Abteilungsleiter Feick deutete indes an, dass nun versucht werde, Wollrode zu einer Verschiebung des Samstagspiels zu bewegen.

„Wir sind sehr froh, dass wir den Termin wahrnehmen können. Denn es kann nicht sein, dass wir lange warten sollen“, sagt Rotenburgs Trainer Robert Nolte, der bis gestern noch nichts von der Bitte um Rücknahme des Termins wusste. Diese ist für ihn völlig unverständlich. „Die TVH-Verantwortlichen wussten bei der Absage wegen der Corona-Fälle sehr genau, wie das alles funktioniert“, sagt Nolte und vermutet einen Fehler in der Kommunikation beim TVH. „Dann muss man damit leben, wenn man einen Fehler gemacht hat“, ergänzt der TGR-Coach.

Sichtlich angefressen: Hersfelds Trainer Christian Weiß während des Spiels gegen Wanfried.
Sichtlich angefressen: Hersfelds Trainer Christian Weiß während des Spiels gegen Wanfried. © Stefan Kost-Siepl

Von einem Versehen auf Hersfelder Seite spricht auch Christian Weiß, der Trainer des TVH. Dass die Rotenburger nun auf einen Termin bestünden, der ihnen offensichtlich zusage, dem Gegner aber nicht passe, hält er für „Schikane“. Weiß: „Wir haben uns die Coronafälle ja nicht absichtlich ins Team geholt. Es geht hier nicht darum, ein paar Spieler aus der zweiten Mannschaft als Ersatz in den Kader zu holen, sondern um die Gesundheit aller Akteure, auch der der TGR.“

Klassenleiter Tobias Weyrauch (Lich) überlässt die Absprachen bei Spielverlegungen komplett den Vereinen. Den vom TVH genannten Termin habe er wohl genehmigt, die Kollision mit dem Wollrode-Spiel aber nicht registriert. „Wenn ich mich da reinhängen würde, hätte ich von morgens bis abends damit zu tun“, sagt er. Bis zum 3. April müssen sämtliche Partien ausgetragen sein.

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